Sette 334
Pädagogische Post
yitr. 2
PrekkprüfungSstellen im Bcz. Düsseldorf dar. In den Großstädten
sind die Preise noch wesentlich höher.
Bezeichnung der Ware:
Okt. 1921:
Stov. 1921»
Dez 1921:
Jan. 1922
Weizenmehl
4.40
5.14
5L0
6.20
Roggenmehl
3.10
3.17
3.45
3.47
GrieS
4.92
5V2
5.95
055
Graupen und Grütz:
£äfer-Hüttcn
— 4 25
5.12
„ 5.55
6.43 -
.4.75
üh47
5.88
5L7
Erbsen
4.30
5.03
5.50
5.13
Linsen
680
8.50
8.87
8-20
Speisebohnen
4.05
4,70
5.15
5.65
Reis
5 00 '
5.96
700
7.75
Zucker
5.62
6.40
6.30
7.35
Tilsiter Käse
22.80
27.72
30.00
37.20
Holländer Aase
28.76
38.20
36 50
40.25
Butter
36.84
47.45
50.30
50.50
Margarine
18.07
31.12
27.25
2435
Schmalz
21.36
35.60
32.10
30.70
Speiss'öl
24.63
41.20
40.00
41.90
Backöl
21.47
35.40
3520
35.80
Rindfleisch
14.60
15.30
16.50
19.15
Kalbfleisch
14.70
15.00
10.75
19.25
Schweinefleisch
21.90
24 60
25.80
26.66
Haurm-elfleisch
12.75
14.10
1150
17.88
Pferdeflnsch
8.65
8.4s
10.20
11.45
Frischwurst
16.95
20.61
22.60
23.58
Dauerwurst
27.70
3311
35.20
36.30
Schinken
29.96
33.: >6
35.70
35.50
Speck
25.40
30.(0
32.00
32.74
Kaffee
29L0
-16.1U)
45.50
54.90
Tee
34.71
45.40
48,80
59.60 '
Kakao
21.05
26.60
29.00
33.20
Chokolade
30.00
34.53
3500
37.30
kondensierte Milch
11.43
15.30
16.80
18.84
Nudeln
8.94
9.56
9.73
10.65
Apfelringc
11.99
12.55
13.50
15.12
getrocknete Pflamuen
7.7?»
9.90
10.90
12.75
frische Aepfcl
2.8«
3.68
5.25
5.40
frische Birnen
2.81
3.66
4.70
4.70
Eier (das Stück)
3.09
3iX)
4.90
5.00
Kartoffeln
1.02
1.24
1J36
1.65
Rotkohl -
1.26
1.80
2.00
1.58
Weißkohl
1.28
1 45
167
2.97
Wirsing
1.70
1.77
2.00
32>4
Möhren
113
1,63
1.60
2.21
Vollmilch (das Liter)
3.87
4X5
5.55
6.49
Han-brantckohlc
24.90
26 60
36.16
39.00
Kokö
27.80
30.00
•10.0*5
42.25
Toilcttrnfeife
19.90
28.50
30.70
30.45
Herrensttefel
290.00
398.00
435.00
470.00
Dmnenstiefet
290.00
362.00
400.00
417.00
Eierbriketts
2»160
28.50
33.00
38.05
Irr Berlin lebt man ja btt ger als hier im Westen, das be
stätigt rin unverdächtiger Zeitgenosse, nämlich der Verfasser der
„unpolitischen Zeitläuse", die in der Zentcumsvresse allwöchentlich
erscheinen. Er Hot sich von seiner Köchin die Kosten für eine
Miltagsnrahlzeit von vier Personen nach Vorkriegs- und heutigen
Preisen ausrechnen lassen. Wir lassen sie folgen, fügen aber noch
einen dritten Preis hinzu, nämlich den. der augenblicklich bei uns
gilt
Sonntag:
3 Psd. Sauerkraut 0,15 (jetzt 9,00 M) 12 M
1 Psd. Erbsen zum Brei
nebst Fett 0.25 (jetzt 8,00 -f) —
1 Prd. ger. Schweineft. 0,60 (jetzt 25.00 Jt) 38 00 JK
Im ganzen 1.00 (jetzt 42,00 M) 58,00 M — + 16.00 Jl
Montag:
1 Ltr. Milch zur Suppe 0,17 (jetzt 6,20 Jl) 7M A
6 Psd. Kartoffeln mit
Petersilie und Fett 0.23 (jetzt 21,00 .tO —
Im ganzen 0,-10 (jetzt 27/20 M) 28,00 H
Donnerstag:
Weißkraut gedampft 0,10 (jetzt 10,50 —
4 Pfd. Kartoffeln zu Brei
nebst Fett 0,22 (jetzt 14.00 Jl) —
1 Pfd- Preßwurst 0.30 (jetzt 24,00 M) 32,00 Ji
Im ganzen 0,62. (jetzt 43^0 JC) 56,50 A = + 8,00 M
Freitag:
Milchsnppe 0,16 (jetzt 6,20 ,#) 7,00 M
^ Pfd. Kartoffeln zu Ge-
' müse nebst Fett 0,25 (jetzt 21.00 Jt) —
? Heringe 0.16 (jetzt 3,60 Jt) 5,00 M
Ins flanken 0,57 (jetzt 30,80 JH\ 33,00 A =? :fc 2-20. A
Diese vier „opulenten^ Mahlzeiten sind also in Berlin um
26 Mark billiger herzustellen als bei uns. Aber selbst für die Ber
liner Verhältnisse bleibt die Tatsache bestehen, daß Tausende von
Beamten heute noch ein Einkommen haben, das allein durch Be"
fchaffung von Mittagessen in obiger Preishöhe aufgezehrt würde.
Und da behauptet Dr. Hermes: »Die Gehälter haben sich der
Preisbewegung angepaßt.*
Wen die Götter strafen wollen, schlagen sie mit Blindheit.
Die Zahlungen an die Beamten.
BerUn, 15. März. Der Beamtenausschuß des Preußischen Land
tages beschäftigte sich in feiner letzten Sitzung mit der geplanten Neu
regelung der Bcamtenbezüge. Ministerialdirektor Weher teilte zunächst
d e schon durch die Presse bekannten Regierungspläne mit. Preußen
werde sich dafür einsetzen, daß die Zahlungen schnell erfolgen und daß
die Gehälter schon vor dem 1. April bezahlt werden. Im Ausschuß ist
man allgemein der Ansicht, daß die Bezüge cn die Lehrer, Pensionäre
und Hinterbliebenen schneller gezahlt werden müßten. RegierungSrat
König teilte noch mit, daß die Wirtschaftsbeihilfen, die zunächst nur auf
Orte m'.t Eisenbahndienststellen ausgedehnt worden seien, auch in klei
neren Orten gezahlt werden müßten. Wie weit die Wirtschaftsbeihilfen
durch die Neuregelung der Beamtenbezüge wieder in Wegfall kommen
könnten, müsse noch näher geprüft werden. Abg. Baumhoff (Zentr.)
wünschte wesentliche Erhöhung der K'nderznlage. Seine Fraktion werde
im Reichstag den Plan, der jetzt vorliege, nicht genehmigen. K. V.
96 114 750 Mark
Verlust kanii Preußens Lehrerschaft am 31. ärz
1922 endgiltig ihrem Gehaltskonto abschreiben.
Warum?
Das B. D. G. vom 17. Dezember 1920 sah für die Lehrerschaft,
um ihr dieselben Aufstiegsmöglichkeiten wie den Beamten an Post, Bahn.
Gericht usw. zu geben, die Einrichtung von Konrektorstellen vor. Wäh
rend nun die übrige Beamtenschaft solche Aufstiegsmöglichkeiten, z. B.
durch die Ernennurig zum Eisenbahnamtmann sogar bis Gruppe 10
— von den noch günstigeren Verhältnissen bei manchen Gemeinde-
beamten ganz zu schweigen — längst erhalten hat. wartet die
Lehrerschaftnach Verab sch iedung der Besoldungs
gesetze nun schon 1% Jahr auf d i e Errichtung der
Konrektor st eilen, die ihr den Auf stieg in Gruppe 9
brin gen soll.
Sicherm Vernehmen nach beabsichtigt nun endlich eine Großstadt
nn rheinisch.westfälischen Jnduftriebezirk zum 1. April d. Js. die Errich
tung von rund 150 zwilrektorstellen.
Würden wir die Verhältnisse dieser Großstadt auf ganz Preußen
überkragen, so müßten in Preußen mindestens 15 (XX) Konrektorstellen
eingerichtet werden. Da nun eigentlich das B D. G. rückwirkende
Kran bis zum t. April 1920 hat. so ftub 15 000 Lehrern und Lehre
rinnen für zwei volle Jahre die Ilnterschiedsbeträge zwischen Gruppe 8
und Gruppe 0 verloren geganger».
Vor einiger Zeit wurden von mehreren Regierunge»r die älteren
sogenannten Zkvrschenlehrer (Hauptlehrer, Hilfsschullehcer usw.) in
Gruppe 9 eingereiht. In Ortsklasse C erhielten die nach Gruppe 9
aufgeftuften Zwlschenlehrec an Nachzahlung den Unterfchiedsbetrag zwi
schen Gruppe 8 und 9 siir zwei Jahre in Hohe von 6603.75 Mark, die in
Gruppe 9 aufgeftuften Zwischenlehrerinnen erhielten eirre Nachzahlung
in Höhe von 6015,45 Mark.
Würde man bei oben genannten 15 000 Konrektorstellen zwei Drittel
ttiit Lehrern und ein Drittel mir Lebrerimien besehen,
was dem Zahlenverhältnis entsvrechen würde, und Ortsklasse 0
3»r Grundlage der Berechnung machen. — nach dem neuen Ortsklassen-
oerze chnis würde vielleicht sogar eine Berechnung nach Ortsklasse B
zutreffender fein — so haben die preußischen
Lebrer 10 000X0603.75 JT — G6 037 500 Jt verloren
die Lehrerinnen 5000X6015.45 M — 30 077 250 Jl verloren
Gesamtverlust der Lehrerschaft Preußens
in zwei Jahren: 96 114 750 Jl
Und warum? Weil in Preußen sich Staat und Gemeinden um die
Aufbringung der Kosten streiten. L.
rrTT-T-rrrTTTTrTL*iiiijt,.i,.i Lmtiiuniimiiiinlimni)
Aus den Vereinen.
® 1
Kath. Lehrerverband d.D. R.,Provinz Rheinland E.B.
Duisburg. 11. März 1922.
An den
Herrn Minister für Wissenschaft, Shunt und Volksbildung
Berlin.
Seit dem 1. Oktober 1921 stehen auch den RuhegehaltsenTpiän-
gcrn und den Hinterbliebenen der Beamten und Lehrer erhöhte
Bezüge zu. Während die Lehrer — wenn auch zum Teil mit erl>?b-
licher Verzögerung — in den Genuß der erhöhten Bezüge gesetzt
sind, warten die Ruhegehaltsenrpsänger und die Hinterbliebenen bis
heute noch aus Auszahlung derselben. Auf eine Anfrage bei der
Negierung in Düsseldorf erhalten wir die Auskunft, daß vom Herrn
Minister noch keine entsprechende Anweisung getroffen sei. Die
Notlage der so Geschädigten ist groß. Sie haben die Erhöhungen
mindestens ebenso notig als die Beamten. Sie ungünstiger zu be-
basidrln als diese, ist ein Unrecht. Die Unzufriedenheit darüber
wächst von Tag zu Tag. U. E. ist der Herr Minister diesen Not-
leidenden gegenüber verpflichtet, öffentlich zu erklären.

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