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II. Abteilung. Zur Geschichte des Schulwesens rc.
50 M. fest, so werden die fraglichen 160 Klassen stets, mögen sie in was
immer für Systeme eingeteilt werden, dieselben Leitungskosten verursachen, nämlich
160 X 50 - 8000 M.
Mögen an andern Orten die Verhältnisse auch anders geregelt sein als in
Düsseldorf, überall, wo man auch nur einigermaßen dem Grundsatz gerecht wird:
Je größer die Arbeitsleistung, desto größer der Lohn — wird man finden
können, daß an Summe der Leiftungsgebühren durch Einrichtung großer Systeme
nichts gespart wird, wie ich es für die hiesigen Verhältnisse in obigen Aus
führungen nachgewiesen zu haben hoffe.
Für mich steht fest, daß in finanzieller Hinsicht (auch in anderer) die viel-
klassige Schule durchaus nichts vor der vierklassigen voraus hat.
Jedoch bin ich Belehrungen nach dieser Seite hin stets gern zugänglich.
D. Dreyer.
n. Abteilung. Zur Geschichte des Schulwesens, Biogra
phien, Korrespondenzen, Erfahrungen aus dem Schul-
und Lehrerleben.
Schulandachten.
Besprechung der Schulandachten von Grosse, Borneniann,
Kratz, Zange.
Über „Morgenandachten in Beziehung zum Schul-Religions-
unterricht" handelte Herr Th. Hermann im Aprilheft dieser Zeitschrift von
k 889. Er führte in dieser verdienstlichen Arbeit den Gedanken durch, daß, ebenso
wie Katechismus, Kirchenlied und Sprüche nicht losgelöst von biblischer Geschichte
in „selbständiger" Behandlung dastehen dürfen, so auch die Morgenandacht als
integrierender Faktor der religiös-sittlichen Bildung mit der religiösen
Unterweisung organisch verbunden sein müßte. Er glaubt sogar
in einem Überblick über die bisherigen Versuche auf dem Gebiet der Schulandacht
eine wachsende Tendenz auf dieses von ihm aufgestellte Ziel hin erkennen zu können,
ähnlich wie ich diesen Nachweis in bezug aus das Verhältnis des Katechismus
unterrichts zur biblischen Geschichte als dem Centrum des Religionsunterrichts
in meiner Schrift „Ein Wort zur Katechismusfrage" unternommen habe. Er
bietet dann gute Winke über die „Wechselwirkungen zwischen Andacht und
Religionsunterricht" und giebt ferner eine Reihe brauchbarer, aus dem Religions
unterricht entnommener Andachtsstoffe, namentlich in Liedern und Gebeten, an die
Hand. Er betont dann den Vorzug einer Andacht am Schluffe der Religions
unterrichtslektion, ohne doch die den ganzen Tag einleitende Morgenandacht zu
verwerfen. Leider giebt er nun keine näheren Anweisungen darüber, wie diese
vorangehende Andacht, an die man doch zunächst nur bei dem Begriff „Schul
andacht" denkt, so zu gestalten sei, daß sie seinen Anforderungen genüge. Er
scheint sie so mit als Vorbereitung auf die nachfolgende Lektion, (k. Stufe?)
oder als Übergang von dem vorigen Pensum zu dem neuen mitbenutzen zu wollen.
In diesem Punkte bedürfte es wohl noch näherer Überlegungen. Über die leiten

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