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5.W. Straßer der Lehrfloff.und'der 2ehrganz. der Veiſs-
We Ein Batenecum fr. „Schyſoandipaten - Schulleh-
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Dieſterweg, Entzonf 2a x einem Lehrplane für eine Schüle, - -
die aus 3 Claſſen beſteht, in deren unterſten Knaben und
Fäden zuſammen unterrichtet werden „ft: hein. Bl. X. 1.
EF. H. EN "ündcl), Unterrichtsplau einer aus &Claſſen beftes
GRe entarſchule -> |. Schweißer's'Magazin XV
S.57f
Kirſch,
: Lehrſtoff F. die Art. Lehrgegenſtände und
Lehrplan.
Lehrftunden (Leetionen). In dieſem Artikel
haben wix über Zahl, Zeit und Vertheilung der
Lehrſtunden zu fprechen. | |
I. Zahl der Lehrſtunden., |
a) Zahl der Lehrſtunden überhaupt. . Die
Zahl der Lehrſtunden für irgend eine Schule richtet ſich
eben ſo wohl nach den Forderungen, welche an dieſelbe
gemacht werden, ais nach den Mitteln, die ihr zu Ge-
bote ſtehn. Als allgemeiner Grundſaß läßt fich dabei
nur dieſer aufſtellen :
Die Zahl der Lehrſkunden muß nach den geiſtigen
Bedürfniſſen der Kinder bemeſſen werden, ohne die
körperliche EntwiEelung zu ftören. Je höher die jedes-
malige Lehrſtufe, deſto mehr Lehrſtunden.
Da die Bedürfniſſe aller Volksſchulen ziemlich die-
ſelben find, ſo würde ſich, rüFſichtlich ihrer, jener Grund-
ſaß noch beſtimmter ausſpreßen laſſen, wenn eben ſo
die vorhandenen Mittel überall gleich wären. Denn
bei der Zahlbeſtimmung der Lehrſtunden macht es einen
großen Unterſchied, sb die Schule eine ein- oder eine
mehrclaſſige iſt, und ob an derſelben nur ein Lehrer
- oder viele wirken.
Das Herkommen und, in Uebereinſtimmung mit
demſelben die meiſten Schulgefebgebungen fordern täg-
lich einen G6ſtündigen Unterricht, mit Ausnahme
der fogenannten halben Schultage, an welchen man
ſich mit 3, höchſtens 4 Lehrſtunden beptügt. In
manchen Ländern verkürzt man während des Som-
mers dieſe tägliche Lehrzeit. So fordert das-k. preuß.
General-Land-Schulreglement(s.5 u. 18) 3 volle
Stunden ſowohl Vor: als Nächmittags im Winter,
dagegen im Sommer täglich überhaupt nur .3 Stun-
den, entweder Vor- oder Nachmittags. : - Zu vielen
Hannöverſchen Ortſchaften ,- in Heſſen- Homburg -
und im Reußiſchen dauert. die. Winterſchule täglich
6, die Sommerſchule nyr 4 Stunden, In Hohen-
zollern-Hechingen hält man im Winter bloß fünf
Stunden Schule, im Sommer dagegen wöchentlich
gar-nür 2mal jedesmal 2 Stunden! = Im König:
reiche Sachſen müſſen Winter und Sommer täglich
6 Stunden Schule gehalten werden, an den. beiden
halben Schultagen aber mur 4. -
Für eine ungetheilte Volksſchule find 6 Feitionen
täglich zu viel, beſonders. für kleinere Kinder, * „Iſt
die Volksſchule in mehre. Sonderclaſſen geſchiedyn, -: ſo -
teicht jene Stundenzahl, wenn ſich die einzeinen Slaſ-
ſen in dieſelbe theilen follen, wieder nicht aus. -Wir
halten es für nöthig, daß jede Oberclaſſe täglich minde-
ſiens 4, jede Mittelclaſſe wenigſtens Z Stunden: Unter»
richt genieße; für die unterſte Claſſe mögen 2 Lehr-
Gehe ſtoffer m= Löhrſtunden,.
Funden hinreichen. So wlirden täglich wenigſtens neun
Lehrſtunden gehalten werden. müſſen , : wozu die Kräfte
eines einzigen Lehpers nicht hinreichen, auch 2 beſon:
dere Lehrzimmerer forderlich wären. (Lal. Denzeps
Einleitung 'Zh. 1, S. 126. 1.
Zm Königreih Sachſen gilt für mehrclaſſige
Schulen fotgende Beſtimmung: „Jede Claſſe muß täg:
ſich wenigſtens einen drei: und an halben Schultagen
einen zweiſtündigen Unterricht erhalten.“ (Verordnung
z- Schulgeſetz 6. 14. d.) =- In Baden dagegen ſekt
die Schulordnung feſt (68. 6 ff.): „,„,Im Sommer er-
hält die obere Claſſe täglich 2 Unterrichtsſtunden Vor-
mittags, die Mittelclaſſe 2 Stunden Vormittags, die
Unterclaſſe 2 Nachmittags. --“-+ Im Winter hat die
Oberdaſſe 3 Stunden Vormittags; die Mittelclaſſe
erhält die erſte Nachmittagsſtunde allein, die zweite
Stunde aber mit den Anfängern gemeinſchaftlich. =“
„An -den.halben Schultagen ſind die Vormittagsſtunden
verhältnißmäßig unter die 3 Claſſen zu vertheilen.““
b) Zahl der Lehrſtunden rüFſichtlich der be-
ſondern Lehrgegenſtände, -- Wie viel wöchent-
liche Lehrſtunden jedem einzelnen Unterrichtsgegenſtande
zu widmen ſind, muß theils nach der zugemeſſenen
Zeit überhaupt, theils nach der Wichtigkeit des Gegen-
ſtandes, theils nach der jedesmaligen Bildungsſtufe der
Kinder beſtimmt werden.
Denzel gibt darüber folgende beſondere Regeln:
1) Je wichtiger ein Gegenſtand ay ſich oder für
die Bildungsſtufe iſt, auf welcher die Kinder einer
Claſſe ſtehn, deſto mehr Zeit nuuß. ihm verhdltniß-
mäßig. gewidmet werden.
2) Je mehr ein. Gegeuſtand einer ſolchen methodi-
ſchen Behandlung fähig iſt, daß dadur< die geiſtige
Entwikelung des Schülers auf einer gewiſſen Stufe
mit entſchiedenem Erfolge gefördert werden: kann, deſio
mehr Zeit muß man ihm geben.
3) Ie mehr Uebung dazu gehört, um ſi iH eine
Sache völlig eigen zu machen, deſto weniger darf man
zu ihrer „Behandlung die Zeit ſparen.
4) Je größer der Umfang eines Lehrgegenſtandes iſt,
und je mehr Theile er hat, die elementariſch berü>ſich-
tigt werden müſſen, deſto mehr Zeit muß. man ihm
widmen. .
S. Denzek's Einleitung in die Erziehungs und
Unterrichtslehre u. ſf.w. Th. 1, S. 128f....S 1
Aehnliche Regeln ſtellt Zerrenner auf--=““ Grund-
fäße der Schulerziehung Uu. f. Ww: S. 140 f6 -
Mehr darüber iſt ſchon in dem Artikel „Rehrpfan“
geſagt worden
.: TT) Zahl der von. einem Lehrer zu überneh:
menden Lehrſtunden. =“. : Mögen. nun an einer
Schule nur ein Lehrer, oder : mehre Collegen. arbeiten,
ſo muß immer danach gefragt werden: wie viele Lehr-
ſtunden können „Jedem Lehrer übertragen wer:
dent== *:..
Denzel beantwortet "dieſe Frage ſe treffend, daß
wir nicht umhin können, ihn redend, einzuführen. (S.
Einleitung u. ſ. w. Th. 'U. S. 124 f.)
Rein chriſtlicher, gewiſſenhafter - Lehrer wird ſeine
Pflicht für das geiſtige Wohl ſeiner -Kinder nach Stun-
den meſſen. Er iſt kein Tagelöhner. - Sein Geſchäft
iſt kein. folches, bei. dem er je ſagen. kann:.. „nun bin
ich fertig.“ „Sein Geſchäft iſt ein geiſtiges, moraliſches,
für deſſen. Vorzeichnung keine von außen gegebene Vox

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