Nr. 33
Pädagogische Post
während dies bei den bessergestellten Einkommenstufen nicht oder
Nicht in demselben Maße der Fall ist. Außerdem waren die ersten
Forderungen der Organisationen schon von vornherein so gehalten,
daß sie nnr äußerst geringe Abstriche duldeten, ohne unter das unter
allen Umständen Notwendige herabzusinken. Ferner muß von uns
großer Wert darauf gelegt werden, daß sür die Bemessung des Kopf-
zuschlages derselbe Prozentsatz in Anwendung kommt, wie für den
allgemeinen Tcuerungszuschlag. Diesem Grundsatz hatte die Re
gierung im Jamrar bei Einführung des Kopszuschlages zugestimmt.
Sie har ihn bei Erhöhung desselben im Dlärz weiter angewandt urld
auch der Reichstag hat bei diesen weitergehenden Beschlüssen diese
Gleichheit aufrecht erhalten. Gegenüber den Gesamtauswendungen,
die nach Aussage der Regierung bei Durchführung ihres zweiten An
gebots mit allen Auswirkungen auf Länder, Gemeinden. Kriegsrent-
uer usw. 46 Milliarden betragen sollen, konnte die geringfügige
Differenz vorr 100g,— Mark zwischen dieser Regelung und der letzten
Gewerkschaftsforderung finanziell keine ausschlaggebende Rolle für
die Regierung spielen. Sie hat trotzdem, lediglich dem Prinzip zu
liebe, daß diese Gleichheit in der Berechnung des Kopf- und des all
gemeinen Teuerungszuschlags durchbrochen werde, das auch von den
Gewerkschaften ehrlich erstrebte Einverständnis scheitern lassen. Die
von der Regierung hierfür angeführten Gründe, können von uns als
stichhaltig nicht angesehen werden. Von einer Nivellierung der Ein
kommen ist nicht die Rede. Während z. B das Anfangseinkommen
eines ledigen Beamten der Gruppe .711 in Ortsklasse A sich zu dem
der Gruppi- xiil nach dem letzten Regierungsangebot verhält wie
1 zu 2,86 beträgt dieses Verhältnis nach der letzten Forderung der
Organisationen 1 zu 2,83. Zwischen Gruppe III und Vll lauten
die Zahlen: Nach dem Regierungsangebot 1 zu 1,29, nach den For
derungen den Organisationen 1 zu 1,2s. In den ersten Forderungen
der Organisationen war dasselbe Verhältnis zwischen III und Xlll
1 zu 2,70, zwischen III und VII 1 zu 1.26. Der wirkliche Ein
kommensunterschied betrug jedoch in der ersten. Forderung der Or
ganisationen zwischen Gruppe III und VII 10 560,— 2>tark, zwischen
Gruvpe 111 und XIII 67 200. —Mark; bei den letzten Forderungen
der Organisationen betrugen diese Unterschiede zwischen III und
XIII 68 300,— Mark, zwischen III und VH 10 890,— Mark, sie
waren also durch diese Forderung, absolut genommen, erweitert.
Bei der Höhe des absoluten Unterschiedsbetrages kann von einer
Nivellierung nicht gesprochen '.verdcn, wenn auch die Verhältnis-
zahlen um wenige Zehntel oder gar nur Hundertstel verringert sind.
Wenn in den Verhandlungen von einem Regierungsvertrcter gele
gentlich darauf hingewiesen wurde, daß die Beurteilung einer .Be
soldungsregelung sich danach zu richten habe, was für die einzelne
Gnrppe herauskomme und ob das genügend sei, und nicht danach,
was andere Gruppen erhalten und daß die Regierung eine Beurtei
lung, die von dem Gesichtspunkt des Neides der Besoldungsgruppen
untereinander diktiert sei, nicht anerkennen könne — so müssen die
Organisationen, die diesen Standunkt grundsätzlich teilen, verlangen,
daß er auch vom Gesichtspunkt der höheren Besoldungögrrchpeu aus
zur Anwendung kommt. So gesehen, bedeutete der zweite Vorschlag
der Organisationen für alle Besoldungsgruppen eine Verbesserung
um 1000— Mark gegenüber dem letzten Regierungsangebot, für die
unteren Besoldungsgruppen jedoch immerhin einen kleinen Abstrich
von unseren ersten Forderungen, während diese in den oberen Grirp-
pen erreicht, in Gruppe XIII sogar um 550,— Mark überschritten
worden wäre. Angesichts dieser Umstände konnten die Organisa-
tionen den von der Regierung vorgetragenen Argumenten eine Be
rechtigung nicht zuerkennen.
Die Bundesleitung.
Flügel. Dr. Böltner.
Jahres- und Rechnungrbericht der
Hermann-Hubertus-Stiftung
für die Zeit von 1. Januar 1921 bis 31. Dezember 1921.
„Witwen-, Waisen, «nd Sterbekaffe der Lehrer des Kath. Lehrer.
Verbandes der Provinz Westfalen, Sitz Bochum."
Gegründet 1892. Fernruf 96. Postscheckkonto Köln 10299.
Postfach 24.
Ministeriell genehmigt: 19. Januar 1894.
Geschäftszimmer: Bochum, Kaiser-Friedrich-Platz 6
Staatsaufsicht: Polizeibehörde in Bochum.
Versicherungsteckmischer Gutachter: Birken stock. Versicherungs-
Mathematiker, Berlin; Jordan, Rektor, Letmathe.
Ka ssenzcitung : Pädagogische Post.
Kommissionsverlag und Geschäftsstelle: Verlags, und Lehrmittel-
Anstalt, G. m. b. H., Bochum.
1. Mitglicderbeitrag (§ 5 der Satzung).
1. Das Eintrittsgeld beträgt 15,50 M zuzüglich 1 M sür jedes
Jahr nach dem vollendeten 24. Lebensjahre.
2 Die Höhe des Beitrages beträgt für Nachzahlungen bis 1906
einschl. für das Jähr 10 Ji, bis 1916 einschl für das Jahr
20 Ji, dann lährlich 32 M.
3. Die Hölie des laufenden Beitrages beträgt 32 Ji.
4. Die Zahlung erfolgt jährlich oder halbjährlich nach Wahl bis
zum 10. Januar bezw. 10. Juli jeden Jahres.
2. Höhe des Sterbegeldes und der Pension.
Die Witwen- und Waisenpension wird alljährlich nach Maß
gabe der Kassenverhältnisse von der Mitgliederversammlung fest*
besetzt.
Das Sterbegeld betrug 1921 300 Jl für das Mitglied und
steigt nach zehnjähriger Mitgliedschaft um 50 JL und nach
weiterer zehnjähriger Mitgliedschaft um 50 M bis 400 Ji.
2. Die Witwen- und Waisenpension betrug 1921 160 M und
wurde in halbjährlichen Raten nachträglich, also am 30. Juni
bezw. 31. Dezember des Jahres gezahlt. Die Witwen, deren
Männer einen Jahresbeitrag von nur 10 M gezahlt haben,
oder noch nicht 10 Jahre Mitglied waren, erhielten 120 Ji,
8. Mitgliederbestand.
1. Zahlende Mitglieder Ende 1920
2 Zugang im Rechnungsjahr 1921
3. Abgang im Rechnungsjahre 1921
«) durch Tod 21
d) durch Ausscheiden 1
Bestaub Ende 1921
4. Einnahme und Ausgabe.
A. Einnahme.
1. Kassenbtstand am 1. Januar 1921
2. Eintrittsgelder
6. Beiträge und Nachzahlungen
4. Zinsen und zurückgezahlte Kapitalien
6 Liter. Einnahmen
6. Verschiedene Einnahmen
fl. Ausgaben.
1 Sterbegelder
2. Pensionen
3. a) Verwaltung
b) Gefchäftsz.
«) Sitzungen
4. Kapitalbwegung
5. Drucksachen, Porto u,',v.
750,—
750,—
203,20
5. Berechnung des Kaflenbestandes.
1. Gesamteinnahme
2. Gesamtausgabe
3. Kassenbcstand
6. Schlußrechnung.
1 Gesamteinnahme 1921
ab Kaffenbestand 870,22 Jl
„ Aus dem Scher». 13000,— „
2. Wirkliche Einnahnien
8. Gesamtausgabe
ab Hypothek 2000,— Jl
„ In die Sparkasse 3121,08. „
4. Wirkliche Ausgaben
k. Uebrrschuß (Bermögenszunahme) 1921
7. Bermögensberechnun«.
1 Gesanttvermögen Ende 1920
2. Vermögensznnahme Ende 1921
3. Bermögensaufrechnung (zu 7).
Hypothekenwerte:
u) Bestand 31. 12. 20
b) Zugang 1921
8i0,22 Ji
69,50 „
30800,25
26345,09
10110,20
638,65 „
68 733,91 Ji
9508,— Ji
32370,— „
1703,20 „
5121,08 „
912,60 „
49 614,88 M
68 733,91 Ji
49 614,88 „
19119,03 Ji
68 733,91 Jl
13 870,22 „
64 863,69 Jl
49 614,88 M
5121,08
44 493,80 Jl
10369,89 M

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