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I. Abteilung. Abhandlungen.
namentlich ein Paulus hervorhebt) „als ein Glied, das dem andern
Handreichung tun soll, damit das Ganze, d. i. der Gesamt
organismus der Menschheit wachse und sich mehr und mehr
entwickele zur göttlichen Größe" (s. bes. Röm. 12; 1. Korinther 12;
Epheser 4, 15. 16; Kolosser 2, 19 und 1. Petri 4, 10). Demgemäß mahnt
Paulus auch insonderheit seinen Timotheus wiederholt: „Erkenne die Gabe, die
in dir ist"! — Paulus hat es ja deutlichst erfahren, wie unwiderstehlich mächtig
sich in ihm das Bewußtsein erwiesen, daß er vor andern Aposteln berufen
(s. Gal. 1 und 1. Kor. 9, 11), den Heiden, zumal den auf der Höhe der
Kultur stehenden, das Evangelium zu bringen, „damit sie ein Opfer
Gottes würden." „Ich muß es tun", bezeugt er, „ich muß das Evan
gelium verkündigen allen Völkern bis ans Ende der Welt (des Römerreichs!);
wehe mir, wenn ich es nicht täte." Und wie segensreich, erstaunlich frucht
schaffend hat er in solchem Bewußtsein gewirkt, so daß erfüllet worden die Ver
heißung Christi: „Wer glaubet, der wird dieselben Werke tun, die ich getan,
und noch größere als diese." Denn wie wir erfahren, hat ja unser Herr nur
ca. 500 Gläubige gewonnen, die er nach seiner Auferstehung auf einem Berge
in Galiläa versammelt vor sich sah; ein Paulus aber etliche hunderttausend —,
freilich wohl, wie er es ja genau wußte und demütig bekannte: „Ich habe mehr
gearbeitet als alle andern Apostel, aber nicht ich, sondern die Gnade Gottes,
die mit mir, denn ich vermag alles nur durch den, der mich mächtig macht,
Christus; er ist's, der in mir lebet und schafft."
Ja, das gilt es, darauf kommt es an, unsere heranreifenden Schüler
immer klarer und inniger erfaßen zu lassen die Bedeutsamkeit der demütigenden
Gotteszeugnisie: „Was hast du, das du nicht empfangen hast" und:
„Wem viel gegeben ist, von dem wird man auch viel fordern."
(S. auch das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden!)
Schließlich liegt es nun noch nahe, auf einige Mittel und Wege hinzu
weisen, die sich als besonders zweckmäßig —, und zwar den obigen Ausführungen
entsprechend! — bewährt haben und darum vornehmlich empfehlenswert sind.
Ich kann nicht umhin, von vornherein auf ein Mittel hinzuweisen, das
leider in unserm Staate noch immer nicht als ein hochberechtigtes erkannt und
verwertet worden, obwohl es nicht nur durch eine allbekannte Gottesordnung
sozusagen deutlichst gefördert worden, sondern sich auch bereits an vielen Orten
trefflichst bewährt hat: es ist die Beseitigung der Geschlechter
trennung („Koedukation") in allen unsern Schulen. Deutlichst genug,
meine ich, ist ja die Weisung unsers Gottes, daß in den Häusern, wo er den
Eltern Söhne und Töchter bescheret hat, diese sich unter der sorgsamen Aufsicht
von Vater und Mutter trefflicher, erfreulicher entwickeln, insbesondere auch auf
dem Gebiete der Sittlichkeit, als da, wo nur Söhne oder nur Töchter her

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