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“= 5) Das eigentliche Lehren des Lehrers muß
ſich. der Unterredung ſo viel möglich nähern und mit
vieler Unterredung vermiſcht ſeyn.
*6) Sein Vortrag muß heiter und freimüthig
ſeyn.
7) Über das, was die Schüler gehört und ver-
ſtanden haben, muß der Lehrer ſie ihre Gedanken
ſchriftlich aufſeßen laſſen. Siehe Pädagogiſches
Handbuch für Schulmänner und Privaterzieher
oder Sammlung auserleſener Abhandlungen über Er»
ziehung und Unterricht , ganz und im uzug. ſter
Theil. Mit Anmerk, und Zuſähen einiger Erzieher
und Schulmänner. Halle im Verlag des Waiſen-
hauſes 1790. 304 DS. gt. 8

Auswendiglernen.
Man lernt etwas auswendig, wenn man ſich
bemühet, daſſelbige dem Gedächtniß ſo deutli einzu-
prägen, daß man es zu ſeiner Zeit wörtlich wieder-
holen kann. Eigentliche Sachen oder Realien lernt
'man zwar, aber nicht auswendig. Es ſind nur
Worte oder *andere ähnliche Zeichen der Sachen, die
man auswendig lernt. = Das Auswendiglernen geht
nicht nur auf Worte eines Andern , ſondern auch auf
unſere eigene , die wir zu dieſer Abſicht aufgeſeßt ha .
ben. Es iſt eine unläugbare Erfahrung, daß eine
Sache, die einen ſtarken Eindru> auf uns gemacht
hat, die wir in einer vorzüglichen Klarheit gedacht,
und die wir oft genug iv unſerer Vorſtellung wieder-
holt haben, leicht und lange im Gedächtniß erhalten
werde. Das Nämliche gilt auc) von Worten, es
ſeyen nun einzelne Worte oder Redenöarten, oder gan-
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