III. Abteilung, Literarischer Wegweiser.
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Sen andern Berufsständen herausgerissen würden. Aber auch in dieser Beziehung
habe er der Schwierigkeiten nicht Herr werden können.
Doch dürfe man sich. so lautete die Mahnung an die ehemaligen Schüler,
durch solche Widrigkeiten nicht abhalten lassen, seine Schuldigkeit zu tun, der
Lehrerstand dürfe sich nicht verbittern lassen dadurch, daß bei dem gegenwärtigen
Schulbetrieb bei Lehrern und Schülern das Persönliche, Individuelle so wenig
zu seinem Recht komme. —
Manches Wort wurde noch gesprochen in Ernst und Scherz, treffliche
Darbietungen eines eigens zu diesem Zweck zusammengetretenen Sängerchores
wie auch andere musikallsche Vorträge ließen die Stunden wie im Fluge dahin
-eilen. Nur zu bald mußte man sich trennen. Mit der lebhaften Erinnerung
an die alte Orsoyer Zeit wird sich diese Feier in Düsseldorf verbinden. Das
Bild rechter, idealer Lebens-- und Berufsauffassung trat aufs neue vor die
Seele aller Festteilnehmer, möchte es in uns allen wachsen und über uns Kraft
gewinnen und in uns fortdauern, auch wenn die Festesstimmung jener schönen
Stunden nicht mehr in den Herzen tönt.
Ä- III. Abteilung. Literarischer Wegweiser. <«-
Verschiedenes.
Unter den zur Besprechung eingegangenen Schriften, welche sich auf die Führung
des Lehramtes beziehen, sind zu nennen:
Schöppa: Die Bestimmungen des Königlich-Preußischen Ministers der geistlichen jc.
Angelegenheiten betr. die Volks- und Mittelschule, die Lehrerbildung und die
Prüfungen der Lehrer nebst dem Gesetze über die Beaufsichtigung des Unterrichts
und Erziehungswesens, sowie den wichtigsten dazu erlassenen Ministerial-Ver
fügungen. Leipzig 1903, Dürr. 162 S. 1,50 M.
Die Schrift ist die 7 und bis zum September 1902 weitergeführte Auflage der
nach amtlichen Quellen gemachten Zusammenstellung des verstorbenen Stadtschul
inspektors Reinecke-Berlin.
Die preußischen Lehrpläne für Präparandenanstalten u. Lehrerseminare, u. Prüfungs
ordnungen der 2. Lehrerprüfung, der Prüfung der Lehrer an Mittelschulen und
der Rektoren vom 1. Juli 1901. 2. Auflage. Langensalza, Beyer und Söhne.
Das Heft umfaßt — wie schon der Titel sagt — einen Teil des zuerst genannten
Buches.
In demselben Verlage ist erschienen:
Lieber: Gesetz betr. das Diensteinkommen der Lehrer und Lehrerinnen an den öffent
lichen Volksschulen Preußens nebst den ministeriellen Ausführungsbestimmungen
mit Anmerkungen und einer Übersicht der Besoldungsverhältnisse in sämtlichen
Orten über 10000 Einwohner. 1904. 0.80 M.
Die beigefügte Besoldungstabelle ist heute schon nicht mehr zuverlässig
Winter, P., Dr zur., Landrichter: Die Schadenersatzpflicht, insbesondere die Haftpflicht
der Lehrer nach dem neuen bürgerlichen Recht. Langensalza 1902, Beyer und
Söhne. 0,40 M.
Die Schrift — Heft 188 der F. Mann'schen Sammlung: Pädagogisches Magazin -
erörtert die auf die Haftpflicht zielenden Bestimmungen des neuen B. G. unter steter
Bezugnahme auf konkrete Fälle. Sie kommt zu dem Schluß, daß zu der Beunruhigung,
wie sie mancherorts in die Lehrerkreise hineingetragen worden ist, keine Veranlassung
vorliegt. Der Verfasser warnt durchweg vor dem Abschluß einer Haftpflichtversicherung.

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