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I. Abteilung. Abhandlungen.
S. 27 f.). „Die Schüler müssen grade das mitnehmen für ihr Leben, daß
ihnen die lebenswarme Erscheinung Jesu Christi leuchtend vor Augen steht, daß
sie in ihm den erhabensten, liebens- und vertrauenswürdigsten Freund und den
besten Meister kennen und sich für ihn begeistern gelernt haben" (a. a. O. S. 28).
Unrichtig aber werden diese Sätze in der Anwendung, deren Spitze sich gegen
die Herbartianer Rein-Staude und Thrändvrf richtet. In dem Bestreben, sich
und seine Anschauungen möglichst scharf von dieser pädagogischen Schule der
„Wissenschaftlichen" abzugrenzen, legt Bang jenen unter, sie „trieben Theologie
statt Religion" und verdürben „den Kindern durch das Hin- und Herzerren nach
lehrhaften Gesichtspunkten" rc. „die reine Freude an der Anschauung einer die
Religion verkörpernden Person" und ruft den Eindruck hervor, als wolle er all
das gewollte Große durch gefühlsmäßige Anschauung schaffen. „Man erzähle die
Eiuzelgeschichte schlicht und edel — ohne Künstelei und Verrenkung; der Lehrer
versetze sich und die Kinder aufs lebhafteste in die Situation, in die Gefühle und
Handlungen der wirkenden oder leidenden Personen; er lasse die Geschichten un
mittelbar auf die Kinderherzen wirken, wobei der Ewigkeitsgrund des irdischen
Geschehnisses von selbst durch seine Hülle durchschimmert." — — — Ja, das
klingt alles ganz schön, aber daß auf diesem Wege mit Ausschluß der verstandes
mäßigen Reflexion ein Verständnis der Person und des Wirkens Christi gewonnen
werden, das glaubt ja Herr Bang selbst nicht. Auch er weiß ganz gut, daß
man zum Verstehen eines so großen Gegenstandes wie Jesu Lebensbild eben
auch den Verstand gebraucht. Daher giebt er denn später, als ihm der Gegensatz
gegen die fatalen Verstandespädagogen nicht mehr so dringlich vorschwebt, die
ganz verständige Anweisung: „Unter dreifachem Gesichtspunkt ist jede That und
jede Lehre des Heilandes zu betrachten: Zuerst und am eingehendsten im historisch
pragmatischen Rahmen bezw. in der durch Zeit, Ort, äußere und innere Um
stände gegebenen Bedeutung für den Herrn und die Seinen; da wird gefragt
nach dem bestimmten Anlasse und dem bestimmten Zwecke der Belehrung oder der
That in jenem ganz bestimmten Zeitpunkte; sodann wird nach der ethisch-religiösen
Bedeutung für den Einzelnen — für mich, für dich! — geforscht (also doch!);
und endlich wird der Ewigkeitsgehalt der Lehre oder That für die Gesamtheit,
für das Reich Gottes zu erkennen gesucht." Und noch später giebt er gradeswegs
zu, daß jede Geschichte zu einer bestimmten Erkenntnis drängt und schränkt seine
Auslassungen gegen die Zillerianer und andere Verderber der heil. Geschichte dahin
ein, daß seine „Gegnerschaft dem Gekünstelten" gelte, »dem Geflissentlichen, dem
mehr der Liebe zu einem Systeme als dem Boden der geschichtlichen und der
psychologischen Notwendigkeit Entsprungenen." Und sollten wir also diese Ver
kehrtheiten nicht auch bekämpfen wollen? Also auch hier hat es mit dem Gegen
satz nicht viel auf sich.
Bangs Meinung, wir wollten „die Hauptsache des Religionsunterrichls in

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