Bücherſchau. 755

gemeine und dann die ſyſtematiſch geordneten Einzelbeſchreibungen bringt; im
übrigen aber hat R. Waeber das Werk im Sinne der heutigen Methodik einer
dur kleine Schilling kann nunmehr wieder jeden Vergleich aushalten. =- Die drei Reiche
ſind übrigens auch geſondert erſchienen. Uns liegt vor:
Schillings „Pflanzenreich“ nach dem natürlichen Syſtem (von Eichler) ;
geb. 1,25 Mk., ebenfalls von R. Waeber nenbearbeitet und zu der
Ans8gabe B des ganzen Werkes gehörig. Tier- und Mineralreich
ſtimmen bei beiden Ausgaben (A und B) überein.
Richard Kügeln, „Harxmonie- und Kompoſitionslehre“. BWBreslau, Verlag
Franz Goerlich. Preis 1 Mk.
Der 1. Teil des Werkes, „Theoretiſche Abteilung“, liegt vor uns und ge-
winnen wir aus ihm den Eindruck einer gediegenen, wohldurc Verfaſſer geht von den elementarſten Anfängen der Theorie aus und. führt in
Fragen, Beiſpielen und Erläuterungen von Stufe zu Stufe fortſchreitend, bis zur
Modulationslehre. Bringt der Jnhalt des Buches auch weſentlich nichts Neues, jo
iſt dem Schüler in ihm in verſtändlicher, leicht faßlicherx Form der ſpröde Kern der
Theorie gegeben. Ein beigegebenes Aufgabe- und Arbeitöbuch (60 Pf.) macht das
Buch für Klaſſenunterricht und zum Selbſtſtndium beſonders empfehlenswert.
Die „Anleitung zum Geſangunterricht" von demſelben Verfaſſer und Verlag
iſt leider durch die fehlenden erſten 16 Seiten, ſowie durch Durcheinanderheften der
Bogen jv unverſtändlich, daß man keinen klaren Eindruck des Unterricht8ganges
gewinnen fann.
Wilh. Tſchirch, „70 Kirchenlieder“ für eine Singſtimme mit Pianoforte.
Leipzig, Steingräber38 Verlag. Preis geheftet 1,20 Mk,
Das Büchlein wird bald heimiſch in Schule und Haus werden, denn es bürgt
im neuen Gewand einen alten Schaß, das heißt eine Auswahl unſerer gemütvollen,
allbekannten Volkslieder, die immer wieder Herz und Sinn gefangen nehmen.
Guter Druck und billiger Preis werden dazu beitragen, das Buch unſeren
Kindern bald zu eigen zu machen.
Adolf Ruthardt, „Das Klavier“. Geſchichtlicher Abriß des Urſprungs,
jowie der Entwickelung des Stils und der Technik dieſes Inſtrumentes.
Leipzig, Verlag Gebrüder Hug. Preis 1 Mk.
Der Jnhalt des Buches erfüllt, troß des kleinen Umfanges, vollſtändig, was
der Umfaſſende, ausführliche Titel verſpricht. Aus8gehend von der Erfindung des
Monochord, als Uranfſang unſeres heutigen Klaviers, führt der Verfaſſer durch alle
Entwickelungsſtadien, hervorgerufen dur< veränderte und verbeſjexte Mechanik, durch
die der Vollendung entgegenſtrebende Technik, giebt ein kurzes Bild der Klavier-
litteratur und ihrer Meiſter und ſchließt mit dem großen Reformator des Klavier-
jpiels, Liſzt, ab. Ein intereſſanter Gang durch die Jahrhunderte! =- Allen Klavier-
ſpielern iſt das Büchlein bejonders8 zu empfehlen.
„Muſikaliſche Jugend-Bibliothek.“ Leipzig, Felix Siegel. Jedes Heft
einzeln zum Preiſe von 20 Pf.
Der billige Preis erleichtert die Anſchaſſung guter Muſifalien nach eigener
Auswahl. Das reichhaltige Verzeichnis obiger Ausgabe enthält viele gediegene
Kompoſitionen unſerer älteren und neueren Tonſeßer.


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Fragen. 1. Kann mir eine der geehrten Leſerinnen dieſes Blattes einen vorzüg-
lichen Geographie-Leitfaden (Unter-, Mittel-, Oberſtufe) oder ein größeres geogra-
phiſches Werk nach Herbartſcher Methode empfehlen ? Das „Warum“ und „Weil“
muß in den Büchern ganz beſonder3 betont ſein. Für freundliche Beantwortung
meiner Frage würde ich herzlich dankbar ſein.

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