Die finanzielle Wirkung kleiner und großer Schulsysteme. 389
14klassigen Schule, so erhält A für die Leitung der 10 Mehrklassen anfänglich
300 M. mehr als 3£, also per Klasse 30 M. Beide steigen im Laufe der Jahre
auf ihr Maximum, 1 auf 2700 M., 5) auf 3300 M. Nun erhält 9) für
seine 10 Mehrklassen 600 M. mehr als £, also pro Klasse 60 M.
Ziehen wir hier auf der Höchststufe das Klassenlehrergehalt mit in Berech
nung, so erhält £, da das Maximum der Lehrer 2500 M. beträgt, für die
Leitung seiner 4 Klassen 200' M. d. i. pro Klasse 50 M. 9) erhält für die
Leitung der 14 Klassen 800 M. d. i. pro Klasse 57 1 /? M.
Aus den angeführten Zahlen scheint mir unwiderleglich hervorzugehen, daß
die Leitung von 1 -Massigen Schulen nicht nur verhältnismäßig, sondern that
sächlich billiger ist als diejenige von 6—1 Massigen. Wäre gleichzeitig mit £ und
A auch Z zum Hauptlehrer ernannt worden und zwar an einer 6klassigen Schule,
die im Laufe der Jahre ihre Klasseuzahl unverändert beibehielt, — solche Fälle
gehören keinenfalls zur Unmöglichkeit — so empfinge Z für die Leitung von 6
Klassen dieselbe Summe wie 9) für 14 Klassen. Ist aber, wie wir doch an
nehmen müssen, die Leitung einer Schule mit einer gewissen Arbeit verknüpft, ist
diese Arbeit aber, wie wir ferner annehmen müssen, um so größer, je mehr
Klassen einer Leitung unterstellt sind, so wird die Arbeitsleistung der einzelnen
Leiter nach dem derzeitigen Modus nicht nach richtigen Grundsätzen entschädigt.
Warum setzt man nicht eine gewisse Summe für die Leitung einer Klasse fest,
seien es nun 50 M., wie der Leiter der 4kt., oder 57V? M., wie der Leiter
der 14kl. Schule sie im Maximum erhält? Könnte es nicht heißen:
Das Hauptlehrergehalt setzt sich zusammen aus dem, seinem Dienstalter eut-
sprechenden Lehrergehalt und so oft 50 (57Vt) M., als die Anzahl der ge
leiteten Klassen anzeigt! Bei einer solchen Regelung der Gehälter wären Un
billigkeiten möglichst vermieden.
Setzen wir nunmehr die gefundenen Zahlenwerte bei dem obigen Beispiele
in Rechnung! 160 Klassen, in 4kl. Systeme eingeteilt, erfordern als Leistungs
gebühr nach Maßgabe der hiesigen thatsächlichen Verhältnisse 40 X 200 --
8000 M. Dieselben 160 Klassen, als achtklassige Systeme dargestellt,
20 X 300 - 16000 M., denn, wie oben bemerkt, haben die Leiter von 6-
und mehrklassigen Schulen im Höchstgehalt 800 M. mehr als ein Lehrer. Wo
ist nun die Ersparnis an Leitergehältern? Die jetzigen 20 Leiter erhalten nicht
etwa die Hälfte, sondern das Doppelte von der Leitungsgebühr der früheren 40
Schulleiter. Welche Ironie!
Werden aus den 160 Klassen 14kl. Systeme hergerichtet, so giebt dies elf
14kl. und eine 6kl. Schule. In diesem Falle erfordert die Leitnng, da die 6kl.
in dieser Hinsicht den 14kl. gleichsteht, 12 X 300 - 9600 M., im Blick auf
die 4kl. Schulen also noch immer ein Mehr von 1600 M.
Setzt man hingegen für jede Klasse eine bestimmte Leitungsgebühr, etwa

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