«l€af£io(i|chc Zciffcftriff für Grzicftung und «Bildung:
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ßaupfßsaH der ftpelgverßande des Kaffi. feficenm(andes des Deutschen Deiches: Dhelnland, Westfalen» CoffeC ftMwJdni, Otno(fid
und Deaunsehwelg — Deroffent&chiingsorgan der Hermaim-Huterlus-ZMirng — 3üe IDcftfafen: -oetsetzung der fgdagogifchep Woche
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Sendungen stnd »u richten: Für den allgemeinen, standerpolitischen. veretnrpolt-
tischen und Nachrichtenteil an F.Schumacher, Bochum. Für den wissenschaft
lichen, allgemeinpolittschen und schulpolitischen Teil an A. Stroh, Duisburg.
Anzeigen und Beilagen an Schürmann LKlagge», Bochum. Mühlenstrabe li
Erscheint Mittwoch» und Sam»tag». An,eigen und Beiträge müssen für dir Mitt»
woch»nummer bi» Sonntag, für die Samrtagrnummer bi» Mittwoch vorliegen. —
Be,ug»prei»: 203 Mk. viertelt, (durch die Post ,u bez.) Anretgenprei»: y Mk.
die O gesp. Milltmeterzetle. Beilage«: Da» Tausend oo» 4-OMt. an ohne Postgev.
Inhalt: An die Mitglieder des Kath. Lehrerverbaudes Rheinland! Aufruf. — „Kulturgut für die deutsche Jugend!" — Gehalts
tafel, gültig vom 1. November 1922. Kindergeld ab 15. November 1922. — Dies nnd das: Der Kampf um den Konrektor in
Berlin. — Das unglückselige Konrektorat. Durchführung der Klassen. Düsseldorf. — Vereinskalender. — Vom Büchertisch. —
Anzeigen.
1. 3ohvgang
«ntUIioocfi, den 29. Otoucmbcr 1922
Otummcr 80
An die Mitglieder des Kath. Lehrerver
bandes Rheinland!
Aufruf!
' Unser wertvolles Verbandsunteruehmen, das schöne, stattliche
„Lehrerheim" zu Rhöndorf am Drachenfels — dessen Trägerin lt.
Verbandsbeschluß die „Genossenschaft Lehrerheim, Sitz Duisburg"
ist — bedarf und verdient mit Ablauf des ersten Jahrzehnts seines
segensreichen Bestehens eine besondere Beachtung aller Verbands»
Mitglieder. Jeder Verbandsbruder, ob jung ob alt, ob bereits Ge
nossenschafts-Mitglied oder noch nicht, wird dazu hiermit aufgerufen!
Das ideelle Unternehmen ist gegründet, um Kollegen, zu aller
nächst des K. L. V., öle Erholung, Genesung und Gesundung suchen,
als Heimstätte zu dienen in gesunder, herrlicher Gegend, bei liebe
voller Aufnahme, guter Verpflegung und verbilligten Preisen.
Das rheinische Lehrerhelm, ein großzügig, moderner Bau mit
vornehm gediegener Innenausstattung, mit wertvollem angrenzen
dem Grundbesitz ist heute ein vielbegchrtes Wertobjekt, das von
Kommunalverwaltungen, Aerzten, Sanatorien, Industriellen und
von Bankkonsortien für viele Millionen zu erwerben versucht wor
den ist. An diesem hohen Wertobjekte stnd von den allernächsten
und ureigensten Interessenten, öen Mitgliedern des K. L. V. Rhein
land, nur rund 1000 Genossen mit 1200 Anteilen zu je 50 M. be
teiligt!?
Um nun sowohl den bisherigen Genossen, wie auch allen übrigen
Verbandsmitgliedern eine stärkere Beteiligung an diesem günstigen
Unternehmen und damit eine vorteilhafte, sichere Kapitalanlage zu
bieten, haben Vorstand und Aufsichtsrat des Genossenschafts-Äehrer-
heims in gemeinschaftlicher Sitzung beschlossen:
1. Die Höchstgrenze der zu erwerbenden Anteile zu je 50 M.
wird auf 25 gesetzt.
2. Die Zeichnungsfrist läuft mit dem 31. Dezember er. ab.
3. Die gezeichneten Anteile sind mit ihrem vollen Betrage bis
zum 6. Januar 1923 an den Kassenführer: Herrn Th. Schau-
stein-Duisburg, Lützowstr. 25,' einzuzahlen. Neu bei
tretende zahlen ein Einheitsgeld von 200 M. einmalig.
4. Der Zeichnungsschein, der unsererseits zwecks Eintragung in
die gerichtliche Genossenschaftsliste eingereicht werden muß,
soll lauten: Zeichnungs-Schein für „Lehrerheim", G. m. b. H.
Hiermit erkläre ich mich bereit, der Genossenschaft „Lehrer
heim" Duisburg mit . .. Anteilen zu je 50 M. (fünfzig Mark)
belzutreten und für die Verbindlichkeiten der Genossenschaft
weiterhin mit derselben Summe zu haften.
Unterschrift:
Ort iu Str,
Und nun auf zur Tat!
Lieber Freund, sichere dir sofort unter so geringem Einsah —
500 M. für 10 Antelle; 1000 M. für 20 Anteile, 1250 M. für 25 An
teile — und unter so günstigen Bedingungen eine größere Teilhaber
schaft am vielbegehrten rheinischen Lehrerheim zu Rhöndorf zum
materiellen Vorteil für dich und zum Segen für alle Bcrbandsmtt-
gliedcr, die Erholung und Genesung suchen.
Der Aufsichtsrat: Der Vorstand:
gez .Niggemann. Barthel. gez. Drobner. Altefrohne.
Vorstehenden Aufruf empfehle ich unseren Verbandsmitgliedertt
zur wärmsten Beachtung. Die Stützung und Ausgestaltung unseres
Lehrerheims ist nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in ideeller
Beziehung eine Angelegenheit von allergrößter Wichtigkeit. Die
Schaffung eines genügenden Betriebskapitals sowie die Abstoßung
der gegenwärtigen Hhpothekenbelastung muß darum als eine wert
volle Verbandsaufgabe betrachtet werden, außerdem gilt der Ge
nossenschaft jede so gegebene und verwendete Papiermark eine voll
wertige Goldmark. Ergänzend bemerke ich noch, daß Genossen bei
Aufenthalt im Heim eine Rückvergütung für sich und ihre Familien-
Mitglieder von 25 bezw. 30 Prozent erhalten.
Der Vorsitzende des Kath. Lehrerverbandes, Prov. Rheinland, E. B.
Franz Topp.
„Kulturgut für die deutsche Jugend"!
Warum Herr Schulrat Niemann in Saarbrücken, der nach
seinem Verzicht auf die Leitung des dortigen Volksschulwesens
Rektor einer großen Mittelschule dortselbst ist, sein „Kulturlesebuch"
in den Hintergrund treten läßt und den alten Plan, das Lesebuch
durch Leseblätter zu ersetzen, an maßgebenden Stellen und vor einer
breiteren Oeffentlichkeit mit besonderem Nachdruck vertritt, ist sachlich
nicht zu begreifen. Er beruft sich auf pädagogische und finanzielle
Gründe, die nach unserer Auffassung völlig haltlos sind.
Wenn ein großer Teil der Lehrerschaft und der Schulaufsichts
beamten mit dem jetzigen Lesebuch nicht zufrieden sein kann, so liegt
das daran, daß es jede literarische Etnstellllng vermissen läßt und
nach rein sachlichen Gesichtspunkten ausgewählte und geordnete
„Kosthäppchen" bringt, die durchschnittlich mit Dichtung nichts zu
tun haben.
Schulrat Niemann sagt nun in seiner Darlegung: „Das bis
herige Lesebuch wird zerschnitten bis zu der kleinsten Einheit, die
buchhändlerisch zu erfassen ist, d. i. der Bogen von 16 Seiten." Danrit
wird der literarische Wirrwarr deS Lesebuches nicht behoben, sondern
auch äußerlich in Erscheinung gerufen. Durch die noch schärfere
Einstellung auf Lebensgebiete wird der letzte Rest dichterischer Weihe
verschwinden. Es ist schwer, bei dieser ötadikalkur nicht au Doktor
Eisenbart denken.

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