Evangelisches Zchulblatt.
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I. Abteilung. Abhandlungen. j»j»j*
welche Stellung nehmen wir zu den heutigen
Kämpfen um die religiöse Unterweisung in
der Volskschule V
Vortrag, gehalten am 4. November in der Generalversammlung des Vereins
evangelischer Lehrer und Schulfreunde zu Mülheim a. Ruhr
von Rektor a. D. Horn.
Leitsätze.
1. Wohl zu keiner Zeit ist der Kampf gegen die christliche Weltanschauung
in so weiten Kreisen und mit solcher Energie geführt worden, wie dies
jetzt geschieht.
2. Die hergebrachten Konfessionen unserer Gemeinden sind dadurch zu einer
Unwahrheit geworden.
3. Es ist den Vertretern der verschiedenen Weltanschauungen ein Hauptanliegen,
die Volksschule ihrer Konfession entsprechend zu gestalten, durch sie ihre
Herrschaft anzubahnen und zu sichern.
4. Für uns ergibt sich hieraus eine Reihe besonderer Anforderungen:
а) Wir müssen uns Klarheit verschaffen über die Lage und deren Be
deutung für die Volksschule.
d) Besonders müssen wir uns klar werden über unsere Stellung zur Ethik,
c) ebenso über die pädagogische Bedeutung der Religion.
б) Wir müssen mit größtem Ernst die Abstellung der Mängel in der
religiösen Jugendunterweisung wie in der Gestaltung des Schullebens
uns angelegen sein lassen.
e) Dasselbe gilt von den Mängeln in Schuleinrichtung und -Verfassung.
f) Wir müssen stets des eingedenk bleiben, daß unsere christliche Religion
mit der Anerkennung Jesu Christi als der Welt Heiland steht und fällt.
g) So fest wir daran halten müssen, daß die gesunde Entwicklung unsers
Volkslebens von der Stellung unsers Volkes zu Christo abhängt, so
müssen wir doch auch, da gesundes Leben Freiheit voraussetzt, das Recht
unserer Mitbürger auf freie Entwicklung ihres religiösen Denkens gern
anerkennen.
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