Ein Höhepunkt rc.
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Aus der Generalversammlung seien nur die wichtigsten Punkte berichtet.
Der Vorsitzende Hogeweg konnte zu aller Freude berichten, daß die Mitgliederzahl
wieder um 64 gewachsen und jetzt auf etwa 740 gestiegen ist. Der von dem
Vorstandsmitgliede Pastor Klug gestellte Antrag, Petitionen an den Unter
richtsminister und die beiden Generalsuperintendenten unserer
Westprovinzen um Aufhebung der geistlichen Ortsschulinspektion
und Aufnahme des Lehrers in den Schulvorstand wurde einstimmig
unter lebhafter Zustimmung zu den Äußerungen des Herrn Antragstellers ange
nommen. Aus der Unterstützungskasse des Vereins konnten im letzten Jahre
400 M. und im laufenden Jahre 600 M. zur Verteilung kommen, im ganzen
sind bis jetzt 13 770 M. Witwen und Waisen zugute gekommen. Mittelschul
lehrer Fick-Elberfeld berichtete über die Arbeit der „Prüfungsausschüsse
für Jugendschriften". Organ derselben ist die bisher von I. Erler in
Altenburg geleitete „Volks- und Jugendschriften-Rundschau", die als Beilage der
„Evangelischen Volksschau" erscheint. Wenn auch in der kurzen Zeit seit Bestehen
der Ausschüsse, die im Gegensatz zu der von den „Hamburgern" vertretenen
einseitigen ästhetischen Würdigung auch religiöse, ethische und nationale Gesichts
punkte maßgebend sein lassen, noch nicht sehr viel hat gethan werden können, so
hat die Arbeit doch schon manche Früchte gezeitigt und bereits hier und da An
erkennung gefunden. Durch eine in Aussicht stehende Verbindung mit dem
Central-Ausschuß für Innere Mission und dem Vereine christlicher Buchhändler
ist Hoffnung zu einer weiteren segensreichen Ausgestaltung der Arbeit auf breiterer
Grundlage gegeben. An alle Mitglieder des Vereins ergeht die dringende Bitte,
doch in irgend einer Beziehung mitzuhelfen an der allmählichen Schaffung eines
Musterkatalogs. Es kann dies a) geschehen durch Bearbeitung der theoretischen
Grundsätze, nach welchen die Jugendschriften zu beurteilen sind; b) durch Bildung
von kleinen Kommissionen zur Prüfung der vorhandenen Bücher und 6) durch
praktische Erprobung der empfohlenen Schriften und Mitteilung der gemachten
Erfahrungen an den Referenten. (Wir geben diese Bitte an den ganzen Leser
kreis weiter, in einem dieser drei Punkte kann gewiß jeder etwas thun!).
Sodann wurde die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Vorstandes
durch Zuruf gethätigt und Hauptlehrer Grünweller einstimmig neu in den Vor
stand gewählt. Um den Vorsitzenden zu entlasten, wird der 2. Vorsitzende, Herr
Rektor Hindrichs in Barmen, in Gemeinschaft mit öenf 2. Schriftführer, Herrn
Elbrechter in Elberfeld, die geschäftlichen Arbeiten erledigen.
Den Vortrag in der Generalversammlung hatte Herr Grünweller-Saarn
übernommen. Vor überfülltem Saale sprach er über das so recht zeitgemäße
Thema: Worin mag es seinen Grund haben, daß der Religions
unterricht im allgemeinen nicht das wirkt, was er wirken sollte?
(Richtlinien für eine Reform des Religionsunterrichts in der
evangelischen Volksschule.) Die Ausführungen kamen aus innerster
Überzeugung und konnten darum ihres Eindrucks nicht verfehlen. „Wenn der
Herr seinen Jüngern den Auftrag gab, hinauszugehen und zu lehren, so konnten
sie das nur, weil sie lebendige Zeugen dessen waren, was sie gesehen und
erfahren hatten. So können auch wir unseres ernsten Aintes nur recht warten,
wenn wir aus persönlicher Erfahrung heraus sprechen können: Jesus, er mein
Heiland lebt. Auch Professor Harnack fordert von seinem Standpunkt aus das
eigene Erleben; die selbsterlebte Religion solle bekannt werden. Die innere Er

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