Unterrichtszeit -- Untersuchung, ärztliche -- Unüberlegt -- Unverdrossen
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wie Sollen da alle Klassen nachmittags zum
techniSchen Unterricht gelangen? Ebenso
läſst das Vorhandensein von nur einer
Turnhalle und nur eines Turnplatzes gleich-
fails die Unterbringung aller Turnstunden
am Nachmittage nicht zu.
Literatur: Ärztliches Gutachten über das
Elementarschulwesen Elsaſs-Lothringens. Straſs-
burg 1884. -- Arztliches Gutachten über das
höhere Töchterschulwesen Elsals- Lothringens.
Ebenda 1884. -- Mosso, Über die Gesetze der
Ermüdung. Archiv für Anatomie und PhySsio-
logie 1890. -- Maggiora, Über die Gesetze der
Ermüdung. Ebenda 1890. -- Burgerstein, Die
Arbeitskurve einer Schulstunde. Hamburg 1891.
-- Eulenberg-Bach, Schulgesundheitslehre 1891.
-- Mosso9, Die Ermüdung. Leipzig 1892. --
Lager, Über geistige Ermüdung beim Schul-
unterricht. - Zeitschr. f. Schulgesundheitspflege.
1894. --- Höpfner, Über die geistige Ermüdung
von Schulkindern. Hamburg 1894. -- Gries-
bach, Energetik und Hygiene des Nervensystems
in der Schule. München 1895. -- Kichter,
Unterricht und Ermüdung. Halle 1895. -- Kotel-
mann, Über Schulgesundbeitspflege. München
1895. -- Kemsies, Zur Frage der Überbürdung
unserer Schuljugend. Deutsche mediz. Wochen-
Schrift 1896. -- Kräpelin, Zur Hygiene der
Arbeit. Jena 1896. -- Keller, Experimentelle
Untersuchungen über die Ermüdung von
Schülern durch geistige Arbeit. Zeitschr. iür
Schulgesundheitspflege 1897. -- Janke, Über
Ermüdung und Ermüdungsmessungen. Päd.
Zeitung 1897. -- Kräpelin, Zur Überbürdungs-
jrage. Jena 1897. -- Friedrich, Untersuchungen
über die Einflüsse der Arbeitsdauer und der
Arbeitspausen auf die geistige Leistungstähig-
keit der Schulkinder. Hamburg 1897. -- Ebbing-
haus, Über eine neue Methode zur Prüfung
geistiger Fähigkeiten und ihre Anwendung bei
Schulkindern. Ebenda 1897. -- Kräpelin, Über
geistige Arbeit. Jena 1897. --- Schiller, Der
Stundenplan. Ein Kapitel aus der pädagogi-
Schen Psychologie und Physiologie. Berlin
1897. -- Dornblüth, Sollen die Schulen ihre
Turnstunden zwischen den andern Unterrichts-
Stunden aufgeben ? Zeitschr. f. SchulgeSundheits-
pfiege 1897. -- Buchneder, Schulzeit. Leipzig
1897. -- Baginsky-Janke, Handbuch der Schul-
hygiene. Stuttgart 1898. -- Kemsies, Arbeits-
hygiene der Schule. Berlin 1898, -- Wagner,
Unterricht und Ermüdung. Ebenda 1898. --
Lobsien, Unterricht und Ermüdung. Langen-
Salza, Nermann Beyer & Söhne (Beyer & Mann),
1899. -- Brahn, Über exakte Erforschung der
Ermüdung. Pädag.-Psychol. Studien 111, 1902.
= Meumann, Vorlesungen zur Einführung in
die experimentelle Pädagogik. Leipzig 1907.
Berlin. O. Janke.
Untersuchung, ärztliche
Ss. Schularzt
und Kritteln geneigt,

Unüberlegt
Der unüberlegt Redende und Handelnde
„versteht nicht zu erwägen, ehe er wagt.
Er ist nicht von der »Blässe des Gedankens
angekränkelt« (Hamlet), prüft ebensowenig
die Güte der Mittel, die zur Erfüllung
eines Zweckes angewendet werden, als er
vorausdenkt, welche Folgen Sein Reden
und Tun für ihn Selbst und andere naben
kann, und mindert oder vernichtet dadurch
unbewuſst und ungewollt eigene und
iremde Ehre, eigenes und fremdes Glück.
Während der Feige, der Mutlose, der Nach-
denkliche zuviel überlegt und erwägt und
deshalb nicht zur Tat kommt, Setzt der
Unüberlegte die Tat vor die Überlegung
und wird erst durch Schaden klug. (Vergl.
hierzu: Unbesonnen.)
Leipzig. Gustav Siegert.
Unverdrossen
Was mich verdrieſst, erregt Milſsstim-
mung in mir und macht mich zum Klagen
bringt mich wohl
auch in Aufregung, Zorn und Arbeits-
unlust, wenn die Umstände, unter denen
die Miſsstimmung entstanden ist, andauernd
gleich unangenehm bleiben. Das Schöne
Gegenbild des Verdrieſslichen finden wir
im Unverdrossenen. Diesen ficht kein
Schmerz an, und kein Hindernis, keine
Schwierigkeit, keine Unlust verinag ihm
den ruhigen Gleichmut und die emsige
Stetigkeit zu rauben, in denen Sich Sein
Seelenleben gefestet hat. Klaglos erträgt
er Unannehmlichkeiten und Beschwerden,
mutvoll packt er die Schwierigkeiten, die
Sieh ihm entgegenstellen, an und über-
windet Sie mit edler Zähigkeit. Allezeit
fröhlichen Herzens, unbeirrt durch Anwand-
lungen der Schwäche, mit Fleiſs und Be-
harrlichkeit tritt er der Anstrengung gegen-
über, iSt niemals müde, kennt auch das
Bedürfnis, müſsig zu Sein, nicht. Die Lust
am Schaffen, das Gefühl der eigenen Krafi,
die Stärke des Menschen- und Gottvertrauens,
das rüstige Pflichtbewuſstsein beflügelt den
Schritt des Wackeren und leiht Seinen
Armen Schwingen, und weder Anfein-
dungen, noch Hemmnisse vermögen Sein

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