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III. Abteilung. Litterarischer Wegweiser.
Schulgesetzgebung.
Bach, Wilhelm Karl, Die Kommunalsteuerfreiheit der preußischen Volksschullehrer.
Bielefeld, A. Helmich. 21 S. 40 Pf.
Die Materie ist von den verschiedensten Seiten beleuchtet worden und das Für und
Wider aründlich erwogen.
Leverkühn, C. G. C., Die Allgemeinen Bestimmungen vom 15. Okt. 1872, nebst den
Prüfungsordnungen und den Erlassen über die Schulaufsicht in Preußen mit er
läuternden und ergänzenden Verfügungen. Hannover 1899. Manz & Lange. 308 S.
Die ersten 8 Auflagen des Buches sind von G. Spieker, weil. Geh. Regierungs
und Prooinzial-Schulrat, bearbeitet. Die vorliegende 13. Auflage hat mancherlei Er
weiterungen erfahren. Der Inhalt gliedert sich in folgende Abschnitte: 1. Die Schule
(Volks-, Mittel-, höhere Mädchen- und Fortbildungsschule). 2. Die Lehrerbildung (An
stalten, Prüfungen). 3. Die Schulaufsicht 4. Anhang (Verfügungen, Nachweisungenu.s.w.).
Blantenhorn, Dr. P. Gesetze, Verordnungen, Ausschreiben n. s. w. in Schulsachen
für die Provinz Hannover unter Berücksichtigung aller Konfessionen. 3 Bände.
Hannover 189? (3. Band 1898), Helwingsche Verlagsbuchhandlung.
Die 3 Bände bilden eine Ergänzung und Fortsetzung der gleichnamigen Sammlung
für den Konsistorialbezirk Hannover von C. G. C. Leverkühn (2 Bände). Die beiden
ersten Bände der vorliegenden reichen Sammlung von 1885 bis 1896. Im 3. Band be
findet sich das Lehrerbesoldungsgesetz vom 3. März 1897 mit den Ausführungsbestimmungen,
ferner Vorschriften über Baubeihilfen, sowie ein ausführliches Zeit- und Sachregister.
Loose, Ernst: Das Gesetz^ oder die heiligen zehn Gebote in ausgeführten Lektionen für
die Hand evangel. L>eminaristen und junger Lehrer. Wiesbaden 1900, bei Otto
Nemnig. 42 S.
Dieses Büchlein bietet Präparationen für die Behandlung der Gebote, großenteils
in der Frageform und zwar, wie Verfasser im Vorwort bemerkt, im Geiste des ver
storbenen und allgemein geschätzten Schulrats Kehr. Diese Bemerkung bzw. diese That
sache kann dem Schriftchen nur zur Empfehlung dienen. Einen Beitrag zur Weiter
bildung des Verfahrens liefert es allerdings nicht. Es basiert auf der Auffassung, daß
der Katechismusunterricht auch künftig eine selbständige Stellung im Lehrplan und
Unterricht einnehme, während doch viele anderer Meinung sind und den Katechismus
in eine dienende Stellung zurückgedrängt haben wollen, geleitet teils von der Erfahrung,
teils von der Wahrheit, daß bloße Abstrakta niemals Quellpunkte für religiöses Jnter-
esie, für lebendigen Glauben und sittliche Weltanschauung werden können. Danach ist's
auch nicht zum Verwundern, wenn zwischen diesen Präparationen und dem neuern
Präparations-Werke Dr. Rich. Steudes keine Berührungspunkte sich finden. — Den
jenigen, die in der bisherigen Weise weiter unterrichten wollen oder müssen, bietet es
schätzbaren Stoff. Schließlich werde auf einen Umstand aufmerksam gemacht, durch den
die Benutzung des Büchleins erschwert wird, es fehlt nämlich den Präparationen, weil
keine Absätze gemacht sind, die Übersichtlichkeit. Bei einer Neuauflage könnte dem leicht
abgeholfen werden.
Glogau. H. Grabs.
1. Kahle, H., neu bearbeitet von O. Harnisch: Geschichte des Reiches Gottes im Alten
Bunde. 10. Aufl. Breslau >900, C. Dülfer. 264 S. 2,60 M., geb. 3.20 M
2. Frahm, A. P.: Hilfsbuch zur Behandlung der wichtigsten Kirchenlieder. 2. Aufl.
Altona 1901, I. Harder. 107 ©.
3. Warneck, G.: Die Mission in der Schule. Ein Handbuch für den Lehrer. 9. Aufl.
Gütersloh 1901, C. Bertelsmann. 204 S. 2 M., geb. 2,50 M.
Nr. 1 ist ein Hilfsbuch für Lehrer und Seminaristen beim Religionsunterricht und
vor 30 Jahren das erste Mal erschienen. Die neue 10. Auflage, die vom Seminar -
direktor O. Harnisch in Pr. Friedland besorgt worden, hat an Gestalt und Inhalt des
Buches nur wenig geändert. Der Wert des Buches ist bekannt.
Nr. 2 ist ein Hilfsbuch zur Behandlung des Kirchenliedes in der Schule. Wenn
gleich eine abgesonderte Erklärung des Kirchenliedes, also losgetrennt von dem Fort
schreiten des heilsgeschichtlichen Unterrichts, nicht gutgeheißen werden kann — das
Kirchenlied spinnt dann einen Gedankenfaden für sich, der isoliert und darum schwach

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