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Gelehrte Schulen.
Gelehrte Schulen ſind Anſtalten , auserleſene
Jünglinge durch höhere Bildung des Verſtandes und
der Vernunft nach der Jdee der Menſchheit ſo zu
erziehen , daß ſie auch wieder Andere erziehen können,
Entwikelung und Bildung der Geiſteskräfte , des Ver»
ſtandes und der Vernunft, ſind alſo das Hauptaugen-
merk der gelchrten Schulen. Aber ſo wie auf der
erſten Stufe der Erziehung die intellektuelle Bildung
nicht von der moraliſchen, und dieſe nicht von der
religiöſen getrennt werden darf, ſo auch in den ge-
lehrten Schulen, Verſtand und Vernunft müſſen in
eine ſolche Harmonie gebracht werden, daß jener nicht
nur als das Niedere , dieſer, als dem Höheren, un-
terzeordnet wird , ſondern daß beide ganz Cins wer-
den. Denn in dem urſprünglichen Menſchen iſt kei-
ne Trennung des Verſtandes von der Vernunft, Ene
dern die ſchönſte Harmonie. Sinn, Verſtand, Ein;
bildungskraft , die jekt getrennt erſcheinen, ſind ure
ſpränglic< nur die dreifache Erkenntnißweiſe der einen
und untheilbaren .Vernunft. Soll alſo der Menſch
wieder Gottes wehl getroffenes Abbild an ſich darſtel-
len : ſo muß alle Trennung gehoben und die urſprüng-
liche Einheit wieder hergeſtellt werden. Wodurch
kann aber wohl das Niedere mit dem Höheren geei-
niget und dauerhaft geeinigt werden, als dur< das
Höchſte, das Göttli Gottes wahres Cbenbild darſtellen, als eben dadurch,
daß er das Göttliche ſichtbar an ſich darſtellet 2? Das
Göttliche an ſich darſtellen , heißt aber Religion ha«=
ben. Religion muß alſo herrſchendes Prinzip in dem
Menſchen werden , wenn die Erziehung ihr erhabenes
Ziel erreichen ſoll. =-
In gelehrten Schulen muß alſo 1) der Vers
ſtand eine höhere Bildung erhalten. Hieraus folgt

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