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ſich kiefer einz f) im Lautleſen, das ſich genau an
die Interpunctionen halt, und den gehörigen Accent
auf die Sytben legetz 3) im Declamiren eines zu-
ſammenhangenden Vortragesz hi) im Berbeſſern deſs
ſen , was er im Memoriren, Erzählen , Deckamiren
verfehlte , und im Wiederholen deſſelben, bis er das
Penſum ohne den geringſten Fehler memorirt, erzählt,
geleſen , decelamirt habe z 1) im Nachſchreiben des
Erzahlten oder Gelcſenen, wodurch ſich die Züge tie:
fer einprägen 3 k) in ſtufenweiſer Erweiterung des
Vehaltunzs - und IWiovergebungsvermögens, U, ſ.+ Ws
ſ. Sailer über Erzichung für Erzieher,
GATEDAgTEITEIZEZEEIEEIEEE
Moraliſche Erziehung.
Wer ſeinen Zögling aut bilden will, muß
1) vorausſeßen, daß in der ſich ſelbſt gelaſſenen Men»
ſchennatur ein fürchterliches Übergewicht der ſinnlichen
Über die verſtändige Natur obwalte, daß alſo Anla?
gen zum Böſen im Zöglinge exiſtiren , s06mina
vitiorum , welche wenn ſie gepfleget werden, bald
eine Ärnte des Laſters darſtellen werden , daß alſo
nicht nur Schwäche, Gebrechlichkeit , ſondern auch
Neid, Schadenfreude , Tücke , Lügenhaftigkeit , Krän*
kung Anderer und Kränkunasluſt, Herrſchſucht u, ſ. w.
in Kurzem ſichtbar werden müſſen , wenn nicht der
Entwikelung des Böſen unabläſſig entgegen gearbei?
tet wird. Jede andere Anſicht hemmet nicht nur dio
moraliſche Erziehung , ſondern macht ſie wahrhaft un
möglich, pflanzet ſelber neues Unkraut in den Zog
ling, ſtatt dem vorhandenen Kraft, Wärme und Bo2
den zu entziehen. Die Kinder ſind nicht bloß ver
führbar zum Böſen; ſie werden ihren Anlagen nach
„gar leicht Selbſtverführer, wenn der Selbſiverfährung
v
,

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