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te die Macht der Aitgewöhnung in ihm bekomme,
biv es Geſinnung: und Thak, bis es Leben, bis es
Geiſt des Lebens, bis es gleichſam Natur werde,
'" uſw. ff. Sailer über Erziehung für Erzicher,

Oeffentliche und häusliche Erziehung.
Gründe und Gegengründe in Nüdſicht auf bei-
de. Was die häusliche Erziehung betrifft, ſo
gebe ich's zu 1) daß viel Beſes oder Unvertändiges
dabei wegfalle , was die Kinder wohl einmal in einer
öffentlichen Schule nachahmen und ausäben lernen.
Sie können unter der Aufſicht eines Hauslehrers
weit ſtrenger und genauer beobachtet werden, als
unter der Aufſicht eines Shullehrers, deſſen Blik
durch eine größere Anzahl von Kinoern nothwen-
digerweiſe zuweilen zerſtreut werden muß, 2) Auſ-
ſerdem iſt es dort auch leichter möglich, ſie nad) 4h-
ren verſchiedenen Neigungen und Fähigkeiten aud)
verſchiedentlich zu behandeln, da dies hingegen in
einer öffentlichen Schule weit mehrere Schwierig»
Leiten hat. Und das iſt allerdings ein wichtiger Um-
ſtand, der auf die Bildung ihres Geiſtes ſowohl, als
auf die Bildung ihres Herzens ungemein viel Ein-
fluß hat. 3) Aud hat der Hauslehrer in einzelnen
Fällen mehr Freiheit, gute Anordnungen zu machen,
weil er nur von Seiten der Eltern und Vorgeſekten
ſeiner Zöglinge darin beſchränkt werden kann, - Der
Lehrer einer Schule hingegen würde durch Neuerunz
gen, und wenn ſie auch noch ſo nüblid) waren, ſich
oft bei vielon verhaßt machen, und ſeine Schule um
alles Anſehen bringen. 4) Bei der häuslichen Erzie?
hung können die Zeiten, wo die Kinder Luſt zum Ler-
am haben, beſſer wahrgenommen, und dadurch auch

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