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Evangelisches Zchulblatt.
^ Januar. —:±l
I. Abteilung. Abhandlungen. .> & .>
-ä- Zum neuen Jahre.
Zugleich zwei Bücheranzeigen.
Von Rektor Horn in Orsoy.
Libelli babent sua fata. Doch nicht bloß die Bücher, auch die Zeit
schriften haben ihre Schicksale, so auch unser Schulblatt.
Ein rechtschaffenes Blatt hat seine Mission, richtiger, sein Herausgeber muß
sie haben, wenn er mit Fug und Recht sein Blatt will hinaussenden in die
Leserwelt, wenn er mit gutem Gewissen will zu seinen Lesern reden können.
Daß Dörpfeld eine solche Aufgabe hatte, das bedarf wohl keines Nachweises.
Aber hatte nicht auch das Schulblatt seine Mission erfüllt, als Dörpfelds müde
Hand die Feder niederlegte, oder doch, als er nicht mehr beratend und fördernd
unter den Mitarbeitern weilte?
Als Mager 1849 krank und gebrochenen Herzens von der Redaktion seiner
hochbedeutsamen „Pädagogischen Revue" zurücktreten mußte, traten Scheibert,
Langbein und Kuhr, Direktor und Lehrer der Friedrich Wilhelmsschule in Stettin,
an seine Stelle. 1851 hatte Zahns „Schul-Chronik" zu großem Bedauern
ihrer Freunde nach achtjährigem Bestehen zu erscheinen aufgehört. Die Kenner
der Schul-Chronik und des Ev. Schulblatts wissen, daß das Schulblatt nicht
bloß in eine leer gewordene Stelle getreten, sondern in vollem Sinn des Wortes
in die der Schul-Chronik gestellte Aufgabe eingetreten ist.
Das Ev. Schulblatt heißt noch immer in der Umgangssprache Dörpfelds
Schulblatt, und mit Recht deutet der Titel die fortgehende Beziehung zu ihni
an. Die Frage, ob unser Schulblatt noch eine Mission zu erfüllen und damit
Existenzberechtigung und -Verpflichtung hat, fällt zusammen mit der Frage, ob
Dörpfeld eine bedeutsame Mission zu erfüllen hatte oder nicht, und wenn er sie
hatte, ob es ihm vergönnt war, seine Aufgabe zu erledigen oder ob er die weitere
Vertretung und Lösung derselben Gesinnungsgenossen im nachfolgenden Ge
schlechte hat überlassen müssen.

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