September 1895.
I. Abteilung. Abhandlungen.
Die psychologisch-pädagogischen Grundsätze, auf welchen
Dörpfelds sprachnnterrichtliche Reformvorschläge ruhen.
(Notwendigkeit eines Reallesebuches.)
Einige orientierende Bemerkungen.
Bekanntlich ist es Rektor Dorp selb gewesen, welcher die Frage vom
Reallernbuch zuerst in Bewegung gebracht hat, indem er forderte, die Dar
stellung in diesem Buche müsse so ausführlich sein, daß dasselbe gleich dem
biblischen Historienbuche den Charakter eines sachunterrichtlichen Lesebuches
erhalte.
Diese Anregung geschah aber nicht erst durch die Schrift: „Zwei
dringliche Reformen im Realunterricht und im Sprach
unterricht" (Ges. Schriften V. Bd. 1. Teil), welche im Jahre 1885
erschien und eigens dieser Frage gewidmet war. Schon lange vorher hatte
Dörpfeld seine Ansicht vom Reallernbuch mit zur Sprache gebracht und
zugleich eingehend erörtert. So im Jahre 1872, als noch die Regulative
bestanden, in dem Schulblatt-Aufsatze: „Der naturkundliche Unter
richt in der Volksschule" (Ges. Schriften IV. Bd. 1. Tl., S. 14);
der als methodisches Begleitwort zu dem damals erschienenen Real-
Repetitorium gelten sollte, und dann ein Jahr später in der gewich
tigen Schrift: „Grundlinien einer Theorie des Lehrplans"
1873. (Ges. Schriften II. Bd. 1. Tl.)
Aber die Anfänge der Äußerungen Dörpfelds über die sachunterricht
lichen Lernbücher liegen noch weiter zurück. Sie finden sich schon in seiner
ersten methodischen Schrift: „Ein Wort über Anlage, Zweck und
Gebrauch des Enchiridions der bibl. Geschichte," 1865,
(Ges. Schriften III. Bd. 2. Tl.). Dort ist bereits darauf hingewiesen,
daß der Sachunterricht eine fruchtbare Nährquelle für die Sprachbildung
Anmerk, der Schriftleitung: Wir weisen durch diesen Aufsatz auf den
vierten Band von Dörpfelds Gesammelten Schriften (Realunterricht) hin, der
gleichzeitig erscheint und dessen wesentliche Grundgedanken in dieser als „Anhang"
beigefügten Arbeit von Dörpfeld-Lambeck zusammenfassend angedeutet sind.
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