Zur „Frauenbewegung".
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d. Gr., u. a., besten gewiß, daß es galt, die Freiheit und damit das Fun
dament der eigenartigen Entwickelung auf allen Gebieten des Geisteslebens zu
wahren. —
Wie hochbedeutsam es für jeden einzelnen sowie auch für jede Volks
gesamtheit ist, sich der Sonderbegabung und des damit zuge
wiesenen Sonderberufs klar bewußt und möglichst gerecht zu
werden, tritt selbstverständlich noch deutlicher und zugleich dringlicher mahnend,
bezw. strafend ans Licht, wenn wir darauf Hinblicken, daß ein Vergessen und
Versäumen solcher Gottesordnung die Ursache des Verderbens, bezw. der Ver
werfung der Säumigen und Widerstrebenden geworden.
Bei solchem Hinblick tritt uns nun ein besonders beachtenswerter Umstand,
und zwar wieder zunächst in der Geschichte des jüdischen Volks entgegen. Nach
dem so hocherfreulichen Aufschwung desselben, namentlich unter dem Regiment
eines David und in den ersten Negierungsjahren Salomos begann der Nieder
gang, als die Klage laut wurde (1. Kön. 11, 4 und Neh. 13, 26): „Der
König, dem kein König der Heiden gleich, der seinem Gott
sehr lieb war, hat sich durch heidnische Weiber bestricken, und
sein Herz fremden Göttern zuneigen lassen und somit ver
gessen des seinem Volke zugewiesenen heiligen Berufes." Als
bald geht es niederwärts nicht nur auf dem politischen Gebiet (durch die Teilung
des Reichs), sondern auch auf dem sittlichen, und zwar vornehmlich durch den
Einfluß verderbter heidnischer Weiber, namentlich einer Jsebel im Reiche der
zehn und einer Athalja im Reiche der zwei Stämme. Auch schon zur Zeit
Davids war es ja zu den argen verderblichen Aufständen eines Absalom und Seba
gekommen, weil der König, wesentlich durch die Mitschuld der Bathseba,
seines Gottes und seines Berufes vergessend, ein Ehebrecher und Mörder ge
worden und als solcher auch öffentlich von Absalom und Simei angeklagt
worden war.
Wie der Fraueneinfluß ein überaus tiefgehender, nach
haltiger, ein heilsamer einerseits, sowie ein verderblicher
andererseits werden kann, das haben sinnige Beobachter aller Zeiten
wohl erkannt und insbesondere nachdrucksvoll hervorgehoben, daß dem weiblichen
Geschlecht vornehmlich die Pflege des Lebens in den Familien, die ja mit Recht
als Grundpfeiler der Völkerentwickelung bezeichnet werden, zugewiesen ist —,
daß die Mütter zumal, denen vornehmlich die ersten Jahre der Kinder, d. i.
die für die Entwickelung derselben entscheidungsvollsten, folgenreichsten, gehören,
„die Seele, das Herz des Hauses" sind. Demgemäß z. B. etliche
Zeugnisse in den Salomonischen Weisheitssprüchen (s. bes. Kap. 25. 26. 31):
„Wie die Sonne, wenn sie aufgegangen ist am Himmel, eine Zierde ist, so ist ein
tugendsames Weib eine Zierde in ihrem Hause, durch sie wird das Haus erbauet, sie
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