deutſche Sprache und Ffeheiftüche Mittheilung umd
„außerdem ganz beſonders auf Muſik erſtreen. =“ Er
Fordert auch, daß ſchon die Präparanden Anfänge im
Lehren machen ſollen, damit die Anlage der jungen
Leute zum Schulfache ſich bewähre, und die Praparan-
den dadurch einſehen lernen, daß zum Lehramte gründ-
JÜche Kenntniſſe gehören. .
Kerns Aufſatz hat eine weitere Beſprechtmg diefes
Gegenſtandes in der allg. Schul-Zeitung angeregt.
43. A. S3. Ken bee , „Muſterlehrer oder Prä-
parandena /
Hier werden mit beſonderer Rü>ſicht auf Baiern,
folgende Vorſchläge gethan: |
4) Es beſtehn in jedem Kreiſe Seminarpraparan-
denanſtalten als Privatinſtitute, hervorgegangen
durch den freiwilligen Zuſammentritt mehrer Lehrer un:
ter der Oberaufſicht der k. Kreisregierung und der Re-
ſpicienz der Bezirksſchulinſpection.
2) Sie erhalten vom Staate eine Unterſtübung, je
nah ihrem Bedurfniſſe und ihrer Bildung.
3) Die Kreishauptſtadt und noch 2 andere Städte
des Kreiſes gehörig ſituirt nach dem Bedürfniſſe ſind
dafür auszuwählen.
4) Die Präparanden treten nach vollendeter Werk:
zagSſchule, alſo nach zurügelegtem 14. Lebensjahre, in
eine dieſer Anſtalten ganz nach freiem Willen.
5) Sie dleiben das erſte Jahr als Hoſpitanten dar-
in, ohne Entrichtung eines Honorars, und geben in-
nerhalb dieſes Jahres Gelegenheit, genau zu erforſchen,
od ſie zum Lehramte geeignet ſind oder nicht.
6) Auf das ihnen ertheilte Zeugniß werden ſie von
der |. Kreisſtelle als Schuldienſtadſpiranten aufge:
nommen.
7) Der Lehrcurſus iſs Ziährig und der Unterricht
. umfaßt Neligion und Bibelkunde, Sprachunterricht,
Raum - und Zahtenlehre, Weltkunde, Schönſchreiben,
Zeichnen und Muſikunterricht, ſe-wohl theoretiich als
practiſch.
Z) Das Honorar erſice>t ſich nicht über 1 Thaler.
VU. X. S-3. 1834. Nr. 61 f. „Einige Wortein Be-
zug auf den im Märzhefte derA. S.-Z. mitge-
Theilten Aufſaß: Muſterlehreroder Präparan-
denanſtalten?“--v. Rect. Kern. Ul A.S.-3. 1835.
Nr. 33. „Bemerkungen zu dem Aufſaßed. Hrn.
Rect. Kern in Nr. 62 der A. S.-Z. v. 1834,“ v. D.
Hoffmann, k. Studienlehrer in Ansbach, == dem Verf.
ves Aufſ. unter l. 1V. A. S.-Z. 1835. Nr. 122. „Ges
genbemerkungen zu d. Bemerkungen des Hrn. D.
Hoffmann --v. Kern,
Auch wir ſind nicht dafür, den Lehrern ſelbſt die
Ausbiidung der Präpaxanden zu überlaſſen: oft genug
wird ſie in jenen Händen nicht mit der nöthigen Sorz-
falt betrieben. Wenn auch nicht überall die Präparan-
den von den Lehrern, (wie Fälle vorgekommen ſind),
als Kinderwärterinnen benubt werden, ſo müſſen ſie
doch meiſtens zu früh ſchulmeiſtern ohne Aufſicht des
. Lehrers3 ſie werden als willkommene Stellvertreter be-
trachtet; Beſondere Präparandenanſtalten ſind wün-
ſchenswerth , doch nicht unbedingt nöthig, weil zur Vor-
bereitung für das Seminar ganz gewiß der Unterricht
auf höhern Bürger- und Realſchulen hinreicht, vor-
ausgeſeßt daß einige Privatſtunden, namentlich in der
Muſik, hinzutreten.
Die Bildung der Seminaradſpiranten auf lebterem
Wege findet z. B. ſtatt in Zittau, wo die Proſemis-
variſten an dem Unterrichte der dritten Claſſe der Ge-
Präparanbenſchulen , Profeminarien. == Praetor.
werbſchuke Antheil nehmen, und in Halle (A. S,53.
-' 4840. S. 1152). |
Beſondere Präparandenanſtalten beſtehn in Frei.
burg, Grimmä, Zeib (A. S.:Z3. 1842. S. 4201,
FJüterbog (A. S.:Z. 1833. Abth. 1. S. 513 F.).
Langrenhorſt (id. 1832. S. 88), Friedberg (1837.
S. 592), Prenzlau (1837. S. 1048), Münc--
berg (S. 1088), Neu:-Damm (ib.), Warnik (ib...
Beevkow (1838. S. 333), Bensheim (S. 1376.
und anderwärts. -
An manchen Orten ſind die Proſeminarien mit
den Seminarien ſelbſt verbunden und bilden gleichſam
die Elementarclaſſen derſelben. (Sie werden im Hanc
növer'ſchen „Nebenſeminare, ſeminariſtiſche Ne:
beninſtitute,“ =- im Preußiſchen „Applicanden:
claſſen“ genannt). So in Pirna, Weolfenbüt-
tel, Coln, Neuwied, Hannover, Stade, Al:
feid, Soeſt (A. S.:Z. 1837. S. 120), Weißen-
fels, Potsdam (1837. S. 1048), Petershagen
(vorher in Friedewalde, 4836. S. 175), Meurs
(1838. S. 612 u. 627) u. ſ. w.
In Württemberg (A. S.:3. 1842. S. 1200)
ſcheint man ſich mit einer dürftigen Vorbildung der
Seminaradſpiranten durch practiſche Schulmänner zu
begnügen (Vergl. A. S.:Z. 1827. Abth.-1. S. 32).
Doh behilft man ſich auch noh in Sachſen und
Preußen (id. 1832. S. 280. 1837. S. 1359) auf
ähnliche Weiſe. =-
Bei einer im September 1843 abgehaltenen Ver-
ſammlung des württemberg'ſchen Volksſchulvereins
wurde erzählt, es wäre der Fall vorgekommen, daß
Praparanden aus Hunger nicht mehr arbeiten konnten.
Andern ſei es unmöglich, auch nur die nöthigſten Büt-
her zu kaufen. Es. wurde deshalb beſchloſſen, die
Staatsregierung um baldige Errichtung von Scul-
präparanden:Juſtituten, um Verlängerung des Lehr-
curſus und Bewilligung eines Koſtgeldes für ſammt:
liche Zöglinge zu bitten. (A. S.:Z. 48433. S. 1304).
Zur Literatur d.PräparaſſWenbildung:
(Binner) Verſuch einer Beantwortung d. Frage: welches
Ziel ſollen Präparanden behufs ihrer Aufnahme in das k.
evang. Sullehrer-Seminar zu Breslau erreicht haben? --
Neiſſe, 1840. Wander ScHleſiſhe Schulpräparanden-
Bildung. Hirſchberg, 1820. Kern, VB. G. Ein deuti Schullehrer-Seminar u. d Vorbereitung zu demſelben. Leip»
zig, 1843. + Shir. Vgl. A. S.-3. 1837. S. 1240.
| Geſeßgebungüber Präparanden-An:-
italien.
Zwei Gircular-Berfügungen, die Gründung von
Präparanden-Anſtalten im Reg -Bex. Frankfurt und Pots-
dam betr. -- |. Schuldl.f. d. Prov. Brandenburg.
1836. Hft. 3. Nr. 2. u. 3. Verordnung des Schul-
colleg. d. Prov. Brandenburg ü.Präparanden-An-
ſtalten. S. Weingarks Likeraturzeitung f. deutſc ſchul. 1837. Leſt 1. Gircular-Verfüg. des k.pr.
Miniſt. d. geiſtl. Angelegenh. v. 28. Jan. 1843., die
Lehrcurſe in d. Schullehrerſeminaren u. Präparanden-An-
ſtalten betr. =-- Schulbl. f. d. Prov. Brandenb. 1843. S-.
405. ff. Vorſchrift des proteſt. Obercoönſiſtoxi-
ums in München ü. die Ertheilung d. Rekigionsuntert.
f. Schuldienſtpräparanden u. Seminariſten == A.
1838. S. 211 f. == Die geſebliche Ei
randenſchulen in Baiern =-- ſ[. A. S.-Z
--
.“"M&-
ihtung der Präpä»
, 1828, 1. Rr. 97.
K--ſ<.
Praetor (Friedrich Liebegott, M.), Dieſer
vor einigen Monaten verſtorbone Gelehrte gehörte i1-
: die Claſſe derer, welche; ſoweit ihre Kraft reicht, ir

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