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freiwillige ständige l)ilfe in vielen persönlichen und allen zu er
ledigenden vereinrangekegenheiten, die auch ihr, der pflichtbewußten
Jüngerin paulinens, als heilige Verpflichtung galten. So fand man
ste auch stets, in seltener, Kluger Treue vorbereitend und fördernd,
auf den Tagungen nahe der so viel in Anspruch genommenen
Gründerin und Leiterin, immer — wie auch sonst — bereitwillig
und für sie bereit, und dies ist sie auch heute noch als Mit
glied der Vereinsleitung, Helene Pag65 hat schon vor längerer
Zeit aus Gesundheitsrücksichten aus ihrem Amte scheiden müssen. Vas
war ein schwerer Schritt für sie, die begeisterte und begeisternde
Lehrerin, Kinder- und Jugendfreundin. Mütterlichkeit strahlte mich
beim ersten Sehen an aus ihrem leuchtenden 6uge, ihren merkwürdig
jung wirkenden Zügen. Mütterlichkeit für nahestehende Anverwandte
führte sie aus der geliebten rheinischen Heimat nack Westfalens
Hauptstadt, wo sie seitdem mit regem Fleiß schriftstellerisch auf dem
Gebiete der Mütterlichkeit wirkt, wir alle wissen, wie viel und
mannigfach sie schon geschaffen hat. Ich greife wichtigstes heraus:
Für höhere Unterrichtsstufen stellte sie (mit Elisabeth Nieland)
die vorzügliche dreibändige Anthologie Ährenlese zusammen: Bal
laden, Legenden, Lyrik (Schwann), weite Kreise ziehen ihre all
gemein als mustergültig anerkannten Bücher für die katholische
Jugend zu den höchsten Festfeiern, Erstkommunion und Firmung:
die beiden Gegenstücke Ehrenpreis und Komm, hl. Geist!
(Herder). Jedes ein schön erziehlicher Aufbau kleiner Legenden und
Erzählungen, an denen die Herausgeberin selbst reichen und be
stimmenden Anteil hat. - In raschen Auflagen verbreitet sich: Die
kleine heiligenlegende Aus Gottes Garten. Der feine pädago
gische Takt spricht sich in dieser Sammlung beispielgebender Charakter-
züge besonders wirkungsvoll auf Seite des Gesunden, wahrhaftigen.
Schönen aus? — Eine Krönung ihrer bisherigen Erzählkunst be
deuten die Nannibücher (Herder), eine einzigartige, weil ganz und
gar echt geschame Dreiheit aus dem Kinder-, Jungmädchen-, Jung
gattin- und Jungmutterleben eines schlicht gesunden Bürgertums.
Die drei Bande: Großmutters Jugendland, Großmutters
Mädchentage, Mutter Nanni und ihre Kinder, zählen heute
und auf lange hinaus zu den allerbesten Erzeugnissen ihrer hoch
wichtigen Act. Aber wer weiß, daß die Hauptheldin der Verfasserin
Mutter war, wird hell und tief in der Tochter persänlichkeitsaufbau
hineinschauen können.
wir haben Hoffnung und Grund, noch Meisterhaftes von Helene
Pages zu erwarten. Möge ihr für die reiche Aussaat ihrer Hand
ein langer, goldener Ernteherbst beschert sein!
Aus Oer Zeit.
Aus Preußen.
Zur Frage der kollegialen Schulleitung.
Leider Konnten wir beinahe 2\ z Monate lang Keine Nummer der Zeit
lchrift herausgeben (abgesehen von dem Blättchen mit dem Aufruf wegen
des Beitrags Ln.de D-ttoeer). Darum Konnte auch über die Konferenz betr.
die Kollegiale Schulleitung im Kultusministerium nicht berichtet werde".
Auch hier fehlt es leider an Kaum, Ausführliches über die Sitzung und den
inzwischen ergangenen Erlaß zu bringen, wir werden die Frage in der
ersten Januarnummer au-giebig behandeln.
Au; unserem Verein.
An die Mitglieder der vereinZleitung.
Line Weihnachtsvorstandssitzung kann nicht statfinden, nur der Arbeits
ausschuß wird tagen, Anregungen und wünsche für die Acbeit-ausschuß-
sitzung möglichst sofort an d e Hauptgeschäfts stelle erbeten. Desgleichen den
Jahresbericht 1923.
An die Sammlerinnen.
Ls fehlen von vielen Sammlerinnen noch Mitteilungen darüber, ob die
Beiträge ihres Bezirks bis 1. Dezember bezahlt sind.
philologinnen zahlen von 1924 ab ihren veiirag auch an die Samm
lerin oder unmittelbar an die Hauptgeschäft-stelle. (Die philologinnen finden
diesbezügliche Nachrichten in der Vezembernummer der Mädchenbildung.)
Missionsansschutz.
Schutzengelverein. An alle Vereinsschwestern ergeht die herzliche Bitte,
recht schnell die 2 1 / 2 %o an unsere Sammlerin (Frl. st. Vogt, Thale a. harz
' 2m Anschluß sei hingewiesen auf h. Pag6s unter dem Decknamen
M. Pagen erschienenes erstklassiges Büchlein Frauenkrone und Mutter-
wurde. Lehr» und Gebetbuch für kathol. Frauen und Mütter (Mrsfions-
druckerei Steh!). '
^piap.uwc.aio ur. 14obo ^lagöeouig) za entrichten, wir bitten auch rau
tm Vorjahre um tme werhnachtrgade für die armen via'porakinde-
Der Missionsausschuß M. Lander. Thale am harz. "
Vezirtr- und Zwergvereine.
Säckingen. Nächste Zusammenkunft Samstag. 12. I. 24 im Marita--
Beginn 2^z Uhr nachmittags. 1. Kurze, eel'g'Sf« Stiftungsfeier 2 vo tr
über pädagogische- 3. verschiedenes^?,
pünktliches, vollzähliges Erscheinen wird q- e.'en. Brot. Zucker mitbringen"-
Wochenschrift kosttt ^ür Mitglieder des oweiavere-r-
2 Eoldpfemng. Um seit und Porto zu sparen möge unmittelbc
durch postanweyung an die Hauptgeschäftsstelle Serlin.Stegl tz, Breitestr. 7
geza.fi. werden. Auch dre Bestellunge \ der Wochenschrift für 19^4 r
dahin zu richten. ' ' ' ' ’ u '
lvllrtiemdsra. Der Beitrag beträgt 27 Goldpfennig (12% davon si
inc hauptkasfe Berlin). Darum schleunige Einsendung auf vostsckkckkon -
Stuttgart 24869 verein Kath. deutscher Lehrerinnen Württembergs in Gm-»
Zum Vertrag kommt em Zuschlag von 10 Pfennig. '
Merkiafe!.
Exerzitien für Lehrerinnen.
27. 12.-2 1. im Pensionat St. Antonius, Godesberg, Rhemallee 5.
27.-31. 12. im Erholungsheim zu Dsvenlrop bei Arnsberg.
Auskttnslsftelle.
Geistig anregende Beschäftigung sucht ältere, dienstunfähige. Kränk! .i
Kollegin, in Sprachen bewandert. Vermittlung durch die Hauptgeschäft fiel!
Österreichs Familien sind bereit. Deutsche als arbeitende Gäste in bi
Familie aufzunehmen. Lehrerinnen, die sich dafür interessieren, wollen si
an dis Hauptgeschäftsstelle wenden.
Ein heim für den Winter bietet ältere, krä kliche Lehrerin einer jungcn
Kollegin gegen Geiellichast und Hilfe im Haushalt in den dienstfreien Stund.
Angebote an die Hauptgeschäftsstelle.
VöcherdesprechMgen.
I. Religion und religiöser Leben.
Röfcki, ?. Konstantin, O. M. Cap., Das Neue Testament. Übersetzt u
erläutert. Paderborn.
Unter den mancherlei guten deutschen Übersetzungen der TT. T. ist tic ; -
Übersetzung aus dem griech. Urtext entschieden die beste. Kurz sind t
guten Einführungen und Erklärui gen. Sinngemäße Textanordnung ui
-abtsilung mit treffenden Überschriften, he vorhebuug rhythmischer Stelle .
und vor allem ein schönes, fiießendes Deut ch. das lange Satzgefüge zer>
und meist das rechte wort findet, bilden die Vorzüge dieser Ausgabe.
Lins liebe weihnachtsgabe wird für viele Dr. I. Klugs Christus
„Der Heiland der Welt" fein. (Paderborn, Schöningh, 6,50.) 3
meisterhafter weise wird darin das Leben Jesu nach den Evangelien c
schildert, gedeutet und auf unsere Zeit bezogen, wer dos Buch liest, de
wird es ein lieber Freund werden, nach dem er in stillen Stunden vertan
weil er ihn, sooft er es auch liest, immer aufs neue in seinen Bann zieb:
Möge es recht viele Leser finde.r.
Donders, Adolf, vr., Heimkehr. Stille Gedanken. M.-Gladbach, vcn. -
verrin-vrrlag.
In meisterhafter Sprache g'bt Donde^s in seiner „Heimkehr" resigio
Gedanken, Anregungen, die der Leser filbst durch Rachde ken wetterspim
soll. Für jeden verständlich fübrt er aus der Betrachtung des Alltags b
auf in lichte hohen, in die echte kath. Leben-Philosophie.
Dberdörffer, p. Dr., Das christliche Tu aendrerch. Köln, Bachem, 197
In einfacher, nirt schwulst ger weise setz» Gb. in diesem Luche t.
Cugendleben des Christen auseinander. hier spricht ein Mann der prax
der tiefe Gedanken bietet.
Leo wolpert, In der Apostelschule. Lesungen. Freiburg, Herder. 197'
Entgegen manchen modernen Schrifteu, die Religion bieten wollen, ab- ;
nur Halbheiten enthalten» bietet wolpert in der „Apostel chule" echte, gute
einfach gehaltene karholilche Wahrheit. Lr stützt sich auf die insp
rierte HI. Schrift, auf die Aussprüche der Kirchenväter und, wo er in drr
Geschichte oder Literatur etwas wertvolles findet, führt er es an.
Der Theatinerverlag, München, unterbreitet empfehlenswerte Gaben
in schöner Ausstattung:
Die Enzyklika Seiner Heiligkeit Pap st Pius XI. über den Friede:
Christi im Reiche Christi (JC 3. — ).
Des hl. Lonaoentura mystisch aszetische Schriften. 1. Terl.
Vas Leben der hl. Anselm von Tanterbury. Beschrieben von seine
Schüler und unzertrennlichen Begleirer, dem Mönch Cadmer, über;etzt rou
Güntder Müller.
Peter Lippert 8. I., Vas wesen des katholischen Menschen.
Engelbert Krebs. Die Protestanten und wir.
Var Liturgische Tischgebet {M 0,25),

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