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I. Abteilung. Abhandlungen.
in Wievielen Exemplaren Zahns biblische Historien in ihren ver
schiedenen Ausgaben, mit und ohne Lehren und Liederverse, mit und
ohne Bilder x ) hinausgewandert sind. Schwerlich haben viele Schul
bücher eine solche und so berechtigte Verbreitung gefunden.
Wer ein vorzüglicher Volksschriftsteller ist und der Jugend ein
in die Heilige Schrift und das christliche Gemeindeleben gut ein
führendes Schulbuch zu bieten vermag, der beweist damit schon, daß
er mehr ist und kann. Der Seminardirektor Zahn hat Wesen und
Aufgabe der Volksbildung und speziell der Volksschule in einer Weite
und Tiefe erfaßt, wie wenige vor und nach ihm. Mit einer vor
züglichen Ausrüstung ist er in seinen Beruf getreten, mit einer seltenen
Hingebung und Begeisterung hat er ihm gelebt, mannhaft ist er in
Wort und Schrift eingetreten für die ihm heilige Sache der Jugend-
und Volksbildung, unbekümmert um die Aufnahme, die sein frei-
mütiges Wort fand.
Daß wir in Zahn einen Autor besitzen, dessen Gedanken über
Volksbildung, über Volksschule und Lehrerstand aus der Tiefe geschöpft
sind, daß diese Gedanken auch für unsere Zeit des Vorbildlichen und
Zurechtführenden sehr viel enthalten, das ist der Grund, der zu dieser
Neuausgabe geführt hat.
Der Wunsch nach einer solchen ist oft geäußert worden, nicht
nur von denen, die Zahns Schüler waren und seine Schriften kannten,
sondern auch von denen, die durch Dörpfeld u. a. gelegentlich auf
diesen oder jenen Gedanken Zahns aufmerksam geworden waren und
so erkannt hatten, welche Schätze noch wohl bei ihm möchten be
graben liegen.
Vor mehr als 30 Jahren äußerte ich bei Gelegenheit eines
Besuches, den ich dem alten, aber immer noch leiblich wie geistig
rüstigen Herrn machte, wie bedauerlich es sei, daß seine Schriften in
den Bibliotheken vergraben lägen und ihr größter und bedeutsamster
Teil im Buchhandel und selbst bei den Antiquaren nicht mehr zu
haben wäre. Die Verhandlungen über den Religions- und deutschen
Unterricht, über die Stellung der Volksschule zu den übrigen
Erziehungsfaktoren, namentlich zu Familie und Kirche, über die
Schulorganisation und die Stellung des Lehrerstandes, über Lehrer
bildung, Konferenzen, Berufsauffassung usw. würden gewiß eine ungleich
fruchtbarere Entwicklung genommen haben, wenn die von ihm zu
diesen Fragen ausgesprochenen Gedanken die gebührende Beachtung
und Verwertung hätten finden können. Ich konnte ihm dies an der
0 Auch Ludw. Richter hat Bilder geliefert.

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