Title:
Pädagogische Encyclopädie, worinn (in alphabetischer Ordnung) das Nöthigste was Väter, Mütter, Erzieher, Hebammen, Ammen und Wärterinnen, sowohl in Ansetzung der körperlichen Erziehung als Rücksicht der moralischen Bildung der Kinder, von der Geburtsstunde an bis zum erwachsenen Alter, wissen und beobachten sollen, kurz und deutlich erklärt wird
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übrigen Kräfte der Seele, und Oberhand über dies
ſelben gewinne. == AusSgebildet wird dieſe Kraft,
1) wenn man die Kinder gewöhnet, das, was ſie
empfunden haben, treffend zu ſchildern, naß der
Natur zu beſchreiben , und mit lebhaften Farben zu
exhöhen. 2) Wenn man fie oft Gemälde leſen und
ſehen läſſet, und dann eine wörtlihe Schilderung
derſelben von ihnen verlanget 3 wenn man ſie auf
ſchöne Gegenden, auf das Maleriſche in der Natur,
auf ihre ſhauerlihe Scenen und Begebenheiten
aufmerkſam maet.
Linſamkeit, Kinder müſſen gelchret werden , auch ein-
ſam ſeyn zu können 3 weil ihre künftige Beſtimmung
und ihr künftiges Glüc> oft eine ZurüFziehung in
ſich ſelbſt, von ihnen ungusweichlim fordern wer-
den. Man laſſe ſie daher nicht zu oft Theil an dem
Geräuſche der Welt nehinen, Man ſielle ihnen die
Vergnügungen der Welt als Freuden vor , die bald
vorüber gehen , und die Seele nicht befriedigen.
Man präge ihnen die Wichtigkeit und Koſtbarkeit
der Zeit ein, Man führe ihnen die Seelenluſt zu
Gemüthe, die derjenige fühlt, welcher , abgeſondert
von der Welt, das Vergnügen nicht außer ſich,
ſondern in ſich ſelbſt ſuchet, und auch wirklich findet,
Man überzeuge ſie, daß, je weniger der Menſch in
unnödthige Verhältniſſe, mit andern Menſchen tritt,
er um ſo unabhängiger von ihnen werde, folglich
weniger L-rdruß, und Gefahr zu fürc Man überzeuge ſie, daß die Einſamkeit die Nähre-
rinn des Verſtandes , die Verbeſſerinn des Herzens
ſey , daß ſie keine Leidenſchaften unterhalte , daB in
den Stunden dor Einſamfeit jedes Geſchäfte ungleiß
beſ:

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