182 Unzuchtsſünden, geheime =“ Uralphabet,
was daſſelbe iſt, man muß ihren Verſtand aufhellen durch das Wort
der heiligen Lehre und ihr Herz kräftigen, daß ſie mit Freude wandlen
die Bahn der Tugend und der Frömmigkeit. Je mehr nah richti-
gem Verhältniſſe dieß geſchieht, deſto mehr wird der gefahrbringen-
den Unwiſſenheit geſteuert, deſto mehr wird das Reich Gottes hie-
nieden erweitert und befeſtiget und ſonach auch deſto mehr der
Wohlfahrt des Staates Vorſchub gegeben. Wahrlich ohne höhere
und göttliche Erkenntniß tappt der Menſc Kraft und Licht, und verliert ſich, gleich den Thieren des Feldes,
im Staub der Erde! =- Rohheit und Sittenloſigkeit ſind an der
Tagesordnung, und die fromme Tugend geht einſam und weinend -
unter einem entarteten Geſchlechte umher. Darum ſey es die wid)-
tigſte Aufgabe der Schule, den Kindern vor Allem gründliche Kenntz
niß in Sachen der Religion beizubringen, und ſie vor einer gefahr:
vdllen Unwiſſenheit zu bewahren. (S. hierüber Art. Religions-
unterricht.) .
Unzuchtsſünden, geheime. (S. Art. Selbſtbeflek-
kung. - |
Unzufriedenheit. (S. Art. Zufriedenheit.)
Uralphabet. Die Frage: wann und von wem das Alpha
bet erfunden worden ſey? iſt für einen jeden Lehrer, der auf Bil-
dung Anſpruch) machen will, von Wichtigkeit. Nad alten Ueberlie-
ferungen bei den Phöniziern, Aegyptern, Chaldären, Griechen !c.
iſt das Alphabet von Noe, den Gott bei der allgemeinen Fluth mit
den Seinigen errettet hat, erfunden oder fortgepflanzt worden. Für
dieſe Nachricht ſpricht ſchon der Umſtand, daß die Alphabete aller
Alten Völker in den erſten 25 Buchſtaben (abc=-u) übereinſtimmen,
abgeſehen von einigen ungewöhnlich gewordenen und daher ausge-
fallenen Buchſtaben mancher Alphabete. Selbſt bei den Chineſen
fand Remuſat ein Alphabet von 23 Buchſtaben und das Alphabet
der Hieroglyphen, das nach Plutarch (de Is. p. 472.) wirklich aus
25 Buchſtaben beſtand, von 'Theuth --- Taaut, dem 11. Nachkom-
men des Protogonos zur Zeit der Fluth erfunden, hat ſich mit ſei-
nen ſieben Vocalen in den ägyptiſchen Ziffern erhalten. Nad) ge-
nauen Ueberlieferungen über die Entſtehung des Alphabets findet main
bei Samhuniathon (Euseb. Prup. Evang. 1. 10.) und bei Prorſus
(Syncell. p. 30. P.) durc) ähnliche bei den Chineſen , Griechen und
Lateinern unterſtüßt, wonach das Alphabet nicht bloß zu Ende der
Fluth entſtand, ſondern auc) eine Abbildung des Thierkreiſes zu
Ende derſelben war, den Stand der ſieben Planeten im Thierkreiſe
dur< die ſieben Vocale damals ausdrückte, Hiedurch wird es nun
- möglich , genau Jahr und Tag zu beſtimmen, wo das Alphabet ent-
ſtanden iſt. =--- Daß das Alphabet wirklich den Thierkreis und eine
beſtimmte Stellung der Geſtirne zu einander enthalten habe, wird
„ſchon dadurch beſtättiget, daß die 25 alten Buchſtaben den 24 Ab-
ſchnitten des Thierkreiſes entſprachen, wobei der erſte und leßte Vo-
cal zuſammen fielen, ſo daß die ſieben alten Vocale a 6 € Ei 0 u,
welche auf die Planeten bezogen werden, zwiſchen den Conſonanten in

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