Nr. 28
Paoagogna^.
tSeTfc 433
Griechenland: St. Paulus, St. Andreas (dort gemartert).
St. Dionysius, der Areopagite, gewonnen durch die Pauluspredigt
in Athen, Bischof und Märtyrer.
Die übrigen Balkanländer, schon zu Apoftelzeiteu
missioniert von Apostelschülern und deren Nachfolgern, im 10. Jahr*
hundert samt Griechenland dem griechischen Schisma herfallen.
Spanien und Portugal: Schon zu Apostelzeiten missio
niert, St. Paulus dort. Grab des hl. Apostels Paulus d. A zu
Compostella, ein Stützpunkt des Christentums, Wallfahrtsort. Vom
6.—15. Jahrhundert unter islamischem Joch, standhaft trotz großer
Verfolgungen.
Karl d. Gr. errichtet in der spanischen Atark im Lknnpfe
gegen die Sarazenen einen Tamm gegen weiteres Vordringen des
Islam nach Norden. Der Spanier St. Dominikus: Stifter
des Prediger-ordens. Missionare gegen die damaligen Jrrlehrer in
Spanien und Südfrankreich und Weltmisiionare, namentlich in der
neu entdeckten Welt. Christoph Columbus als Bahnbrecher für die
großen Außenmissionen in der neuentdeckten Welt. Die Missiorcn
zuerst unter spanischein und portugiesischem Schutz. Spanische
Jesuiten haben auch jetzt noch zahlreiche Missionen.
Frankreich: Schon im 2. Jahrhundert stand dort das
Christentum in großer Blüte, eigentl. erst. Missionare mit Namen
nicht bekannt. Chr-istenverfolgungen: Montmatre bei Paris:
Martyrerberg. Pariser Seminar als Bildungsstätte zahl
reicher Missionare bis in die jüngste Gegmwart hinein. Lyon:
Wiege des Weltvereins zur Verbreitung des Glaubens und des
Kindheit-Jesu-Vcreins.
England: Gregor der Gr., Papst im 6. Jahrh., entsandte
den Benediktiner Augustinus zur Missionierung der Angelsachsen
mit größtem Erfolge. (Z. B. St. Bonifatius und Begleitung
angelsächsische Benediktiner.) Jetzt England Diaspora, doch überall
kath. Leberc, sogar einen Kardinal in W e st'm i n st e r. Erz. b. v. W.
St. Ansrlmus, Kirchenlehrer. Im 16. Jahrhundert durch
König Heinrich VITT, der Irrlehre verfallen, englische Hochkirche,
Katholikenverfolgungen: Märtyrer, u. a. der englische Kanzler
Thomas Morus. Hl. Könige: Eduard u. Edmund:
Äldartyrer. Irland: Apostel St. P a t r i z i u s, 5. Jahrh.
Katholische Treue der Iren und große Dankbarkeit gegen ihren
Apostel bis heute trotz eines 300jährigen Klüturkampfes gegen ihre
englischem Bedrücker.
Schottland: St. Kolumban, Apostel, irischer Abt, 6. Jahr
hundert.
Dänemark, erster Glaubensbote: St. Willibrord,
angelsächsischer Benediktiner, dann St. Ansgar, ebenfalls
Benediktiner aus Corbie in Frankreich, König Kan nt, Märtyrer.
Norwegen: Apostel: der hl. Ansgar, nordischer Glau-
bensbote, dann der König Olaf im 11. Jahrhundert, mit Hilfe
englischer und deutscher Priester, Grab im Throndjemer Dom.
trotz der Glanbensspaltung im 16. Jahrhundert, erhalten und ver
ehrt. Jesuitenmission, Josephsschwestern.
Schweden: Ansgar ebenfalls. St. Birgitta. Glaubens
spaltung: König Gustav Adolf und seine Einfälle in Deutsch
land. Religionskrieg.
Die Schweiz: Erst durch römische Christensoldaten, dann
durch den hl. Fridolin, Kolmnban. Ire Gallus (95 I.) und dessen
Schüler (Benediktiner) missioniert. Vorrecht der kath. Schweizer:
Päpstliche Palastwache, Schweizer Garde seit 1506.
Belgien und Holland: Erste Missionierung durch
römisck-e Soldaten, später nach Chlodwigs Bekehrung allgemeine
Christianisierung.
4. Die übrigen Erdteile.
Asien: Vorderasten also: Palästina, Kleinasien, Persien,
Arabien früh durch die Apostel und deren Schüler missioniert, jetzt
ßNissionsland der Franziskaner, Benediktiner, Jesuiten, schwierig,
weil ganz vom Islam ^durchsetzt. dem .Hauptieind der christlichen
Mission, dazu in Syrien und Kleinasien das griechische Schisma,
in Palästina die Juden. Palästina: Verein vom hl. Lande
^Kollekte am Karfreitag). Auf dem Berge Sion: Dom Mariä
H e i m g a n g, Schenkung des Grundstücks durch Kaiser
Wilhelm II. 1908.
Die Frai'.ziskaner Beschützer des hl. Grabes.
Türkei, Persien (sowie Ost- und Südosteuropa)
O r i c n t m i s s i a n, sehr schwierig. 20 Orden und Kongregationen
in Schultätigkeit und Krankenpflege. St. Johannes Chryso-
stomus, Bischof von Konstantinope: t 127.
China : St. Tbomas soll schon dort gewesen sein. St. Franz
Xaver hatte die Absicht, starb aber auf der chinesischen Insel
Sancian, bevor er das Festland betreten, erst nach seinem Tode
durch seine Mitbrüder zuerst missioniert im 16. Jahrhundert, nach
dem schon hier und da durch arianikche Christen einige Gemeinden
seit dein 8. Jahrhinldert gegründet waren, dann aber wieder ver
schwanden.
Jetzige Missionare: Jesuiten, Franziskaner, Väter vom Hl.
Geiste, Stehler Missionare und zahlreiche Schwestern. 2 katholische
Universitäten, 8 protestantische. Die protestau-siche Mission von
Amerika aus mit ihren unerschöpflichen Mitteln eine große Gefahr
für die katholische Mission daselbst.
Japan: Zuerst durch Sr. Franz Xaver Uiid seine Gefährten,
danil 300jährige Verfolgung, viele Christen standhält ohne Priester
und Kirche bis zum 19. Jahrhundert, wo die Missionierung von
neuem begann. Missionare: Jesuiten, Stehler Missionar:, neuer
dings wieder deutsche Missionare zugelassen. Katholische Universität
Tokio, sehr angesehen.
Märtyrer von Gorkum (26): Jesuiten, Franziskaner und
Eingeborene.
Indien: Erster Missionar höchstwahrscheinlich St. Thomas.
Apostel Jesu Christi, später portugiesische Franziskaner und
Dominikaner (nach der Entdeckung Amerikas) die Portugiesen als
Schutzherren über die eroberten Gebiete und ebenfalls über die
Missionierung. Hauptmissionar: St. Franz Xaver, seine wunder
baren Erfolge. St. Franziskus-Xaverius-Missionsverein in seiner
Weltbedeutung. Die Jesuitcnmissionen (leider den Deutschen nun
entrissen) in Bombay und Puna. Bedeutende Missionare der
Jetztzeit in dieser Gegend: Bischof Döring und P. Bath, 8. J,
Afrika: Norden, früh blühendes Christentum durch Apostel
schüler, 300 Jahre lang: St. Katharina, St. Augustinus, St.
Clemens und St Cyrillus v. Alexandrien (Kirchenlehrer), die
Einsiedler der Thebäischen Wüste, dann arianische Sekten, später
der alles Christliche zersetzende Islam. Westafrika: Port. Kolonien»
mit den Eroberern gleichzeitig die Missionare. Sväter Sklaven
handel durch die Portugiesen im Westen, die Englands im Süoen,
die Mohammedaner im Osten und im Innern, sodatz wohl 20 Mil-
lionen Neger im ganzen nach grausamen Sklavenjagden verschleppt
wurden. Dies entdeckt durch Ascikawrichcr, besonders Stanley
Wisman. 1690 große Antisklavereibetoegung, ins Leben gerufen
durch den berühmten heüigmäßigen Kardinal Lavigerie von Algier,
mit großem Erfolge, den man nicht zum mindesten der tatk-ästigen
Unterstützung des Papstes Leo Xi II. verdankt. (Märtyrer vor»
Uganda (1895), junge Christen, durch Benedikt XV. selig ge
sprochen.) Die vertriebenen deutschen Missionare in unsern
Kolonien, ersetzt durch französische, belgische und amerikanische.
Die Standhaftigkeit unserer Christen in Dar-esssalam und im
Kongo. Nordafrika säst ganz mohammedanisch Britisch-
Südafrika: Die protestantische Mission in großen» Ueber»
gewicht.
Amerika: Centralanrerika und Texas blühende Missions.
gebiete gleich nach der Entdeckung, später durch die Lasterhaftigkeit
der Europäer stark beeinträchtigt, durch focttvähr->nde Kriege zer
stört, erst jetzt wieder möglich, doch durch kirchenfeiudliche Gesetz
gebrmg und Priesiermangel sehr behindert.
Nordamerika: Alaska und Kanada, sehr schwierige
Jndianermission (Eisregion, Armut), Jesuiten hauptsächlich.
Union: Diaspora, doch sehr rege Katholiken, die selbst wieder
viele Missionare und Geld spenden für die auswärtigen Missionen.
Benediktiner, Jesuiten, Franziskaner, Redemptoristen u. a. neben
vielen Weltpriestern. Negerapostel Amerikas: St. Petrus
Clav er. (St. Petrus El. Sodalität.)
Südamerika: Apostel Perus : Der hl. FranzSola-
uns, Franziskaner. Brasilien: missioniert durch deutsche
Jesuiten, Franziskaner, Stehler Missionare. Große Bedeutung
der Missionsschweftern zur Gewinnung der Franemvelt. zur Kinder
erziehung und Krankenpflege.
Chile: Deutschfreundlich, jetzt hauptsächlich für deutsche
Missionare und Auswanderer.
Argentinien, Paraguay, Uruguay: Sehr schwie
rige Missionsfelder durch kirchenfeindliche Verfolgung, Priester-
mangel, weite Entfernungen: Jesuiten, Franziskaner, Domini
kaner, Redemptoristen u. a.
Australien und die S ü d s e e: In letzterer noch ein Drittel
i>cr deutschen Missionare tätig, besonders Stehler.
A p o st e l der S ü d s e e : P. Damian de Neuster: Aussätzigen-
apostel auf der Insel Molokai: Aussätzigendörfer, alle Aus
sätzigen von Ozeanien dahin gebracht. Stifter der Damianbrüder.
Mutterhaus in Löwen.
Lchülerführungen durch Kirchen und
Museen.
Von C. Becker. Köln.
Eh? wir der Frage nähertreten, was wir mit unseren Kindern
in Kirchen und Muse?n wollen, ist es vielleicht zweckmäßig, zunächst
einmal festzustellen,, rvas wir nicht wollen.
Vorab nicht die Rolle eines Schäferhundes spielen. Es machte
einen komischen Eindruck, wenn manche „Führer" (meist sind eS
Führerinnen) ihre Hauptaufgabe darin sehen, die Kinder möglichst
von allen Kunstir»erk?n fernzuhalten, die nach ihrer Ansicht „urran-
ständig" sind, ohne zu bedenken, daß es unmöglich sein wird. Groß-
siadtkindern Nacktdarftellungen auf die Dauer vorzuenthalten, und
daß es darum besser ist, daß das Kind unter verständiger Führung
allmählich herangeführt wird. als wenn sie ihm später von andevey!
Seite und vielleicht in anderer Absicht nahegebracht werden.
Ebensowenig kann es unsere Aufgabe sein. den Kindern rtmrjt
kunsthistorstchen Entwicklungsgang zu bieten oder uns für eine be,
stimmte Kunstrichtung einzusetzen, „Stil ist Missal". In der

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