Nr. 83
Pädagogische Post
Seite \23i
stand erwartet aber, daß der Obmann für Stellenlosenfürsorge zu
allen Verhandlungen über Fragen zugezogen wird, die irr sein
Arbeitsgebiet fallen.
Die Aufstellung der Liste für die Wahl im Bezirk Arnsberg
ist reibungslos in einer Sitzung der Ortsvereinsvorsitzenden am 29.
November erfolgt. In anerkennenswerter Selbstlosigkeit ist Kollege
Nöllen aus Hombruch im Jntcresie des Verbandes zurückgetreten.
Dadurch rücken die nachfolgenden Anwärter um eine Stelle vor.
In die noch freie Stelle der Hauptliste wind Dünschede aus Hörde
gesetzt.
6. Wirtschaftliche Notlage und Mittel zu ihrer Bekämpfung.
Lebensmittelnor und Alkoholmißbrauch, Entivertung des Geldes
und Verrohung der Jugend, lOprozentiger Steuerabzug und ört
liche Sonderzuschläge, Dienstland für den ersten Lehrer und Benach
teiligung der übrigen werden eingehend besprochen. Es kommt zu
diesen Beschlüßen:
1. Die Pr. A. des K. L. V. möge dahin wirken, daß bei Neu
besetzung von Schulstellen mit der Stelle Land verbunden
tvird, sodaß nach und nach zu allen Stellen auf dem Lande
die erforderliche Landfläche gehört.
2. Die heutige Regelung der örtlichen Sonderzuschläge betrach
ten wir als unzureichend und ungerecht. Wir bitten die
Pr. A., dafür einzutreten, daß die Sonderzuschläge nach
Wirtschaftsgebieten großzügig festgesetzt werden, solange die
Acht eine solche Zulage erforderlich macht. An der Grenze
dürfen die Zulagen nicht für einzelne Orte, sie müßen viel
mehr für Grerrzzonen gezahlt werden.
3. Angesichts des zunehmender: Alkoholmißbrauchs hält es der
Vorstand für eine Pflicht des Verbandes wie auch seiner ein
zelnen Mitglieder, den Mäßigkeitsbestrebungen ihre beson
dere Aufmerksamkeit zu widmen und sie zu unterstützen.
7. Koedukation. Der Vorstand ist der Ansicht, daß die Regelung
nicht allgemein, sondern nur nach Diözesen erfolgen kann. Es
sollen die Unterschiede zwischen den Beschlüssen der Synode und
den Richtlinien des Verbandes herausgestellt roerden, worauf sich
der Ausschuß firr diese Frage erneut an den Bischof wenden soll.
8. Diasporanot. Es genügt nicht, daß wir nur die Kinder
erwärmen firr die Diaspora, wir müßen auch selbst trotz unserer
Notlage für unsere noch weit, weit ärmeren Brüder und Schwestern
in der Diaspora ein herzliches Mitgcsühl und eine offene Hand
haben. Aus besorrderen Einnahmen bewilligt der Vor-stand aus
der Kasse des Provinzialverbandes eine eimnalige Beihilfe von
50 000 Mark. Alle Ortsvereine und Mitglieder werden von
Herren gebeten, nach Kräften zur Abhilfe der großen Not beizu
tragen Jeden: Kollegen wird empfohlen, etwa 1 vom Tausend
seines Vierteljahreseinkommens zu opfern.
9. Ausschuß für Berufsschulen. Auf Antrag des Gaues
Scnurland soll künftig ein besonderer, Ausschuß die Angelegen
heiten der Berufsschulen und der an ihnen wirkenden Lehrer be
arbeiten. Vorsitzender ist Hauptlehrer Eversmann aus Legden.
Das Mür:sierla::d, das Sauerland und das Mindencr Land stellen
je ein Mitglied; aus dem Jndustriebczirk sollen zwei Kollegen dem
Ausschuß angehören. Für das Sauerland wird Kleinfeller aus
Freienohl benannt.
1«. Kaßenstand. Der Kaßenführer kann die erfreuliche Mit
teilung machen, daß die allcrn:eisten Ortsvcreine restlos gezahlt
haben, sodaß die Verpflichtungen der P. P. gegenüber erfüllt wer
den: konnten. Aus cirwr besonderen Aufstellung in unserem Ver-
bandsovgcm soll jeder Verein ersehen können, wie es mit seinen
Zahlungen aussieht.
11. Pädagogische Post. Es liegen Aeußerungen einer ganzen
Anzahl von Ortsvereinen zur Ausgestaltung und Erscheinungs.
weise vor Mit dem Vorstand sind alle für ein zweimaliges Er
scheinen in der Woche. Aus wirtschaftlichen Gründen wünscht der
Vorstand das Großberliner Format (Zeitungssormat). Er wird
sich an den Zcitungsausschuß wenden, damit diese Aenderung
sobald als möglich durchgefiihrt wird. Bei einen: Umfang von etwa
20 Seiten in der Woche muß der Bezugspreis für das nächste
Wierteljahr 000 Mark betragen. Dabei ist Voraussetzung, daß
keine weiteren erheblichen Preissteigerungen eintreten. Sollte das
gler der Fall sein. so spricht sich der Vorstand für eine Ver
ringerung des Umfanges aus.
12. Beitrag. Der an die Kaste des Provinzialvcvbandes für
das erste Vierteljahr 1923 zu entrichtende Beitrag wird auf
800 Mark für bas Mitglied festgesetzt. Darin sind auch die Kosten
für den Deutschen Beamtenbund, den Preußischen Beamtenbund,
dcn Gescn'.tverband, die Preußische Abteilung und das Sterbe
geld wie auch Mittel für unseren Zweigverband und das Zeitungs
geld enthalten. Von allen Ortsvereinen wird bestimmt erlvarl.-t,
daß sie die Beiträge ungesäumt einziehen und sofort an den Kaßen
führer einsenden. Kein Kassierer eines OrtsvereinS möge mit der
Einzahlung werten, bis er sämtliche Beträge eingenommen hat.
Sobald nennenswerte Beträge eingegangen sind, müßen sie unserer
Kasse zugeführt werden. Nur dann ist auch dem Provinzialvcr-
band die Erfüllung seiner Verbindlichkeiten möglich.
18. Hauptversammlung oder Bertreterversammlung. Dep
Vorstand spricht sich dafür ans, die Hauptversammlung im nächsten
Jahre wegen der äußerst hohen Kosten ausfallen zu lasten unv
dafür eine Vertrctertzersannnlung am Ostrrmittwoch in Soest oder
Iserlohn abzuhalten. Die OrtSvereine werden gebeten, sich zu der
Angelegenheit bis zum 25. Januar beim Vorsitzenden schriftlich za
äußern. Erfolgt keine Mitteilung, so wird das als Zustimmung
zu dem Vorschlage des Vorstandes angesehen.
14. Wunsch. Zum neuen Jahre entbietet der Vorstand allen
Orlsvereinen rmd Mitgliedern seine besten Wünsche. Damit vcr«
bindet er seinen herzlichsten Daiük für die im ablaufenden Jährt
bewiesene Verbandstreue und Opferwilligkeit, die sich auch ins
neuen Jahre bewähren mögen.
Dortmund, den 19. Dezember 1923.
Der Vorsitzende: Der Schriftführer;
Weidekamp. Schumacher.
Stützt die Bekenntnisschule!
Wo nur eine wichtige Versammlung des Katholischen Lehrerver
bandes stattfand, da hat er sich mit aller Entschiedenheit aus der
vollsten Ueberzeugung seiner Mitglieder heraus für die Bekenntnrs-
schule ausgesprochen. Durch Unterschriftensammlung soll nun in
der Zeit vom 7. bis zinn 21. Januar 1923 der Wille des katholischen
Volksteils bekundet roerden, unter allen Umständen an seiner kon-
ftßionellcn Schule festzuhalten. Di:rch Versammlungen in Stadt
und Land soll über die Wichtigkeit der Frage Aufklärung gegeben
und zum entschiedenen Eintreten für unsere katholische Schule an
gespornt werden. Da erachte ich es als eine ganz selbstverständliche
Pflicht aller Mitglieder unseres Kath. Lehrcrverbandes, Provinz
Westfalen, daß sie sich nicht nur durch ihre Unterschrift für unsere
Schule entscheiden, sondern auch nach Kräften für die Erreichung
einer möglichst großen Zahl von Unterschriften Sorge tragen. In
seiner letzten Sitzung beschäftigte sich der Vorstand mit dieser An
gelegenheit. Er hat den maßgebenden Kreisen eine Anzahl Redner
namhaft gemacht und er bittet auch auf diesem Wege, daß allerorten
möglichst viele Mitglieder unseres Verbandes stir die gute Sache
wirken mögen. Wer sich als Redner zur Verfügung stellen wich
teile dies dein Unterzeichneten :nöglichst bald mit. Von welch un
geheurer Wichtigkeit der Ausfall der Unterschriftensammlung, dis
von der Katholischen Schnlorganisation ausgeht, für die Schule
überhaupt und ganz besonders für die Diasporaschulen ist, daS
braucht unseren Mitgliedern wohl nicht näher dargelegt zu werden.
Ich bin gewiß, daß unsere Mitglieder auch bei dieser Gelegenheit
voll und ganz ihren Mann stellen werden.
Joseph Weidekamp.
Unsere Liste zur Neuwahl der Bezrrkslehrerkammer Arnsberg
am 27. Janua '»23.
In einer Sitzung der Vorsitzenden der Ortsvereine des Kath.
Lehrerverbandes im Bezirk Arnsberg am 29. Noven:ber in Dort
mund wurde nach gründlicher Erörterung aller in Frage kommen
den Punkte der nachstehend abgedruckte Wahlvorschlag aufgestellt.
Ganz selbstverständliche Pflicht unserer Mitglieder ist es, nur diese
Liste zu wählen. Doch damit nicht genug! Es gilt auch, alle die
jenigen, die zwar unserem Versande nicht angehören, aber die doch
im Herzen seine Grundsätze anerkennen, für die Wahl dieser Liste
zu gewinnen. Wer die Liste durchsteht, wird finden, daß sie die
Gewähr dafür bietet, daß die Interessen der Mitglieder unseres
Verbandes wie bisher, so auch in Zukunft nachdrücllichst vertreten-
werden können, wenn ein jeder bei der Wahl seine Pflicht erfüllt.
Hauptliste.
1. Lehrer Weidekamp, Hamm i. W.
2. MittelschnIIehrer K a u f h o l d, Dortmund.
8. Hanptlehrer Rohde, Ramsbcck.
4. Lehrer Schumacher, Bochum. >
5. Lehrer Gathmann, Arnsberg.
6. Lehrer Greff, Gelscnkirchen. )
7. Lehrer ElleS, Hagen i. W.
8. Hanptlehrer Propst, Westernkotten.
9. Rektor Schneider, Siegen. /
10. Rektor Niclas, Witten.
11. Lehrer WeSkamp, Hörde.
12. Hilfsschullehrer Dünschede, Hörde
Liste der Stellvertreter.
1. Lehrer Hirschmann, Hamm i. W >
2. Lehrer Linnhoff, Dortmund.
3 Hanptlehrer Horn, Niedermarsbera
4. Lehrer L e n n i g, Bochum.
5. Lehrer W e g e n e r, Eickel.
6. Lehrex Sasse, Lippstadt.
7. Harlptlehrer Wieners, Kirchhundem.
6. Lehrer Becker, Iserlohn.
9. Lehrer O e l, Drewer.
10. Lehrer Schindler,' Olpe.
11. Lehrer Schleicher, Witten.
12. Lehrer Beyer, BerahosermarL

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.