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Umſchreibung. 73
möglichſt treu zu beſchreiben, daß davon ein lebendiges Bild in dcr
kindlichen Seele entſtehe. Dieß geſchieht aber mehr durc< Verglei-
qjung mit andern Gegenſtänden, welche den Kindern bekannt ſind,
Was ſie nun aber nicht ſelbſt geſchen haben und nicht ſehen können,
und nur etwann aus Abbildungen kennen lernen ſollen, da muß ih-
nen der Lehrer irgend etwas damit zu Vergleichendes vorführen,
und alles möglichſt genau angeben, damit ſie von dem unbekannten
Dinge ein richtiges Bild bekommen. Soll ein Gegenſtand nach ſei-
ner Größe und Geſtalt bezeichnet werden, ſo nehme der Lehrer
Kreide und Wandtafel zu Hülfe, und zeichne etwa ſo viel, daß er
Umriſſe d. i. bloß die Linien deſſelben , wenn auc nur nothdürftig,
angiebt. Mögen die verglichenen Dinge einander an ſich auch ſehr
unähnlich ſeyn, ſo thut das im Ganzen mc der Vergleichung wohl von ſelber giebt. Z. B. Ihr habt, meine
lieben Kinder! vom Goldadler geleſen; einen ſo großen Vogel habt
ihr wohl in euerm Leben noch nie geſehen, die größten Vögel , die
ihr etwa geſehen haben möget, ſind die Krähen, aber der Goldadler
iſt um vieles größer z denn er iſt über 3*/, Fuß lang, und miſt
mit ſeinen ausgebreiteten Flügeln über 8 Fuß. Wenn das hier,
was ich auf der Tafel gezeichnet habe, eine Krähe iſt, ſo iſt der
(Boldadler wenigſtens (zeichtend) =- ſo groß. Zhr müßt euch nun
noch denken, daß ſein Nückengeſfieder dunkelbraun, roſtfarben und
wie mit Goldſtaub überflogen iſtz daß die Flügel noch den Schwanz
überragen , und die Füße bis zu den Zehen herab befiedert ſind;
daß ſein Schnabel ſtark und hornblau, ſein Ange wunderſchön, und
die Kriſtalllinſe einem Diamant gleicht 16. 166 (Man ſehe übrigens
den Art. Beſchreibung.)
Umſchreibung iſt nichts anders als eine erklärende Uceberſe-
kung, wie z. BVB. eines Gedichtes in Proſa, oder aus der gebunde-
nen in die ungebundene Schreibart. Wir führen hier bloß ein
Paar Beiſpiele an, um zu zeigen, wie eine ſolc ben werden ſoll, und zwar; a) in Sakgetreuer Ueberſekung.
1. Friedlich wandelt Stern und Stern Die Sterne über mir gehen im
Dort am blatten Himmel! Frieden den ihnen bezeichneten Weg,
Zank und Hader iſt dort fern, --- ſie zanken und ſtreiten nicht, be“
Fern das Kriegsgetümmel. feinden ſich eben ſo wenig,
Friedlich fließt durch funges Grün Friedlich fließt auc< durch grünc
Hier-dfe- Silberquelle, Wieſen der Bach, und es ſpiegelt
„Und die Sterne ſpiegeln drin ſig ruhig und hell in ihm der Him:
Ruhig ſich und helle. mel ob,
Erd' und Himmel ruft uns zu: So rufen uns denn Himmel und
Menſchen , lebt in Frieden! Erde durch ihr Beiſpiel zu: Menſ< Sonſt, ac<' iſt eu keine Ruh' lebet in Frieden miteinander, wenn ihr -
Und kein Glü> beſc Friedlich wollen wir denn ſcyn, Darum laſſet uns den Entſchluß
Und einander lieben, erneuern, friedlich zu ſeyn, in ſchöner
Stets in Eintracht uns erfreu'n, Cintracht mit dem Nächſten zu leben und
And're nie betrüben, Niemandcn Verdruß , Unannehmlichkeit
und Aerger zu verutſachen.

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