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I. Abteilung. Abhandlungen.
Sicherheit und Gewandtheit im freien Aufschreiben, das ist das praktische,
so richtig wie möglich, das ist die erziehliche Seite des Zieles, dem bei
allen schriftlichen Übungen zugestrebt werden muß.
2. Beim Suchen nach einer zweckmäßigen Methode im Rechtschreiben darf
man vier Hauptgesichtspunkte nicht aus dem Auge verlieren:
а) Wie ist das Rechtschreiben möglichst enge mit dem Sachunterricht und
dem übrigen Sprachunterricht zu verbinden?
б) Wie sind die Übungen einzurichten, damit alle drei Seiten der Sprach-
richtigkeit: Zeichensetzung, grammatische und orthographische Richtigkeit,
möglichst vereint gefördert werden?
c) Was ist zu thun, damit aus der Unterstufe das Rechtschreiben nicht
unnötigerweise erschwert und der Fortschritt nicht gehemmt werde?
(1) Wie sind die Wörter der Gleichschreibung und die der Audersschreibung
nach ihrer Eigentümlichkeit beim Unterricht verschieden zu behandeln?
3. Der Rechtschreibeunterricht beansprucht keinen selbständigen Lehrgang, es
gilt vielmehr der Grundsatz:
Das Rechtschreiben, wie überhaupt die gesamte Sprachrichtigkeit, wird seinem
Kerne nach in und mit dem Sachunterricht und in und mit dem
übrigen Sprachunterricht (Lesen, Sprechen, Schreiben, Memorieren usw.)
erworben.
Dies will sowohl für die Auswahl, als auch für die Anordnung und
Behandlung des Stoffes verstanden sein. Von Stufe zu Stufe nimmt der
Rechtschreibeunterricht seinen Stoff aus dem gesamten Sach- und Sprachunterricht,
und wenn auf beiden Gebieten der ausgewählte Stoff methodisch richtig durch
gearbeitet wird, so ist auch für das Rechtschreiben die Hauptsache mitgetan.
4. Der Stellen, wo das Rechtschreiben mit den übrigen Unterrichtsgebieten
in die engste Berührung und Verbindung tritt und treten muß, sind sechs
- zu nennen:
1. Stelle: Die anschauliche Vorführung einer neuen sachlichen Lektion
(in Religion, Deutsch sLesestücks, Geschichte, Geographie, Naturkunde,
Rechnen, Geometrie usw.)^
Stoff für das Rechtschreiben: Die neuen und seltenen Wörter
dieser Lektion, die in der Regel sowieso, des sachlichen Lernens wegen, vom
Lehrer an die Wandtafel geschrieben werden.
2. Stelle: Das nun folgende Einlesen der betreffenden Stücke,
sofern sie in der biblischen Geschichte, im Lesebuch, im Reallesebuch usw.
vorhanden sind. (Selbstverständlich gehören hierhin auch sämtliche Lesestücke
des belletristischen Lesebuches, gleichviel ob sie statarisch oder bloß kursorisch
gelesen werden.)

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