Die formalen Stufen in ihrer Anwendung auf poetische Lesestücke. 411
wagerechten Strich. L.: Nun will ich euch noch einmal eine Strophe vorlesen;
achtet darauf, in welcher Reihenfolge Senkungen und Hebungen auseinander fol
gen! — Sprich das Ergebnis deiner Beobachtung aus! Sch.: Zuerst kommt
immer eine Senkung, dann eine Hebung, dann wieder eine Senkung, wieder eine
Hebung. L.: Man kann das kurz so ausdrücken: Senkung und Hebung folgen
regelmäßig auseinander. Wiederhole! Solche Zeilen, in denen Senkungen und
Hebungen regelmäßig aufeinander folgen, nennt man Verse. Was ist also ein
Vers? Sch.: Ein Vers ist eine Zeile, in welcher Senkungen und Hebungen
regelmäßig aufeinander folgen. L.: Woraus besteht demnach jede Strophe?
Sch.: Jede Strophe besteht aus Versen. L.: Zahl der Verse? Sch.: Jede
Strophe hat acht Verse. L.: Was sagst du nun dazu, daß der Dichter in Versen
spricht? Sch.: Das ist schön! L.: Was gefällt dir also an der Darstellung
des Dichters? Sch.: Es ist schön, daß der Dichter in Versen spricht.
L.: Wir haben nun schon Zweierlei gefunden, was uns an dem Gedichte gefällt.
Sch.: Das Gedicht enthält eine interessante Geschichte; und es ist schön, daß der
Dichter in Versen spricht.
L.: Es ist aber noch etwas vorhanden, was euch sicherlich gefällt. Ich lese
die fünfte Strophe; achtet auf die Endsilben! Sch.: Die Verse reimen sich!
L.: Nenne die Reimsilben der siebenten Strophe! Sch.: — rauscht, Meer,
lauscht, her, hoben, Schall, Toben, hall. L.: Welche Verse reimen sich? Sch.:
Der erste und dritte, der zweite und vierte, fünfte und siebente, sechste und achte
Vers reimen sich. L.: Wir wollen nun die verschiedenen Reime durch die Buch
staben a, b, c, d bezeichnen. Gieb nun durch Buchstaben an, wie die Reime
aufeinander folgen in der achten Strophe! Sch. :ababoded. L.:
Wie ist es in der neunten, dritten Strophe? Was kannst du also über die
Reimfolge überhaupt sagen ? Sch.: In allen Strophen folgen die Reime in
derselben Ordnung aufeinander, und man kann diese Ordnung durch die Buch
staben ababoded bezeichnen. L.: Was sagst du nun dazu, daß sich
die Verse reimen? Sch.: Das ist schön! L.: Du kannst also jetzt ein Drei
faches nennen, das uns an dem Gedicht gefällt. Sch.: Die Geschichte ist
interessant, der Dichter spricht in Versen, dieVerse reimen sich.
L.: Beantworte jetzt die Frage, von der wir ausgegangen sind! Sch.: der
Dichter hat die Geschichte schöner erzählt, denn er spricht in Versen, und die
Verse reimen sich.
L.: Nun wollen wir einmal alle die Sätze zusammenstellen, die wir über
die Form des Gedichts gefunden haben. Sch.: Das Gedicht besteht aus Stro
phen ; die Zahl der Strophen beträgt neun. Jede Strophe besteht aus Versen;
die Zahl der Verse beträgt acht. Die Verse reimen sich, und zwar in der Ord
nung ababedod.

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