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II. Abteilung. Zur Geschichte des Schulwesens rc.
2. Die Jnteressebildung und Charakterbildung wird gefördert. Der Unter
richt und die Erziehung werden einheitlicher.
3. Übermäßiges Uniformieren wird unnötig. Die Disziplin ist leichter
zu handhaben. Die Schüler kennen den Lehrer, seine Eigenart und seine An
forderungen besser.
4. Die Versetzungsprüfung wird überflüssig.
5. Der Lehrer lernt die Individualität seiner Schüler gründlicher kennen
und kann sie daher besser berücksichtigen. Daher bessere Erziehung.
6. Der Lehrer lernt die häuslichen Verhältnisse besser kennen.
7. Das Verhältnis zwischen Haus und Schule, Schülern und Lehrern wird
inniger. Deshalb ziehen die Eltern die Fortführung der Schulklassen vor.
8. Manches schwächere, am Ende des Schuljahres noch nicht ganz ver
setzungsreife Kind kann in die höhere Klasse mitgenommen werden, da der
Lehrer seine Eigenart genau kennt. Der Prozentsatz der Versetzten ist daher
größer.
9. Die Fortführung bietet dem Lehrer mehr Abwechslung. Er wird viel
seitiger. Er unterrichtet niit mehr Lust und Interesse.
10. Die Fortführung enthält einen steten Antrieb zur Präparation für den
Lehrer, fördert also seine Fortbildung.
11. Das Verantwortlichkeitsgefühl des Lehrers wird gesteigert.
12. Der Unterricht zeitigt bessere Erfolge. Die Leistungen des Lehrers treten
deutlicher hervor. So sieht sich der Fleiß eher belohnt. Dieser Umstand steigert
die Berufsfreudigkeit des Lehrers.
13. Mißhelligkeiten und Zwistigkeiten unter den Lehrern bei der Versetzung
der Schüler werden vermieden.
14. Die ersten Schulwochen zu Beginn jedes Schuljahres gehen nicht wie
bei dem Schülerwechsel verloren.
15. Das kritisierende Vergleichen der verschiednen Lehrer durch Eltern und
Kinder fällt weg.
16. Der Lehrer kennt die in den früheren Klassen behandelten Stoffe besser
und kann darauf weiter bauen.
B. Na chteile und Bedenken:
1. Manche Lehrer eignen sich am besten für bestimmte Stufen, ältere be
sonders für obere Klassen (wo bisher das Stellensystem angewandt wurde).
2. Manche Jahrgänge würden nur Lehrerinnen haben, also des männlichen
Einflusses in der Erziehung verlustig gehen?)
3. Manche Lehrer halten schlechte Disziplin?)
4. Bei andauernd kranken Lehrern würden die Kinder im Laufe der Jahre
Schaden erleiden.
5. Ungeschickte Lehrer würden ihrem Jahrgange sehr schaden, untaugliche ihn
zu Grunde richten.
6. Manche Lehrer lassen bei der Fortführung schwache Kinder sitzen.
7. Lehrer für konfessionelle Minderheiten verhindern die Fortführung in
der Religion.
9 Dazu könnte man fragen, ob die Entziehung des weiblichen Einflusses (der
Lehrerinnen) gar nichts bedeute
2 ) Auch in einklassigen Schulen!

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