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8) Das Peusionskürzungsgefctz ist abzulehnen, da die Borlage ein
Vorstotz ist gegen die im § 126 der Rerchsverfassung garantierten
Beamtenrechte.
9) Dre Lertreterversammlung des Kath. Lehrerverbandes. Provinz
W.stfalen, erklärt sich entschieden gegen die Weiterbeschäftigung
verheirateter Lehrerinnen. sotveit diese nicht wegen
sozialer Notlage der Lehrerinnen erforderlich ist.
Die Beschäftigung verheirateter Lehrerinnen führt nicht nur
in vielen Fällen zu einer Schädigung der Schularbeit, sie kann heute
bei der ungeheuren Notlage der jungen Lrhrer und Lehrerinnen
weder von den Behörden, die diese Lehrerinnen beschäftigen. noch
von den Lehrerinnen, die im Dienst bleiben, sozial verantwortet
werden.
Der Kath. Lehrerverbarrd. Provinz Westfalen, fordert Maß
nahmen (z. B. Gewährung einer Abfindungssumme), welche die
Weiterbeschäftigung verheirateter Lehrerinnen auf wenige Aus
nahmefälle beschränken.
Durch die Annahme dieser Entschließung werden alle zur Besol-
dungsfrage vorliegenden Anträge als erledigt betrachtet Mit der Vor
beratung der zur Geschäftsführung vorliegenden Anträge (1. 2,
8 20 und 30) wird ein Ausschuß beauftragt, der sich aus folgenden Mit.
gliedern zusammensetzt: Rrnsche. Flüchter, Bohle, Günther, Wibbelt,
P-.cper. Aßhauer, Schmies. Leßmann und Ludewig. Flüchter gibt
am anderen Tage den Bericht und es wird diesen Punkten zugestimmt:
1. Es sind zu jeder Lertreterversammlung Verbandsthemen von der
, Pertretersammlung oder vom Vorstand zu stellen. ; ,
L. Die Vorschläge der Ortsvereine sind dabei tunlichst zu berücksichtigen.
8. Die Anträge der Ortsvereine zu den Vertreterversammlungen sind
ln erster Linie zu diesen Verbandsthemen zu stellen.
4. Die Anträge der Ortsvereine müssen sechs Wochen vor der Ver«
treterversammlung veröffentlicht werden. (Satzungsänderung).
6. Die Anträge zu den Vertreterversammlungen können das ganze
Jahr hindurch gestellt werden. Der Vorstand ist verpflichtete, den
Vereinen die Vertreterversammlungen * l * 3 / A Jahr vorher durch die
«Pädagogische Post" bekannt zu geben.
6. Zu spät einlaufende Anträge werden am Schluß der Versammlung
beraten, soweit die Zeit es erlaubt. Ergibt sich aber aus der Natur
der Sach? die Dringlichkeit eines Antrages, so ist er durch Beschluß
der B. V. den ordnungsmäßig eingelaufenen Anträgen gleichzu-
stellen.
„Unsere Stellung zur neutralen Lehrergewerkschaft"
heißt der folgende Punkt der Tagesordnung. Dazu macht der Ge-
sck-äflsführer des K. L. V. des Deutschen Reiches. Weber aus Bochum
folgende Ausführungen:
Der Kath. Lehrerverband des Deutschen Reiches Hai sia oei Ge«
tegenbcit seiner Steglitzer Tagung kür seine Mitglieder als die gewerk
schaftliche Organisation erklärt. Ern gleiches geschah in Stuttgart
durch den Deutschen Lehrerverband. Im August ds. Js. wurde in
Hannover die neutrale Lehrergewerkschaft ins Leben gerufen. Die
Begründer dieser Getoerkschaft fiub der Ansicht, daß sie allein berufen
sei, die gesamte Lehrerschaft zu einen und ihre Forderungen mit Nach
druck und Erfolg zu vertreten. Nednxr bespricht das Programm der
neuen Getoerkschaft und zeigt, daß eS nichts auftveist. was nicht der
Kath. Lehrerverband seit langem vertreten hätte. Nach wie vor sei
der Kath. Lehrerverband eine zwingende Notwendigkeit; er könne
und dürfe auf feine Selbständigkeit nicht verzichten, wenn er feine
Lohen Ziele nicht preisgeben wolle. Eine Zusammenarbeit mit anderen
Verbänden sei nur soweit möglich, als er dabei seine Selbständigkeit
nicht aufzugeben habe. Der Gedanke, die Vertretung der wirtschaft«
liehen und standesrechtlichen Fragen der neutralen Lehrergewerkschaft
zu überlassen und den Kath. Lehrerverband als Kulturverein zu er«
baltcn, könne nicht verwirklicht werden, da einerseits wirtschaftliche
Fragen mit solchen der Weltanschauung stark verknüpft seren, anderseits
di? wenigen als neutral anzusprechenden Fragen sehr wohl von dev
alten Verbänden mit gelöst werden könnten, auch bisher schon mit Er
folg bearbeitet worden seien. Redner weist vor allem ans die Möglich
keit und Notwendigkeit hin, alle auf dem Boden der tatst Welt
anschauung stehenden Lehrer in einem Verbände zusammen zu fassen.
Innerhalb dieser Organisation müsse es möglich fern. alle berechtigten
Ansprüche der einzelnen Lehrergruppen gegeneinander auszugleichen.
Es dürfe diese Arbeit wenn man mehr Erfolg als bisher zeitigen lvolle,
nichr Fernstehenden überlassen werden; das aber werde geschehen,
wenn die Lehrerschaft nicht imstande wäre, ihre häuslichen Verhältnisse
selbst zu ordnen- Der Kath. Lehrerverband vertrete die Interessen aller
Lehrer, nicht bloß einer einzelnen Gruppe, auch wenn sie die stärkste ist.
In der Vertretung seiner Interessen habe er starke Hilfen: das
katholische Volk, die Vertretung m den gesetzgebenden Körperschaften
und im Deutschen Beamtenüund. Der D. B. B. sei zwar auch neutral,
«rber der bisherige Verlauf der Dinge habe gezeigt, daß es selbst in
.reinen Beamtenfragen äußerst schwer sei, die Neutralität zu bewahren.
das werde ganz sicher unmöglich sein in einer neutralen Lehrergewcrk-
-s “
schaft. die letzten Endes nichts anderes sein werde als et» pvet»«<
Deutscher Lehrerverein. Redner empfiehlt die Annahme der Antrag«
sitottuln: 1. 2, 3. sj
Ein Vertreter aus Waltrop tritt für die neutrale Gewerkschaft eiq
und fordert, die Dertreterversammlung wolle beschließen, der K. L. V.,
Provinz Westfalen wolle an den Gesamtverband herantreten, damÄ
er feinen Gewerkschaftsbeschluß von Steglitz wieder aufhebe.
Abgeordneter Gottwald unterstützt die Ausführungen Webers
und zeigt an Beispielen, daß der Kath. Lehrerverband einnr seh«
starken Einfluß auszuüben vermag. Er wendet sich an den Vorredne«
mit der Bitte, ihm doch anzugeben, auf welchein Wege die neutral«
Gewerkschaft ihre Forderungen durchzusetzen gedenke. Der Weg de«
Gewalt müsse wohl ausscheiden; der Weg der Verhandlung sei ad««!
überaus schwer für eine Organisation, die sich, wie die neutrale Go» -
Werkschaft es tue, ganz außerhalb des Volkes stelle und in Kampfstellung?
begebe Eine Antwort wird nicht gegeben.
Gegen acht Stimmen wird dann der vom Ortsverein Nottuln
gestellte Antrag angenommen:
1. Die Vertreterversammlung lehnt die Bildung einer reines
Lehrergewerkschaft ab.
2. Sie sieht im Deutschen Beamtenbund die gegebene Organisation
zur Vertretung der wirtschaftlichen Jnieressen der Lehrerschaft.
8. Sie befürwortet die Beibehaltung und weitere Ausgestaltung
der Arbeitsgemeinschaften der Lehrer und Lehrerinnen zu«
kräftigen Vertretung der Interessen der Lehrerschaft innerhalb,
des D. B. B. (Schluß folgt.)
gmatte
Vereinsanzeigen.
zr
Kath. Lehrerverein für Bochum und Unigegend.
Unser Bereinsmitglied, der langjährige Beibandsvorsitzende
Regierung* und Schulrat Kamp, der wird Mittwoch, d. 11. Januar, morgens 8,45 Uhr, von Freiligrath«
straße Nr. 17 aus beerdigt. Zur Teilnahme an der Beerdigung
laden wir unsere Mitglieder geziemend ein. 8,15 Uhr morgens
Treffpunkt in der Wirtschaft Jmberg an der Bergstraße zur Ge
sangprobe.
Junglehrergruppe Dortmund. Versammlung Freitag, 2en 18. Jan,
1922. abends 8 Uhr in der Hövclpforte, Hövelstr. Jahresbericht. Arbeits
gemeinschaft. Vortrag. Gr. '
Kth. Lehrerverein Wetter und Umgegend. Freitag, 13. Januar,
abend 7L0 Uhr: Generalversammlung im kath. Vereinshaus zu Wetter,
Kaiserstraße 38 (Gesellschaftszimmer): Vorstandswahl, Jahres- -und
Kassenbericht. Bericht des Kollegen Körtenacker über die Bochumev
Jubel- und Vertreterversammlung.
Kath. Lehrerverein Wattenscheid. Freitag, 13. Januar, abends
8 Uhr: Generalversammlung im Vereinslokale: 1. Jahresberichte. L.
Vorstandswahl. (eS scheiden aus der 2. Vorsitzende und der 2. Schrift
führer), 3. Die Delcgiertenvcriammlung in Bochum. 4. Einrichtung
und Besetzung der Konrektorstellcn. 5. Betr. ev. Neuwahl des Ort*
Lthrer-AusschusscS. ' ’
St. L. B. Dülmen nnd Nmgeg. Versammlung Samstag, 14. Jan.,
4 Uhr. Bürgerhaus. 1. Jahresbericht. 2. Kassenbericht. 8. Bericht übe«
Vertreterversammlung. 4. Arbeitsplan 1622. 5. Vortrag:,
Emmericksche Spüren in der Religionsgeschichte. 2. Teil. (Hitlers.) 6,
Ekvfsverteilungsplan für die Grundschule. (Schriftl. Unterlagen mit
bringen) 7. Winterfest. (Bremer.)
Kath. Lehrerverein Lippstadt und Umgeg. Generalversammlung
Samstag. 14. Januar, nachmittags 3,30 Uhr in der «Alten Börse"-
1. Jahres- und Kassenbericht. 2. Vertreterversammlung Bochum (H«
Kappenstigen). 3. Verschiedenes. 4 Neuwahl des Vorstandes. Vor-
staiidssitznng eine halbe Stunde vorher.
Kath. Lehrerverein Neust Stadt und Land. Am Sonntag, 14. Jan.,
nachmittags 3 Uhr: Generalversammlung un Vereinslokal HcrmkeS-
Neuß. 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsablage. 3 Wahlen. 4. Ange
legenheit der Lehersterbekasse des Stadt- und Landkreises Neuß,
6. Vortrag: Die Reform des Lesebuches. Referat Kollege Stumpen-
Düsseldorf.
Kath. Lehrerverband Hildeshcim und Umgebung. 1. Versa mm«:
lung am 14. Januar. 3.30 Uhr. im kath. Vereinshause: 1. Jahre*
und Kasienbericht. 2. Vorstandswahl (1. Vors.. 1. Sck)rtftf., 1. Beisitzer)«
3. Verschiedenes. 2. Arbeitsgemeinschaft Hrldesherm II«
Freitag. 13. Januar. 7,30 Uhr: Schule am Hohnsee. Fr. FoersterS
«Schule nnd Charakter". 3. Arbeitsschule Montag, 16. Januav-
8 Uhr, in der Werklchrer-Bildungsanstalt. a) Richtlinien für den Lehr
plan der Grundschule im Deutschen, b) Referate über Walsemannl
(Grote) und König (Frl. Wiederholt).
Schulze zur Wiesch, Feurich & (So.
Vianogroßhandlung, Dortmund. SSSSSBig
#ÖUPtmeDer!age ^er weltberühmten Aeunich-Pianos für Westdeutschland?
Wellbrlannt, Unübertroffen!;
tjrtrrvtk rPy fTV *>¥V» V \ß Höchste Auszeichnungen! ;j
riiir 3cber Käufer eines Pianos überzeuge sich vor seinem Entschluß von d. Qualität der Feurtch-Änstrument»
Als Mitglied der Verbände den Herren Lehrern besondere Vergünstigung.

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