Der gute Kamerad.
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2. Ein Freund liebet allezeit, und ein Bruder wird in der Not erfunden.
(Spr. 17, 17.)
3. Der Mensch hat nichts so eigen, so wohl steht ihm nichts an, als daß
er Treu' erzeigen und Freundschaft halten kann. (Simon Dach.)
Methode.
1. Wie kannst du dich gegen deine Mitschüler als guten Kameraden er
weisen?
2. Worauf mußt du in erster Linie sehen, wenn du mit jemandem Freund
schaft schließen willst?
3. Kann man mit allen Leuten gut Freund sein?
4. Wie zeigt sich ein treues Herz im Unglück?
5. Warum heißt es in einem Sprichwort: Freunde in der Not — ein
Dutzend auf ein Lot?
6. Erkläre den Spruch: Wo zwei Herzen eins geworden^ blaut der Himmel
allerorten!
7. Nenne Personen, die sich in ihrer Jugend von dem Beispiele schlechter
Kameraden nicht verführen ließen!
8. Welche Pflichten hast du gegen dein Vaterland?
9. Welches sind die schönsten Tugenden eines Soldaten?
10. Welches Lied handelt von dem ungewissen Schicksal des Soldaten?
11. Welche Soldatenlieder kennst du sonst noch?
12. Welches Lied besingt das treue Herz?
Synthese II.
Das Gedicht hat drei Strophen; jede Strophe führt uns die beiden Kame
raden in einem andern Bilde vor. Wir treffen sie zunächst auf dem Marsch,
sodann im Kampf, endlich wie sie voneinander Abschied nehmen. Die Worte des
Gedichts sind einem Soldaten in den Mund gelegt; daraus erklärt es sich, daß
das Lied in ganz einfachen Sätzen gehalten ist. Der Soldat singt ein Lied von
seinem guten Kameraden, den er in der Schlacht verloren hat; er nennt ihn mit
diesem Namen am Anfang und am Ende des Liedes, und auch die Überschrift
lautet dementsprechend. Die Strophen des Gedichts sind in ähnlicher Weise ge
baut, wie in dem Scheurlin'schen Gedicht. Der erste Vers jeder Strophe reimt
sich mit keinem der folgenden. Auffällig ist besonders das „es" in „gilt's mir
oder gilt es dir?" und „ihn hat es weggerissen"; es soll die unabwendbare
Macht des Schicksals verdeutlichen.
Zur schriftlichen Bearbeitung eignet sich die erweiterte Inhaltsangabe des
Gedichts etwa in folgender Form:

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