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n. Abteilung. Zur Geschichte des Schulwesens re.
positiven Professoren ein Zyklus von fünf Vorträgen gehalten worden mit der
ausgesprochenen Spitze gegen den „theologischen Radikalismus". Die moderne
Ablehnung der Bibel sollte, laut Vorwort, als wissenschaftlich nicht begründet
nachgewiesen werden. Unter obigem Titel sind sie nun in einer Broschüre ver
einigt und geben in dieser Zusammenstellung ein lehrreiches Bild von dem Kampf
und dem Rüstzeug der neueren Apologetik auf diesem so besonders wichtigen
Gebiete.
Zwei Vorträge handeln vom Alten Testament: Professor Klostermann
von Kiel spricht über die Zuverlässigkeit der alttestamentlichen
Berichterstattung; Dr. Leps ius behandelt die Frage: Ist das Alte
Testament Mythologie oder Offenbarung? Die neutestamentliche
Frage wird von Professor Haußleiter nur nach der einen Seite hin erörtert:
Haben die apostolischen Schrift st eller die Person und das Werk
Jesu richtig verstanden? Der Bibelfrage im engeren Sinne, der der
Kanonizität und Inspiration sind die beiden letzten Vorträge gewidmet: Ist die
Sammlung der biblischen Bücher Gottes werk oder Menschen
werk? von Professor Karl Müller in Erlangen, und den würdigen Schluß
macht Professor Lütgert in Halle mit der Behandlung des Themas: Muß
eine göttliche Eingebung der Heiligen Schrift behauptet werden?
Professor Klostermann legt mit großer Gründlichkeit und Umsicht alle
für den Laien verständlichen Beweise für die Zuverlässigkeit der alttestamentlichen
Berichterstattung dar, lehnt aber ausdrücklich die Behauptung der unbedingten
Zuverlässigkeit des uns überlieferten Textes ab. Haußleiter zeigt die Hin
fälligkeit der modern radikalen Behauptung, daß das von den Aposteln uns vor
gestellte Bild Jesu unbistorisch sei, mit besonders scharfer Spitze gegen Bousset
und sein Christusbild, erklärt aber die geschichtliche Betrachtung der Ursprünge
des Christentums für grundsätzlich berechtigt, im Gegensatz zu der beliebten kritik
losen Vermischung der verschiedenen Phasen der Heilsoffenbarung. Müller will
die Göttlichkeit der biblischen Schriften ebenso wie Klostermann letztlich nur an
ihren Wirkungen, daß sie den Menschen heiligen und beseligen, aufweisen. Durch
diesen Grundsatz wird aber, gesteht er gleich, nur die Bibel als Ganzes gedeckt.
Nicht alle Einzelheiten und Einzelschriften können nach diesem Kriterium als
göttlich erwiesen werden, „ungezählte historische Einzelfragen mögen ungelöst und
der ehrlichen Forschung überlassen bleiben." „Wir misten, daß Jesus nicht Aus
kunft darüber zu geben hatte, ob die fünf Bücher Mose auch alle von Mose
stammen oder ob der zweite Teil des Jesaiabuches ein Werk des Jesaia ist."
„Die entwickelten Grundsätze geben uns in der Tat keinen Maßstab, nach dem wir
ganz exakt und mechanisch über die Zugehörigkeit jedes kleinsten Stückes zu urteilen
vermöchten. Der Umstand, daß die Kirche des 4. Jahrhunderts gerade diese Grenzen
des neutestamentlichen Kanons festsetzte, kann uns nicht unbedingt decken. Wenn die
damalige Christenheit sich durch das Geisteszeugnis leiten ließ, so ist unsere Generation
oder die informatorische Gemeinde nicht minder „Kirche", hat also Recht und Pflicht,
das Geisteszeugnis in ihrer Weise zu vernehmen. Es liegt im Wesen des Geistes
wirkens, daß es nicht an irgend einem Punkte ein für allemal sich abschließt, sondern
daß es immer wieder neu erfahren sein will. Ich kann mich vielleicht anheischig machen,
alle abschätzigen Urteile, welche z. B. Luther über einzelne biblische Bücher vorüber
gehend gefällt hat, als unrichtig zu erweisen; ich kann erklären, daß nach meiner Er
fahrung der Jakobusbrief keine „stroherne Epistel" ist, oder daß mein Geist sich recht
wohl „in die Offenbarung schicken" könne, — aber ich darf nicht sagen, daß es grund
sätzlich unerlaubt gewesen wäre, in dieser Weise subjektiv zu urteilen."
„Gerade wenn wir das freie und lebendige Wirken des Geistes, das freilich keine

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