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I. Abteilung. Abhandlungen.
der Kommilitonen, wo er denn gespeist, habe er dann wohl die Antwort
gegeben: Im Gasthof zur Sonne (diesen Namen führte auch einer
der ersten Gasthöfe Jenas). Zu gleicher Zeit war er reich genug, sich
die damals erscheinende Heeren-Ukersche Staatengeschichte zu kaufen
und sie auch noch schön binden zu lassen.
Nach beendigten juristischen Studien war er als Referendar in
Erfurt und Sondershausen tätig, doch nur für kurze Zeit.
In der Dorf-Chronik vom 22. Mai 1850 hat Zahn selbst erzählt,
was ihn getrieben, der Rechtspflege zu entsagen und sich der Theologie
zuzuwenden. Bedeutsamen Einfluß hatte auf diesen Entschluß der
Zweitälteste Bruder, der, als Superintendent a. D. in Giebichenstein
gestorben, durch Schuberts Selbstbiographie/) durch Wangemanns
„Geistliches Regen und Ringen am Ostseestrande", und namentlich
durch seine Schrift „Meine Jugendzeit", Hagen bei Risel, bekannt
geworden ist. Wie nach seinem dankbaren Bekenntnis Schubert durch
„den Gang zum Brothause" unter den Einfluß eines bedeutenden
Schülers und Freundes Phil. Matth. Hahns kam, dem er seine innere
Beziehung zu den süddeutschen Originalen, Bengel und seinen Schülern,
dankte, so half er wieder Adolf Zahn und dieser seinem Bruder Franz
zu neuem religiösen Leben.
Wie in das eigene Leben, so läßt der Bericht in der Dorf-
Chronik einen so interessanten Blick in das Leben eines höchst bedeut
samen Zeitgenossen tun, daß ich nicht unterlassen darf, ihn hier un
verkürzt mitzuteilen.
Der Artikel trägt die Überschrift: „Baron von Kottwitz" und gibt
zunächst ein Bildnis dieses eigenartigen Mannes. Dann heißt es:
„Da der Dorf-Chronist jetzt das Bild dieses lieben teuren Gottes
mannes in seiner Chronik vor sich sieht, wird ihm doch eigen zu Mute.
Er verdankt diesem Manne sehr viel. Ja, die Dorf-Chronik
selber wäre wohl nicht da und nicht so da, wie sie da ist, wenn der
liebe Baron Kottwitz nicht gewesen, und wenn seine Liebe, die nimmer
müde wurde, nicht diesen und jenen Faden mit in sein Lebensgewebe
hineingewebt hätte. Und er kann dies nicht nur von sich sagen, nein,
es gibt Hunderte, ja, man übertreibt wohl nicht, wenn man sagt
Tausende aus allen Ständen, die seine Liebe erfahren haben und sein
Bild als einen teuren Schatz in ihrem Innersten bewahren.
i) „Der Erwerb aus einem vergangenen und die Erwartungen aus einem zu
künftigen Leben." Eine Selbstbiographie von Gotth. Heinr. von Schubert. Erlangen,
Palm u. Enke. 3 Bde.

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