242 H. Abteilung. Zur Geschichte des Schulwesens rc.
Sodann ist zu erläutern, welchen Wert die Arbeit außerdem für den Ausübenden
hat, wobei bezügliche Sprichwörter Verwendung finden; sie stählt den Körper,
hält gesund, bewahrt vor mancherlei Sünden, gewährt Befriedigung und Glück.
Dabei darf nicht versäumt werden, daß die Arbeit insofern, als der Arbeiter dnrch
sie das Wohl seiner Mitmenschen zu fördern beabsichtigt, einen sittlichen Wert
hat. Beispiele, wie dies geschehen kann, müssen diese Behauptung erläutern.
Die Wahrnehmung von der Mannigfaltigkeit der Arbeiten lenkt den Blick
sodann auf die Vergangenheit, da der Einzelne noch für mehrere Lebensgüter
zugleich tätig war. Jetzt wird auf die Folgen der Arbeitsteilung hingewiesen;
Nutzen und Nachteile derselben werden erörtert. Die Schüler erkennen bald, daß
die Arbeitsteilung nicht nur notwendig geworden ist, sondern daß sie auch ihre
Vorteile hat, indem die gleiche Beschäftigung eine gewisse Vervollkommnung erzeugt,
die sowohl dem Ausübenden selbst als auch den Mitmenschen zu gute kommt.
Ebenso ist einleuchtend, daß durch die Arbeitsteilung der Preis für manche Pro
dukte bedeutend geringer wird. Daneben darf aber nicht übersehen werden, wie
die Arbeitsteilung zur Einseitigkeit und zur Überschätzung der eignen Leistung
führt, damit die Kinder demnächst vor geringschätziger Beurteilung fremder Arbeiten
bewahrt bleiben?)
Der Blick in die Vergangenheit führt sodann zu einem Vergleich hinsichtlich
der Leichtigkeit und Sicherheit der Erwerbung der Lebensgttter zwischen sonst und
jetzt. Bezüglich des Wohlstandes wird erinnert an die bedeutende Gewerbtätigkeit,
die Tausenden lohnenden Verdienst gewährt, an den leichten und billigen Verkehr?)
an das Kastenwesen, erleichtertes Sparen usw.
Hinsichtlich der Gesundheit sind die vielfachen Veranstaltungen, staatliche und
private, zu erwähnen, die Humanität und christliche Barmherzigkeit gegründet
haben. Auch ist auf den Segen der Kranken-, Unfall- und Invalidenversicherung
hinzuweisen.
Ebenso ist hervorzuheben, wie auch betreffs der übrigen Lebensgüter im
Verlaufe der Zeit zweckmäßige Einrichtungen zum Wohle des Einzelnen und der
Gesamtheit getroffen worden sind.
Erwägt man, daß der Mensch solche Güter, in deren Genusse er sich be
findet, als etwas Selbstverständliches betrachtet und in Anspruch nimmt, so wird
man auf diesen Vergleich zwischen sonst und jetzt nicht verzichten wollen.
Es bedarf wohl kaum der Erwähnung, daß, wie schon angedeutet ist, ein
schlägige Lesestücke geeignete Verwendung finden müssen, sowie auch, daß je nach
dem mehr oder weniger abweichenden Gedankenkreise der Schüler sich die Lektionen
etwas anders gestalten werden.
In unserer Gegend ist auch hervorzuheben, wie der Bergbau vvn der Eisen
industrie abhängig ist.
2 ) Gelangt bei den Wohlstandsarbeiten zur genaueren Erörterung.

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