420 Zierpuppen, Ziererei, =- Zorn«
und bringt ihm die unverwelkliche Krone entgegen beim Eintritte
in die Hallen der Ewigkeit. Ja , wie unausſprechlich ſelig wird er
ſeyn, wenn er aus dem Munde ſeines Herrn , für deſſen Reich er
hier unabläßig wirkſam und thätig war , den Freudenruf vernehmen
wird? „Komm, du Geſegneter meines Vaters, und ererbe das
Reich , das dir von Anbeginn der Welt bereitet war!" =- Sieh,
liche den Vater durc< Vollendung deines Werkes, und er wird auch
dich dereinſt verherrlichen, wird dich verherrlichen mit einer Klar-
heit, die du nicht hatteſt, und du wirſt von einer Klarheit zur an-
dern emporſteigen, Selbſt hienieden wird dein Andenken im Segen
bleiben, und deines Werkes wird mit Dank und Ehre gedacht wer-
den. Du ſekeſt dir in den Herzen deiner Kinder und in deinem
Werke ein Denkmal, das bleiben wird, wenn du auch nicht mehr
biſt. ==“ Wer ſollte als Lehrer nicht von ganzer Seele ſireben =--
nach dem Ziele einer ſolc 7, 635. Joh. 17, 426. Sir, 44, 12. 153.)
Zierpuppen, Ziererei. (S,. Art. Ehre 16.)
Zögling, der, werde für's Leben gebildet. Die Er-
ziehung, wenn ſie iſt, was ſie ſeyn ſoll , kennt das Leben, und
bildet den Zögling für das Leben; ſie weiß ihn, wenn nicht nach
Spartaner , doch nach Lebensbürde zu drückend ; weiß ihn aber auch mit der ndthigen Kraft
auszurüſten , daß ihm keine Tugendbürde zu laſtend, und kein Miſ-
ſen , Entbehren und Dulden zu beſchwerlich und zu mühſam werde.
Der Zögling der Thorheit lernt nicht für das Leben, ſondern für
die Kinderſtube 3 dagegen der Zögling unter den Händen eines wei-
ſen Mentors für das Leben, == denn die Erziehung nach der Lehre
des Chriſtenthums und dem Geiſte der Kirc bildet den jungen Zögling für die Weisheit, ſomit im ſchönſten
Sinne für das Leben,
Zorn, Allzugroße Reizbarkeit und unmäßiger Zorn ſind Lei-
denſchaften , welche man nicht nur bei dem vorgerü>ten Alter , ſon-
dern ſehr häufig auch bei der zarteſten Jugend wahrnimmt, und die
mit den Jahren zn einer furchtbaren, Schreen und Unheil um
ſich her verbreitenden Größe heranwachſen, wenn ihnen nicht frühe
entgegengetreten und ihrer zügelloſen Aufwallung nicht bei Zeiten
Schranken geſeßt werden. Eltern, Lehrer und Erzieher ſollten der
Bändigung dieſes reißenden Thieres alle Sorgfalt zuwenden, und
Kinder ſchon frühzeitig zur Bezähmung dieſer Leidenſchaft angeleitet
werden. Um aber die Jugend an dieſe ihre Pflicht zu erinnern,
und ſie zur Erfällung derſelben zu ermuntern, zeige der Lehrer in
anſchaulichen Beiſpielen, zu welchen Laſtern und Verbrechen, zu
welchem Unheil und Verderben der Zorn führe, welchen Ruhm da-
gegen Sanftmuth und Verſöhnlichkeit vor Gott und den Menſchen
erbe. Erzählungen der Art können auf das Herz der Kinder nur
wohlthätigen Eindruck machen, =- Wir empfehlen dem Lehrer hie-
zu beſonders die lehrreiche Erzählung unter der Aufſchrift : „„Der

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