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Pädagogische Post
-kr. 42
bandsmitgliedern legt er dringend ans Herz, die Bestrebungen der
„Kath. Schulorganisation" durch eifrige Mitarbeit zu unterstützen.
3. Zum Bau des Kanisiushauses bewilligt er einen einmaligen
Beitrag von 5000 Mark."
(Fortsetzung folgt.)
Eine Neuerung im Lehrer-Brandversicherungs-Verein
für Niedersachsen.
Bislang wurden die über die Höchstgrenze von 100 000 Mk. hinaus-
gehenden Versicherungssummen durch die Vermittelung unserer Kasse
in der Bayerischen Versicherungsbank versichert. Das ist nicht mehr der
Fall. Jetzt übernimmt die Landschaftliche Brandkasse in Hannover die
über die Höchstgrenze hinausgehenden Versicherungssummen, und zwar
auch zu dem sehr niedrigen Prämiensatze von 60 Pfg. für jede 1000 Mk..
wenn sich die versicherten Gegenstände unter harter Bedachung
(lose Ziegel, Ziegel in Zement oder Kalk, Ziegel in Strohrocken) befin
den; sind sie aber unter weicher Bedachung (Stroh, Rohr, Schin
deln), so wird ein Vrämiensatz von 3 Mk. pro 1000 Mk. erhoben.
Uebersteigt die Versicherungssumme für einen landwirtschaftlichen Be
trieb (Summe VIII und X unseres Formulars) 20 000 Akk., so nimmt
die Landschaftliche Brandkasie die ganze Versicherung für Landwirt
schaft zu ihren eigenen Prämientarifen. Fürderhin werden nun auch
überall da. wo Rückversicherung eintreten mutz, nur unsere Formulare
A und B benutzt. Formulare mit Fragen und Antworten sind nicht
mehr nötig. Dadurch ist die Aufstellung der Versicherung sehr verein
facht. In Zukunft wird also jede Summe ohne Höchstgrenze für Mobilar
und jeder landwirtschaftliche Betrieb bis 20 000 Mk. von uns bezw.
durch uns versichert. Bei Versicherungen über die Höchstgrenze ist die
Gesamtsumme für den landwirtschaftlichen Betrieb und die Bedachung
der Gebäude auf Seite 2 des Formulars A unten anzugeben. Ich bitte
dringend, dies zu beachten, da Formular A sonst noch einmal auf Kosten
des Versicherten zurückgegeben werden mutz. — Die noch mit der Bayeri
schen Bank abgeschlossenen Rückversicherungen bestehen bis zum Ablauf
der VersicherungsLauer. An die rechtzeitige Kündigung derselben wird
die Geschäftsstelle erinnern.
Auch die prozentuale Erhöhung der Versicherungssumme ist zu
lässig. Da aber durch dieselbe nur diejenigen Gegenstände betroffen
werden, die schon früher in den Formularen A und B versichert waren,
dagegen nicht die Sachen die nach Aufstellung der früheren Versicherung
gekauft sind, so darf dieselbe immer nur als ein Notbehelf gelten. Der
Antrag zwecks prozentualer Erhöhung ist auf gewöhnlichem Papier
(Vt Bogen) einzureichen. Anzugeben ist: Nummer des Versicherungs
scheines. Name, Stand, Wohnort, Kreis, frühere Versicherungssumme,
prozentuale Erhöhung, jetzige Dersichrungssumme. Datum, Unterschrift,
Beglaubigung durch den Bevollm.chtigten.
Die Versicherung sehr vieler Mitglieder entspricht durchaus nicht
dem gegenwärtigen Werte der einzelnen Gegenstände. Sie haben mehr
als Unterversicherung. Wenn sie von einem Brande betroffen werden,
so werden ihnen in jedem Falle ohne Ausnahme nur d i e
Preise bewilligt, die sie versichert haben, da jede Ab
schätzung unter genauer Zugrundelegung der in For
mular B eingesetzten Preise erfolgen mutz. Der Schaden
wird dann immer ein recht fühlbarer sein. Manche Mitglieder haben
bitter bereut, ihre Versicherung nicht rechtzeitig auf eine zeitgemäße
Höhe gebracht zu haben. Was sie infolge der niedrigen Versicherung
an Prämien erspart hatten, war bei einem Brandfall hundertfach ver
loren gegangen. Ich möchte hierdurch jedem Mitglieds die Erhöhung
der Versicherung unter den jetzt doch außerordentlich günstigen Ver
sicherungsbedingungen dringend zur Pflicht machen. Das Reichsauf-
sichtsamt in Berlin gestaltet die Erhöhung unserer Höchstgrenze C100 000
Mark) trotz vieler mündlichen und schriftlichen Verhandlungen seitens
des Vorstandes deshalb nicht, weil unser Vereinsvermögen im Vergleich
zu der Eesamtversicherungssumme noch zu niedrig ist.
Ich bitte, auch den geehrten Kolleginnen hiervon Mitteilung
machen zu wollen-
Zum Schluß darf ich noch um pünktliche Einsendung der erforder
lichen Beiträge bitten auf mein Postscheckkonto Hannover Nr. 53 467.
Heeke, den 15. Mai 1922.
Der Bevollmächtigte des Vereinsbezirks Fürstenau:
Marquart.
Verfügungen
Uebersendung von Mitteilungen der Schule an die Eltern.
Mit Rücksicht auf die nicht unerhebliche Belastung des Haushalts
der öffentlichen höheren Lehranstalten durch Portoausgaben ordne ich
unter Zurückstellung der entgegenstehenden pädagogischen Bedenken in
entsprechender Abänderung des letzten Absatzes von Ziffer A : (bezw.
vorletzten Absatzes von Ziffer 6) der Dienstanweisungen und der Er
laße vom 20. Juli 1914 — A 158 U II — (Zentrbl. S. 587) und vom
Die sprunghafte Erhöhung der Herstellungskosten zwingt
uns, den Bezugspreis der „P. P." mrter Beibehaltung des jetzigen
Umfanges für die Postbezieher äh 1. Juli auf 40 Mark für das
Vierteljahr zu erhöhen. Der Zeitungsausschutz.
29. Oktober 1920 — U II 11698 II - (Zentrbl. S- 694) bis aut wer.
teres versuchsweise an. daß diejenigen Mitteilungen der Schule an die
Eltern, die durch die Post geschickt werden, nicht mehr portofrei zu
übersenden, sondern als „portopflichtige Dienstsache" zu bezeichnen sind.
Abdrucke dieses Erlasses werden nicht versandt.
Berlin, den 4. Mai 1922.
Der Minister für Wissenschaft. Kunst und Volksbildung-
Im Aufträge: I a h n k e.
Bestellung schriftlicher Mitteilungen an die Eltern von Schülern
und Schülerinnen.
Ein mir jüngst gemeldeter, beklagenswerter Vorfall zwingt mich,
wiederholt auf die Vorschriften aufmerksam zu machen, die unter A 6
letzter Absatz der Dienstanweisung für die Direktoren usw. an den höhe
ren Lehranstalten für die männliche Jugend vom 12. Dezember 1910
und Ziffer 6 vorletzter Absatz der Dienstanweisung für die Direktoren
usw. an den höheren Lehranstalten für die weibliche Jugend vom 10.
März 1912 gegeben sind- Wie der Erlaß vom 29. Oktober 1920 —>
U II 11698 II — (Zentrbl. S. 694) des näheren ausführt, dürfen schritte
liche Mitteilungen an die Eltern oder Pfleger nur in ganz unbedenk^
lichen Fällen, wo kein Anlaß zu einer Verheimlichung vorliegt, durch
die Schüler und Schülerinnen bestellt werden.
Die Anstaltsleiter und Anstaltsleiterinnen sowie die Lehrer und
Lehrerinnen weise ich erneut auf die genaue Beachtung der in Rede
stehenden Vorschrift hin und mache ihnen ihre Befolgung streng zur
Pflicht-
Dieser Erlaß wird nur im Zentralblatt veröffentlicht. Abdrucke
werden nicht versanedt-
Berlin, den 5. Mai 1922.
Der Minister für Wiffenschaft, Kunst und Volksbildung-
B o e l i tz.
An die Provinzialschulkollegien. — U II 10 632 U II W. 1.
Bemerkungen zur nebenstehenden
Gehaltstafel.
In die entspr. Spalte der Gehaltstafel sind für die auftragsweise
vollbeschäftigten und einstweilig angestellten Lehrer (Lehrerinnen) die
nach dem V- D- E. gültigen Erundvergütungen von 70, 80. 85. 90, 95.
95, 95 Prozent des Grundgehaltes der festangestellten Lehrer (Lehrerin
nen) aufgenommen worden. Durch verschiedentlich abgeänderte not-
gesetzliche Bestimmungen sind diese Bezüge jedoch wesentlich erho .
Gegenwärtig gelten noch die Bestimmungen des Gesetzes vom 31. 3. 22.
bezw. den Ausf.-Anweisungen dazu: Zur Grundvergütung, zum Aus
gleichszuschlag und zum Sonderzuschlag (auf die ersten 10 000 Mk.) tritt
ein „Notzuschlag" in der Höhe, daß Erundvergütung. Ausgleichs-, Son
der- und Notzuschlag insgesamt betragen:
im 1. u. 2. Dienstjahre — 95 Prozent,
im 3. Dienstjahre = 98 Prozent,
im 4—7. Dienstjahre — 100 Prozent
der entsprechenden Bezüge festangestellter Lehrer in der 1. Stufe von
Er. I Besoldungsgr. VII des B. B. E.) Dazu tritt der Ortszuschlag
in voller Höhe einschl. Ausgleichszuschlag hinzu. Für Lehrerinnen wird
der Notzujchlag von der um 10 Prozent gekürzten Grundvergütung aus
berechnet.
2. In der Spalte „Ausgleichszuschlag" ist neben dem Ausgleichs-Zu
schlag auf Grundgehalt (Erundvergütung) und Ortszuschlag, der nach
den neuesten Bestimmungen 65 beträgt, auch der Sonderzuschlag von
5500 Mk. 55 Prozent auf die ersten 10 000 M- für jeden Lehrer —*
Lehrerin) mit eingerechnet; desgleichen der „Notzuschlag" für nicht
festangestellte Lehrer (Lehrerinnen).
3- Für verheiratete Beamte tritt zum Gehalt eine Frauenzulage
von jährlich 2500 Mk. hinzu. (Ohne Ausgleichszuschlag.) Diese ist in
der Tafel nicht aufgeführt.
4. Die Kinderzulagen betragen vom 1. 5. 22 ab für Beamte aller
Besoldungsgruppen in allen Ortsklassen bis zum vollendeten
Grund
betrag
jährlich
Ausgleichs
zuschlag
65°,,
Insgesamt
Erhöhung gegenüber
Betr. d. Ges. v. 3>.
monatlich I jährlich
6. Lebensjahr .
2400
1560
3960
70
1 840 _
14. Lebensjahr .
2000
1950
4950
87,50
j 1050
21. Lebensjahr .
3600
2340
5940
105,—
■ 1260 _
5. Die Wirtschaftsbeihilfen (Ueberteuerungszuschüsse) werden bis
auf weiteres in der bisherigen Höhe weiter gewährt. Sie sind in der
Eehaltstafel nicht mit eingerechnet.
6. Obgleich die erhöhten Bezüge erst vom 1. Mai ab gezahlt wer
den, sind sämtliche Zahlen der Gehaltstafel Jahresbeträge ohne
Steuerabzug. Danach ist jeder in der Lage, unter Hinzurechnung
der entsprechenden Teilbeträge der ev. Frauenzulage oder Wirtschasts-
beihilfe die für ihn in Betracht kommenden Zahlungen zu berechnen-
Da die Frauenzulage, sowie die Wirtschaftsbeihilfe schon früher fl**
zahlt wurden und auch nicht erhöht worden sind, so konnten sie in oe
Spalte „Aufbesserungen für das Jahr" nicht in Betrau)
kommen. Zu diesen Beträgen sind die Erhöhungen der Kinderzmarn
zuzurechnen.

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