III. Abteilung. Literarischer Wegweiser.
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Lange, Richard; Ubungsstoffe für den deutschen Sprachunterricht im 2. Schuljahre.
2. Aufl. 1904. 20 Pf.
Ders.: Sprachübungen. Übungsschule zur Erlernung des Richtigsprechens. In 5 Stufen
für die Hand der Schüler. 1904. 3. Aufl. 50 Pf.
Ders übungsschule zur Erlernung der Rechtschreibung und Zeichensetzung. In fünf
Stufen für die Hand der Schüler. 1904. 6. Aufl. 50 Pf.
Ders.: Praktisches Handbuch für den Rechtschreibeunterricht. Für 6 Unterrichtsstufen
auf phonetischer und etymologischer Grundlage. Leipzig 1903, Dürrsche Buch
handlung 2. Aufl. 2,50 M-
Dieselben sprachlichen Formen werden, soweit das ratsam erscheint, in jedem neuen
Schuljahr erweitert und an neuen Stoffen geübt. Der Verfasser ist ein Gegner der
Layschen Reformvorschläge. Er hat selbst Versuche gemacht und ist zu dem Ergebnis
gekommen, daß in der Rechtschreibung eine sachgemäße Besprechung des Wortmaterials
die besten Unterrichtsresultate erzielt. In zweiter Linie kommt bei ihm erst das Ab
schreiben, ganz zuletzt das Buchstabieren. Grammatik und Orthographie sind getrennt. —
Die Bücher zeugen von großem Fleiß, klarem Blick und praktischer Erfahrung.
Glöde, O. Dr.; Die deutsche Jnterpunktionslehre. Leipzig 1903, B G- Teubner.
2. Aufl. 34 S-
Moll, E- Dr: Die Lehre von der Interpunktion im Deutschen. Breslau 1903,
F. Hirt. 31 S- 40 Pf.
Ausführliche Besprechung der Materie auf Grund von Beispielen. — Brauchbar.
Der kurze Anhang beim zweiten Buch dürfte fehlen.
Rasche, Emil: Die notwendigsten Regeln und Merksätze für den deutschen Sprachunter
richt. (Für die Hand der Schüler.) 2. Aust. Leipzig 1903, Dürr. 30 Pf.
Kurzer Gang durch die Sprachlehre mit ausführlichem Wörterverzeichnis.
Brandes, Karl: Teutsche Sprachlehre. 2 Hefte (Mittel-und Oberstufe). 4. Aufl. Ebenda.
Jedes Heft 20 Pf.
Für ganz einfache Verhältnifle brauchbar.
Reels, H. und Bruns, I.: Uebungsbnch für den deutschen Sprachunterricht. 1. u. 2.
Teil. 3. Aufl. Oldenburg 1903, Schulzesche Buchhandlung. Preis je 40 Pf.
Die orthographischen Übungen sind in den systematischen Gang des grammatischen
Stoffes eingefügt und in einem Inhaltsverzeichnis besonders hervorgehoben. Die Satz
lehre bietet einige veraltete Anschauungen, und in den Diktaten dürfte eine ganze Reihe
wenig geistreicher Sätze gestrichen werden.
Lammerts, I.: Die deutsche Rechtschreibung für das deutsche Volk. Aachen 1903,
P. Urlichs. Pr. 75 Pf.
Für den Schulgebrauch wenig geeignet. Erwachsene werden es mit Nutzen ge
brauchen können.
Heil, Alfred: Grammatische Übungen. Eine Auswahl zur Befestigung der Anfangs
gründe. Berlin 1904, Grotesche Verlagsbuchhandlung. 48 S.
Neben einer Grammatik in höheren Schulen wohl zu gebrauchen. Für Volks
schulen nicht.sehr geeignet.
Krauß, Karl: Aufgabensammlung für den ersten Unterricht in Rechtschreiben, Sprach
lehre, Wortbildung und Aufsatz. Unterstufe (2. bis 4. Schulj.). 3. Aufl. Gießen,
Emil Roth. 40 Pf.
Die Einführung in die Materie ist sehr geschickt: doch ist für die angegebenen Schul
jahre in einigen Kapiteln (Deklination, Konjugation) mehr rein Systematisches heran
gezogen, als für die Volksschule überhaupt wünschenswert ist. An den betreffenden
Stellen muß gekürzt werden, dann ist das Buch in der Praxis gut zu verwerten.
Mülheim a. d. Ruhr. Heinrich Möhn.
Linde, Fr.: Die Onomatik, ein notwendiger Zweig des deutschen Sprachunterrichts.
(Pädag. Magazin, Heft 142.) Langensalza 1902, Beyer & Söhne. 52 S. 65 Pf.
Linde verbreitet sich zunächst über das Wesen der Onomatik, das er mit Dörpfeld
erklärt als die Lehre von den Wortfamilien, Synonymen und Tropen. Gleichzeitig
untersucht er, welche Bedeutung die Onomatik im allgemeinen für das Sprachverständ
nis hat und durch welche hier in Betracht kommenden Mittel es gefördert werden kann.
Dann zeigt er an einzelnen Beispielen, wie sich die onomatischen Belehrungen auf den
verschiedenen Stufen gestalten können, um endlich von dem Gewinn zu reden, den sie
in Bezug auf Anschaulichkeit des Unterrichts, Interesse, Gemütsbildung rc. haben. —
Die Arbeit enthält viele Anregungen und ist sehr lesenswert.
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