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II. Abteilung. Zur Geschichte des Schulwesens rc.
Überschrift!
Moskau brennt nieder.
L. Warum ergrimmte Napoleon bei seiner Ankunft vor der
Stadt? Sch. Am 15. September kam Napoleon vor Moskau an. Die Tore
standen offen. Niemand war zu sehen. Napoleons Stirn verfinsterte sich. Der
Bürgermeister und die Ratsherren sollten kommen und ihm die Schlüssel der
Stadt übergeben. Als Napoleon zwei Stunden vergeblich gewartet hatte, ließ er
seine Soldaten einrücken. L. Erzählt von der unheimlichen Stille in
der Stadt! Sch. Unheimlich still war's in den Straßen. Kein einziger
Zuschauer zeigte sich. Die Fenster waren verhangen. Man hörte nur den
Tritt der Soldaten und das Getrappel der Pferde. Hier und da huschten
verdächtige Gestalten über die Straßen; aber im Nu waren sie in den nächsten
Gassen verschwunden. Die Soldaten erbrachen die Türen der Häuser; niemand
trat ihnen entgegen. L. Die Feinde sollten es nicht zu gut haben!
Sch. Auf Tausenden von Wagen hatten die Bewohner die meisten Lebensmittel
fortgeschafft. Sie selber verließen die Stadt. L. Napoleons Wohnung!
Sch. Napoleon wohnte in der alten Kaiserburg. L. Wie kam der Anfang
des Berderbens über das große Heer? Sch. Die todmüden Krieger
streckten sich zum Schlafe aus. Bald herrschte Totenstille in der Stadt. Da
huschten wieder verdächtige Gestalten durch die Gassen. In ihren Händen trugen
sie brennende Pechfackeln. Hier und da zündeten sie Häuser an. Rote Feuer
säulen stiegen zum schwarzen Nachthimmel empor. L. Weise nach, daß die
Soldaten den Brand nicht für gefährlich hielten! Sch. Die
schlaftrunkenen Soldaten achteten kaum darauf. Am hellen Tage sahen sie dem
Feuer zu, es schien ihnen noch nicht gefährlich zu sein. L. Wann kam ihnen
die Sache schlimm vor? Sch. Am Abend aber wurde es schon schlimmer.
Überall gab es neue Brände. Der Stadtkommandant hatte befohlen, nach dem
Einzuge der Franzosen die Stadt an allen Ecken anzuzünden. L. Warum
konnten die Soldaten nicht löschen? Sch. Nun suchte man die Feuer
spritzen, aber sie waren nicht zu finden. Die Russen hatten alle Löschgeräte
fortgeschafft. L. Erzählt, wie sich der Brand weiter gestaltete!
Sch. Das große Feuer wuchs von Stunde zu Stunde. Immer neue Straßen
wurden von den Flammen ergriffen. Napoleon stand in der Nacht an einem
Fenster des Kreml und schaute in das Feuermeer hinaus. Ein Sturm hatte
sich erhoben, der die Flammenwogen vorwärts trieb. Zwar stand der Kreml
noch wie eine Insel im wilden Meere. Doch schon bald stiegen die gierigen
Feuerwellen an den Mauern des Schlosses empor. L. Wie Napoleon in
Lebensgefahr kam! Sch. Napoleon mußte den Kreml verlassen und vor
die Stadt zu kommen suchen. Durch die brennenden Straßen mußte er sich
einen Ausweg suchen. Er kam in eine enge, raucherfüllte Gasse. Vor und
hinter ihm stürzten brennende Balken zusammen. Er konnte nicht weiter kommen,
und der Rauch nahm ihm fast den Atem. Da zog ihn ein Soldat durch die
rauchenden Trümmer fort, und glücklich erreichte er das Freie. In einem Lust
schlosse vor der Stadt nahm er nun Wohnung. L. Warum brannte
Moskau nicht vollständig nieder? Sch. Die Riesenstadt brannte nicht
ganz nieder, weil der Himmel endlich zu löschen begann. Es fing heftig an zu
regnen, und das Feuer wurde gelöscht, bevor Moskau ganz zu Asche wurde.

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