III. Abteilung. Literarischer Wegweiser.
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12. Baur, A., Di-. med„ Seminararzt in Schwäbisch Gmünd: Die Tuberkulose und
ihre Bekämpfung durch die Schule. Gemeinverständlich dargestellt. Mit Karten,
Plänen und statistischen Tabellen. Berlin W 57, Gerdes und Hödel. 66 S.
1,50 M.
Inhalt: I. Teil Allgemeine Verhütung und Bekämpfung der Tuberkulose. II. Teil.
Die Bekämpfung und die Verhütung der Tuberkulose durch die Schule. Letztere als
besten Kämpen gegen die verheerende Volkskrankheit mobil zu machen, ist der Zweck
dieser Schrift. Wir wünschen ihr eine weite Verbreitung.
13. Frölich, R., ordentl. Taubstummenlehrer in Posen: Die tuberkulösen Kinder und
die Schule. Minden i. W-, C. Marowsky. 19 S 50 Pfg.
Auch dieses Schriftchen ruft die Schule zum Kampfe wider die Tuberkulose auf.
Was über Lüftung, Reinigung usw. gesagt wird, verdient die größte Beachtung.
1-1. Berthold, Otto: Ein innerer Feind. 3. Bändchen der „Hauslehrerschriften".
Leipzig, K. G. Th. Scheffer. 85 S. 60 Pf.
Das Büchlein ist in der bekannten Altersmundart geschrieben und umfaßt folgende
Kapitel: 1. Ein vorbildlicher Sieg gegen einen äußern Feind (Cholera). 2. Die Aus
sichten des Kampfes gegen die Schwindsucht. 3. Die Ansteckungsgefahr. 4. Die Tu-
bcrkelbazillen. 5. Die Auffindung des Bazillus. 6. Von den Heilmitteln. 7. Einiges
aus der Kriegsgeschichte. 8. Die Reinlichkeit als Hauptkampfmittel gegen die Tuber
kulose. — Für Schülerbibliotheken möchten wir das Büchlein angelegentlichst empfehlen.
15. Bode, Wilhelm, vr.: Schule und Alkoholfrage. Viertes Heft der Studien zur
Alkoholfrage. Weimar, W- Bodes Verlag. 183 S. 2,40 M.
Der Verfasser, rühmlichst bekannt durch seinen beharrlichen Kampf gegen den
Alkoholmißbrauch, gibt uns in dieser Schrift eine Schilderung aller der mannigfaltigen
Versuche. Kinder und Heranwachsende zu Gegnern des Mißbrauchs oder auch schon des
Gebrauchs geistiger Getränke zu machen, und eine Sammlung der Gedanken, die für
und wider diese Versuche sprechen. Er hat sich bemüht, die Erfahrungen der verschie
denen Länder für diesenigen Lehrer und Schulbeamten zusammenzustellen, die sich über
die Möglichkeit der Erziehung zur Nüchternheit unterrichten wollen. Das Büchlein ent
hält folgende Kapitel: 1. Schädigung der Schule durch die Trinksitten. 2. Grundsätz
liches über Lehre und Lehrer. 3. Gelegenheitsunterricht, Schulbücher und andere Lehr
mittel. 4. Die Alkoholfrage als vorgeschriebenes Schulfach. 5. Kindervereine. 6. Son
stige Mittel der Lehrer und Schulbehörden. 7. Die ältere Jugend. 8. Literatur.
9. Unterrichtsproben. — Diese sehr empfehlenswerte Schrift bietet ein reiches Material
zur Alkoholfrage.
16. Dannmeier, H., Rektor in Kiel: Tie Aufgaben der Schule im Kampf gegen den
Alkoholismus. Vortrag. Langensalza, H. Beyer und Söhne. 26 S. 35 Pf.
Die Schule muß den Alkoholismus bekämpfen; sie kann ihm entgegenwirken. Der
Lehrer muß zum Kampfe gegen den Alkoholismus gerüstet sein; er kann auch außerhalb
seiner Berufsarbeit die Befreiung unsres Volkes vom Alkoholismus fördern. Das sind
die Grundgedanken dieses bedeutsamen Vortrags.
17. v. Bennigsen, Adelheid: Sexuelle Pädagogik in Haus und Schule. Gr.-Lichter-
felde bei Berlin. Verlag von Edwin Runge. 21 S. 50 Pf.
18. Rosenkranz, C., Rektor in Kassel: Uber sexuelle Belehrungen der Jugend. Halle,
H. Schrödel. 17 S. 50 Pf.
Beide Schriftchen behandeln ein sehr heikles Thema, und sie tun das mit großem
sittlichem Ernst. Beide halten eine Belehrung der Jugend über sexuelle Vorgänge für
dringend nötig. Während Nr. 17 mit dieser Belehrung vorzugsweise eine erfahrene
Lehrerin betrauen will (Verfasserin hat hauptsächlich Mädchenschulen im Auge), verwirft
Nr. 18 den sexuellen Unterricht in der Schulklasie unbedingt und verlangt, daß die
Eltern oder ältere Freunde und Brüder bezw. Schwestern die nötigen Belehrungen geben;
der Lehrer solle sie nur in privaten Gesprächen erteilen, wenn ein begründeter Verdacht
über sittliche Verfehlungen des Kindes vorhanden sei. Beide Schriftchen seien den
Lesern zum Nachdenken dringend empfohlen.
19. Klenk, Philipp, Verfasser der Preisschrift des Berliner Tierschutzvereins: Tier
quälerei und Sittlichkeit. Langensalza, H. Beyer u. Söhne. 56 S. 50 Pf.
Eine inhaltreiche Schrift! Nach des Verfassers interessanten Ausführungen be
einflußt die Tierquälerei die Charakterentwicklung in der schlimmsten Weise. Sie zer
stört in dem Mitgefühl die zuverlässigste Stütze der Sittlichkeit und verhilst der Selbst
sucht zur ausschließlichen Herrschaft im Menschen. Sie entfesselt und störst die rohen

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