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und Wegnehmen dieſer Körper , und der Umſtand,
daß das Kind ſie ſelbſt handhaben kann , dem Unters
richte nicht nur mehr Leben gibt und die Aufmerk?
ſamfeit des kleinen Rechenſchülers mehr fixirt, ſon-
dern auch wirklich die Deutlichkeit befördert. Bohnen
wähle ich deswegen, weil ſie überall leicht herbei zu
ſchaffen ſind , und nicht über den Tiſch wegrollen,
end. .
En emden ud
Religion.
Wer ſelber ohne. Gott in der Welt iſt, läßt
ſein Kind, ohne Gefühl für das Göttliche , aufwach-
ſen , als Wildfang 3 denn ſagt er : „die Pietät 'muß
man Niemanden aufdringen. ,, Das iſt ein wahres
Wort 3 aber was man dem Kinde nicht aufdringen
- kann, das ſoll man in ihm. ween 3 denn es 4rägt
“den Keim des göttlichen Lebens in ſich, Und dieſen
Keim des göttlichen Lebens ungewet und ungepflegt
laſſen, macht das wahre Wort zum einſeitigen.
Schämt ihr euch nicht / nur Pfleger des Thieriſchen
im jungen Thiere zu ſeyn, und nicht Pfleger des
Göttlichen im Bilde des Göttlichen ? == Der
**r
fromme Vater möchte das Gefühl der Religion früh .
wecken in ſeinem Sohnez denn dies Gefühl, ſagt er,
iſt das köſtlichſte, und das ſeligſte. Ein wahres Wort:
aber dadur<, daß der Knabe an langwährende reli-
gidſe Übungen, für die er noch nicht Sinn und Herz
hat, gleichſam angeſchmiedet wird, we&t man das re-
ligidſe Gefähl nicht, martert ihn obendrein ohne Zwe,
und föllt ihn mit Abſcheu für die Religion , und das
macht das wahre Wort zum einſeitigen. S. Über
Erziehung für Erzieher. Von I. M. Sais
ler, Lehrer der Pädagogik. München , bei Joſe
Leutner, Buchbinder 1807... 495 S-» 8-
.3

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