Walther. -=-
giſter der Philoſophie und Capellmeiſter des Kurfürſten
Moris von Sachſen zu Dresden, wo er nach 1552
arb.
ve Preis der löblihen Kunſt Muſica," und ſpäter
viele Kirchenlieder für vier, fünf und ſe Das Luther?ſche Lied: „Erhalt? uns, Herr, bei deinem
Wort", welches er ſechsſtimmig ſeßte und no< nach
ſeinem Tode gedruEt wurde, findet man auf der Bi-
bliothek zu München, andere Stüe in Paix Orgelta»-
bulaturbuche , eine neuere Ausgabe ſeines Geſangbtt-
lateiniſche und deutſche Hymnen auf der Bibliothek zu
S. Dr. Schillings Univerſal-Lex. der Ton-
kunſt. Bd. 6.
Wandkarten --- Ueberſicht der neuern W.
Dieſer Artikel iſt in neurer Zeik einer von den in der
pädagogiſchen Literatur ſehr häufig beſprochenen und
verdient allerdings eine beſondere Beachtung der Schu-
len, welche geographiſchen Unterricht ertheilen. Und
ertheilt ſolchen nicht auch die Volksſchule?
Bekanntlich beſteht der Zwe> der Wandkarten darin,
daß ſie dem Auge des Schülers ein Bild darſtellen,
das ſich vollſtändiger: und tiefer der Vorſtellung ein-
prägt, als das kleine Bild des Handatlaſſes 3 daß ſie
als Hilfsmittel dienen, um allen Schülern zugleich zu
bezeichnen, wo ſie beſtimmte und beſprochene Oertlich-
Feiten auf ihren Karten im kleinen Maßſtabe zu ſu-
des Eingelernten gebraucht werden.
Daraus ergeben ſich vor andern die Forderungen,
- welche man an eigentliche Wandkarten zu ſtellen hat,
nämlich:
a) Sie müſſen die Umgrenzungen klar oder grell in
die Augen ſpringen laſſen; b) die Zeichnung des Dey -
tails muß überall für die Ferne berechnet ſein, ſo daß
Flüſſe und Grenzen 2c. zunächſt das Totalbild darſtel:
len, indem von den unbedeutenden Aenderungen in der
Richtung abgeſehen wird 3 doh darf dieſe Allgemeinheit
nicht zu weit getrieben werden. &) Die Wandkarten
müſſen das ganze Unterrichtsmaterial der Stufe, für
die ſie beſtimmt ſind, enthalten. 4) Auch muß durch
Farben oder andere Mittel die Ueberſichtlichkeit in der
Weiſe gefördert werden, daß das von der Natur gleich
artig Gebildete ſich auc) dem Auge auf der Karte als
ſolches darſtelle , wohin namentlich die Bezeichnung des
Hoch - und Tieflandes, des Gebirgs und Flachlandes,
- des ſtillen oder ſanften Abfalles, des unfruchtbaren und
fruchtbaren Bodens, der Wald» und Wieſenbede&ung 2c.
gehören.
Manche Lehrer ſind vielleicht im Stande , ſich, na»
mentlich um der Repetition willen, auf ſchwarzem
Wachspapier oder ſolcher Wachsleinwand eine Wand»
karte ſelbſt zu bilden, die keine Namen oder nur die
Anfangsbuchſtaßen der Oertlichkeiten giebt.
- Wir wollen hier nur einige der brauchbarſten
Wandkarten, welche in lekter Zeit für die Schulen 1c.
erſchienen ſind, namhaft machen, und zwar unter Lei-
tung . des Dr. G. A. Klöden, der im Sculbl, f. d.
Provinz Brandenb. 11. Igg. 4 H. S. 474 ff. eine
Ueberſicht der neuen Wandkarten giebt. |
Die beiden Hemiſphären ſollen entweder , na-
wentlich beim Elementarunterricht, für den ganzen
Leographiſchen Unterricht ausreichen und Karten der
übrigen Erdtheile entbehrlich machen, oder fie ſollen ne»
1
m |
Im Jahre 1538 ſchrieb er ein Gedicht: „Lob
901
ben den Karten der andern Erdtheile die relative Lage
dieſer zu einander lehren, und für die Ozeanographie
und die Entde>ungsgeſchichte ein Material liefern, für
das die andern Karten nicht ausßreichen 3 oder ſie ſollen
zugleic) auch für die höhern Unterrichtsſtufen dienen.
1) Handtke's Wandkarte der öſtlichen und weſtlichen
Halbkugel. Fol. 24 color. Bl. Glogau, bei Flemming.
1840. (1 Thlr. 20 Nar.)
Dieſe Btlättcr ſind für Elementarzwe&e brauchbar und
cmpfehlu“"g3werth.
2) ODeſtlicher und weſtlicher Planiglob, in 8 lith. und illum.
Bl. Imp. Fol. Weimar. Geogr. Inſtitut. (2 Thlr.)
Oyſc unterrichte mit Nuten gebraucht werden.
3) Keller's Wandkarte der öſtlichen und weſtlichen Halb-
kugcl der Erde. Zürich , 1838. 8 Bl. illum. (2 Thlr.)
Die Karten ſind ſauber, elegant und geſ geführt, und für die ſinnliche Einprägung der Ländergeſtal-
tung ſehr geeignet, wozu auch der Umſtand beiträgt, daß je-
des Land gleichmäßig mit einer Farbe überzogen iſt. Site ſind
nirgends mit Schrift überladen, in den Ländern findet ſich
nur der Anfangsbuchſftabe des Namens , und rings um den
Umkreis ſtehen die Namen vollſtändig , in einer Weiſe, daß
man nicht irren kann. Die Karten enthalten nur Flüſſe,
Grenzen und einige Städte, aber keine Namen. Sie geben eine
vortrefliche Repetitionskarte für den Elementarunterricht ab
und entſprechen aucF dem zweiten unter den oben angedeuteten
Zwetken z ſie können ſelbſt Wandkarten von einzelnen Erdtheilen,
mit Ausnahme von Europa, allenfalls entbehrlich machen.
4) Sydow's Wandkarte der dſtlichen und weſtlichen HemöF
ſphäre. Zte Aufl. 1844, Perthes. 12 Bl. (14 Thir.)
Den oben angedeuteten erſten beiden Zwe>ken entſprechend.
Außer den beiden gewöhnlichen Planigloben der Oſt- und
Weſthälfte enthält die Karte 4 Hemiſphären, nämlich die
nördliche, die ſüdliche , die des großen Oceans und die des are
lantiſ belehrend und geſ 5) von Liehtenſtern, Wandkarte der Nord-Polarländer.
8 lith. u. illum, Bl. in gr. Fol. Berlin, bei Reimer.
(1 Tylr.)
Dieſc Karte ſtellt einen intereſſanten Theil der Erdober-
fläche in Umriſſen dar. Hr. von Lichtenſtern haf ſich vor
Kurzem auh durch „die neueſten Anſichten von der Erdkunde
in ihrer Anwendung auf den Schulunterricht, dargeſtellt für
Sculvorſtände, geographiſche Lehrer und Kartenzcichner“.
Braunſchweig , bci G. Weſtermann. 1846. (1 Thlr 10 Ngr.)
--- rühmlichſt bekannt gemac pfehlungswerth.
6) Grimm's dſtlihe und weſtliche Planigloben , lith. von
Scharrer und Todt. 8 Bl. in Imp. Fol. Reimer.
G Thlr.) =
Unftreitig die beſte unter allen Arbeiten und nicht nur ein
“vortreffliches Bild der orographiſchen Verhältniſſe darbietend,
ſondern in jeder Beziehung dem dcxmaligen Stande der Wiſ-
ſenſ auf dem Feſtlande , als für die Strömungen und die Entde-
&ungsgeſchichte 5 aber eben de3halb auch mehr für den Gebrauch
eines in der Wiſſenſchaft Arbeitenden geeignet, ats für Sul-
zwe>e« Für dieſe iſt , obgleicß) hinter Grimm zurückſtehend,
doch günſtiger -
7) CG. Oymann's Sculkarte der öſtlichen :und weſtlichen
Hemiſphäre , jede in 16 Bl. Berlin, Kortmann. 1840.
4 Thir.)
Es Afrika,
8) Krümmer's Wandkarte von Afrika, zum Sebrauch
beim erſten Unterrichte in der Geographie. Zte verb* Aufl.
(20% 4 illum. Bl. in Royal »Fol. Breslau, Henke.
| gr.
“ Eine re 9) Handtke, Wandkarte von Afrika, zum Gebrauch für
Schulen eingerichtet , nach den beſten Quellen entworfen.
6 lith. u. illum. Bl. Glogau, Flemming. 1846. (15 Nägr.)
Auch dieſe Karke iſt ganz empfehlungswerth, obgleich
-manher Rame und hypotbetiſc können » und mancher andere Name dagegen ungcrn vermißt
wir
Wandkarten.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.