Hintangumnihntatepugirung 00 + 010 an wee ueemm 3p-memEeeugetr me
178
geſchloſſen werden, damit die Kinder deu Eindru> un-
geſhwächt mit aus der Schule nehmen.“ (Dinter
Anweiſung zum Gebrauch der Bibel. Th. IU. S. 648).
Uebrigens: bedarf es wohl kaum der Bemerkung,
daß die Unterrichtsgegenſtände von Stunde zu
Stunde wechſeln. Nur in der: untern Claſſe kann
der Wechſel halbſtündli eintreten; für Mittel: und
Oberclaſſen iſt ein ſolches ſchnelle Wechſeln zwelos
und zeitraubend. Für einen und denſelben Lehrgegen-
ſtand mehr als eine Stunde unmittelbar hinter ein-
ander zu beſtimmen, iſt niht rathſam.
Man vergleiche über dieſen Gegenſtand no Nebe, Shullehrerberuf 8. 249
Kirſ Ueber die Vertheilung der Lehrſtunden in den Schu-
len, an welchen mehre Lehrer arbeiten, ſehe man den
Art. „Claſſenlehrer“ Bd. 1. S. 410-ff. 8
ſch.
Lehrton. Lehrton iſt, „das auf perſönliche
Eigenſchaften ſich gründende Benehmen des Lehrers,
wodurch er ſeinem Vortrage das gehörige Leben und
Intereſſe gibt.“ (Denzel).
Die Worte Lehrton und Lehrmanier werden oft
gleichbedeutend gebrau Ausdru> der geſammten und beſonders gemüthlichen
Bildung und Stimmung des Lehrers beim Unterrichte,“
(Zerrenner) während unter Manier „das Eigen-
thümliche des Lehrers bei Anwendung einer Methode“
verſtanden werden muß. (S. d. Art. „Lehrmanier.)““
1. Wichtigkeit des Lehrtons.
Es iſt mit dem Lehrton in der Schule, wie mit
dem Vortrage des Predigers in der Kirche: der erfah-
rene und geſchikte Lehrer, welchem ein guter Lehrton
abgeht, wirkt weit weniger, als ein anderer, der, bei
geringerem Talenke und geringerer Erfahrung, ſich
einen guten Lehrton angeeignet hat.
„Die Erfahrung beſtätigt es augenſcheinlich, daß.
man den beſten und geordnetſten Lehrgang befolgen,
alle Treue in ſeinem Unterrichte beweiſen, und mit. dex.
gewiſſenhafteſten Sorgfalt die beſten Mittel / 57 Unterz;
richtes befolgen könne, ohne bedeutende Frücpe ſeines.
Lehrens zu ſchn. Im Gegentheil findet man Lehrer,
die in Abſicht auf Fahigkeiten und Kenntniſſe weit hin-
ter andern zurück ſind, ſich nie über das Gewöhnliche
und Gewohnte erhoben haben, und in anderer Hinſicht
nichts weniger als eine muſterhafte Methode- haben,
und die doch nach Verhältniß außerordentlich viel leiſten.
Die Urſache dieſer Erſcheinung kann nur in der Perſon-
(ichfeit des Lehrers geſucht werden, der ſchon durch: ſei-
nen Lehrton. bewirkt, was ein anderer mit allem Auf-
wande von Kenntniſſen und von Mühe keineswegs ver-
mag. Das wird nun freilich den übrigen . Werth einer
zuten Methode nicht in Schatten ſtellen: denn was
würde ein ſolcher Mann erſt leiſten, wenn er, ausge-
rüſtet mit den nöthigen Kenntniſſen, eingeweiht in die
beſſere Art zu. lehren, mit Emſigkeit und Eifer im
Kreiſe der Kleinen wirkte! Aber es zeigt doh, daß die
beſten Methoden im Unterrite, was. den Erfolg an-
langt, nur ſehr unſichere Reſultate geben, wenn der
Lehrer ſelbſt nicht die perſönlichen, natürlichen oder er-
worbenen Eigenſchaften beſit, um ſein Werk zu trei-
ben und gleichſam den Metbhodismus zum Orga:
ni3mus zu erheben,“ (Denze!).
DITE MEIS
Lehrton.
II. Erford erniſſeeines guten Lehrtons.
Was zu einem gutem Lehrtone gehöre, läßt ſich
eher beſchreiben , als kurz zuſammenfaſſen. Doch möch»
ten die Haupterforderniſſe deſſelben von Denzel richtig
getroffen ſein, welcher dieſelben ſo angibt:
t) fühlbare Wärme für die Sache, die man
vorträgt,
2) eine rege Lebendigkeit im Vortrage
ſelbſt,
3) ein würd-evolles, feſtes, ſicheres Beneh-
men und | '
4) eine im Exnſt. wie in der Freundlichkeit
ſich ausſprechende Milde und Liebe.
Zerrenner fügt nod hinzu: wahre Herzens-
frömmigkeit, ſo wie Theilnahme an dem S ſale der Kinder und herzliches Eingehen in ihre
- Stimmung und Lage. Das. Lektere iſt ſcon durch die
Milde zugleich ausgedrüt. Wahre Herzensfrömmig:
kejt aber iſt zwar eine jedem Lehrer unentbehrliche Eigen»
ſchaftz doch möchten wir. dieſelbe nicht zum Lehrtone
rechnen.
Vor allen Dingen gehört zu einem guten Lehrtone
jene Wärme für den vorzukragenden Gegen:-
ſtand, welche ſich, wie von ſelbſt, dem Vortrage mit-.
theilt und in gleihem Grade die Lehrlinge ergreift.
Nichts ſchadet dem Unterrichte mehr, als wenn man's
dem Lehrer überall anſicht und anhört, daß ihn die
Sache, die er vorträgt, gar nicht intereſſirt. Wie iſt
es dann möglich, daß ſie die Kinder intereſſiren kann? ==
Vergeblich ſagt man den Kindern immer und immer
wieder, daß ſie das und jenes einſt nothwendig brauchen
werden 3 ſie glauben's dem Lehrer nicht, wenn ſein
Vortrag ſo kalt und tro>en iſt, daß ſie dadurch nicht
im Mindeſten angeſprochen werden. Aud durch das
ſogenannte Wichtigthun und ſich in die Bruſt Werfen,
worin manche Lehrer Meiſter zu ſein ſcheinen, wird
die wahre Wärme und das mangelnde Intereſſe durch-
aus nicht erſest. Nur was von Herzen kommt, geht
zum Herzen, und das unbefangene Kind weiß hicr leicht
den falſchen EnthuſiasSmus nom wahren zu unterſchei-
den. -- Jedem Unterrichte ſchadet Mangel än Wärme,
keinem aber ſo ſehr, als dem Religionsunterrichte. Hin:
weg aus der Schule jene eisfalten Menſchen, deren
Unterricht zwar eben ſo erſchre>end, aber nicht ſo er-
quikend, wie ein Waſſerſtrahl, über die Herzen der
Kinder hinfährt! Hinweg jene Miethlinge, die gleich
einer Spiekuhr ihr Pcuſum ableiern, ſo oft der Zeiger
auf die Lectionsſtunde hinweiſt! =- In die Schule tau-
gen ſie nicht! |
Jener wohlthuenden Wärme nahe verwandt. und
mit ihr aus demſelben Stamme, dem Intereſſe an der
Sache ſelbſt, hervorkommend, iſt Lebendigkoit des,
Vortrags. Denn obgleich. ein lebhaftes Tempera»
ment Naturgabe ift, die durch Nichts ganz erſcht wer»
den. kann, ſo wird doc auch, der ruhigere Lehrer. durch
eine Sache, für die er ſich ſelbſt intereſſirt, ſo bewegt
werden können, daß- ſeine Lebendigkeit auch die Kinder
zum lebendigen Auffaſſen und Wiedergeben anregt.
Die zum guten Lehrton gehörende Lebhaftigkeit muß
eine ungekünſtelte ſein und alle excentriſche Ausbrüche,
(wie lautes Schreien, Hin- und Herlaufen, Geſichter
ſchneiden, Arbeiten mit den Händen, den Füßen, dem
ganzen Korper uU. dergl.) ſorgfältig vermeiden. - „Die
wahre Lebhaftigkeit äußert ſich nicht im Geſticuliren,

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.