Unbeſtändig == Unchriſtliche Schulen, 77
nige, was den Kindern unbekannt iſt, durch das ihnen ſchon Be:
kannte zu erläutern ſuchen. So z. B. wird es nicht ſchwer halten,
den Kindern ein richtiges Bild, von einem Hai beizubringen , wie
ſie ſc Lehrer hat jenen daun nur näher zu beſchreiben und zu bemerken,
daß derſelbe unter allen Fiſchen der größte und zugleich unter den
Raubſiſchen der fürchterlichſte ſey 3 daß er einen rundlichen Körper
habe, der nicht ſelten eine Länge von 20 bis 25 Fuß erreiche 26, ;
daß er ſic) in allen wärmern Meeren und auch im Mittelmeere
aufhalte; daß er auch Menſchen verſchlinge, wenn er ihrer habhaft
werden könne, und deßhalb den Schiffen oft Wochen lang nachſolge.
(Man ſehe die Geſchichte vom Propheten Jonas im Bauche des
großen Meerfiſches , in Schmids bibl. Geſchichte des a. Teſt. S,.
55. Nr. 109. München 1840.)
Unbeſtändig. (S, Art. Flatterhaft.)
Unbeſtimmtheit, (S, Art. Gegenwart.)
Unc lande keine Heiden wohnen, ſo können wir zu den unhriſjtlichen
Schulen nur die iſraelitiſchen zählen. Dieſe müſſen ſo lange fort:
dauern , ſagt Harniſch, als die. Juden ſich noch nicht zum Chri-
ſienthum bekehret haben. Da die Aufnahme der jüdiſchen Kinder
in Chriſtenthum die Rede iſt, immer ſehr bedenklich erſcheint, und es
nicht unmöglich ſeyn möchte, daß wir durch dieſe halb dung ein Heidenthum beförderten, ſo wolle Gott die iſraelitiſchen
Kinder davor bewahren! Doch, ſo lange die Iſraeliten nicht im
Stande ſind , aus ihren Mitteln eigene Schulen zu gründen, und
geprüfte Lehrer zu halten, darf ihren Kindern der Eintritt in liche Schulen nicht unterſagt werden, nur ſollen ſie in ihrem
Glauben wohl unterrichtet werden. Es liegt den hriſtlichen Staa?
ten, in deren Mitte ſo viele iſraelitiſchen Individuen in einzelnen
Familien und ganzeir Gemeinden ſich aufhalten, ob, recht ernſtlich
dafür zu ſorgen, daß die Schulen derſelben, und ſomit auch die
bürgerlichen Zuſtände dieſes angeſehenen Theils des Menſchenge-
ſchlechtes möglichſt verbeſſert werden. Die meiſten Schulen der
Iſraeliten befinden ſich in Deutſchland noc< in einem kläglichen Zu:
ſtande, und von den eigentlichen Volksſchuien iſt bei ihnen noch
wenig anzutreffen *)., Indeſſen findet ſich bald in dieſer, bald in
Eiendeinn
+) Anders verhält ſi; die Sache in Proußen und Württemberg, wo das
ifraelitiſ Würde dieſe Angelegenheit überall ſo eifrig betrieben, ſo würde auch
bald jede Klage darüber verſtummen nad die Erſtarrung des Volkes Iſrael
aufbören. Württemberg zeichnet ſich in dieſer Beziehung vor den übri-
gen deutſchen Staaten auf eine ſehr vortheilhaſte Weiſe aus. Au< iſi
die Begründung eines iſraelitiſchen Waiſenhauſes in dieſem Lande in nahe
Ausſicht geſtellt, Von einem väterlich geſinnten und väterli< ſorgenden
Könige darf nur Gutes erwartet werden, .

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