hob Wilhelm Lorey
Dieſe bayriſchen Handelsrealſchulen findet man unter der Bezeichnung „„Handels-
abteilung“ an allen Real: und Oberrealſchulen und zwar nach dem Stand zu Be-
ginn des Schuljahres 1927/28 an 26 Oberrealſchulen, 42 Realſchulen, 3 Pro-
gymnaſien mit Realklaſſen, 3 ſtädtiſchen Realſchulen und 2 Privat-Nealſchulen.
Für die Schulzahl gilt folgende Statiſtik:











| 1v.RKlöſe | v. Klaſſe vl.Klaſe |
Zuſ. |H. A. | %/, ] Zuſ. 1!H. A. | % 1 Zuſ. |H. A. | %
Oberrealſhulen . . -] 2654 | 1014 | 38,2 | 2292 | 693 | 30,2 | 1752 | 534 | 30,5
Realſchulen ., . . , . 2606 | 1246 | 47,8 ] 2339 | 1007 | 43,1 1 1695 | 814 | 48,0
Zuſammen] 5260 | 2260 | 43,0 | 4631 | 1700 | 36,7 | 3447 | 1348 | 39,1





Geſamtzahl der Schüler 4,--6,. Klaſſe: 13 338
„ „ „ SAH.-Abteilung.: 5308
Prozentſaß insögeſamt: 39,8/;.
Außer dieſen Handelsabteilungen gibt es in Bayern ſelbſtändige ſechsklaſſige
Handelsrcalſchulen in Augsburg und München unter dem Namen „Höhere Handels-
ſchule“ mit der gleichen uneingeſchränkten Oberſekundareife. In Nürnberg beſteht
eine Handelsrealſchule ſächſiſcher Art, von der weiter unten die Nede iſt.
Der bayriſche Handelsrealſchultyp iſt, wenn auch nicht mit genau dem gleichen
Lehrplan in Deſſau und Mainz als ſelbſtändige ſechsklaſſige Schule, in Zittau
und Mannheim als Abteilungen eines Nealgymnaſiums oder einer Oberrealſchule
vertreten.
Dagegen iſt in Preußen die Handelsrealſchule, nachdem Oſtern 1928 auch noch
die Auflöſung der letzten, der Meronhandelsrealſchule in Frankfurt a. M., be-
ſchloſſen worden iſt, verſchwunden.
Die ſehr günſtige Entwicklung der Handelsrealſchule in Bayern iſt wohl ganz
weſentlich durch die Tatſache bedingt, daß dort die Prüfung für das Lehramt
in Wirtſchaftsfächern in die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen ein-
gegliedert iſt.
Handelsrealſchulen ſächſiſcher Art
Die ſächſiſche Art iſt nach dem Muſter der ſogenannten Höheren Abteilung der
Leipziger Öffentlichen höheren Handelslehranſtalt entſtanden. Dieſe, 1831 von der
Kramerinnung gegründet und ſpäter von der Handelskammer übernommen,
hatte von Anfang an neben einer Abteilung für kaufmänniſche Lehrlinge eine zu-
nächſt dreijährige Abteilung, „um Jünglingen, die ſich erſt ſpäter dem Kauf-
mannöſtande, dem Fabrikweſen oder einem anderen verwandten höheren Gewerbe
widmen wollen, zugleich theoretiſch und praktiſch die nötige Vorbildung und die
dazu erforderlichen Wiſſenſchaften und Fertigkeiten zu geben“. Dazu kam ſpäter der
einjährige Schülerfachkurſus und der einjährige Lehrlingsfachkurſus, die beide die

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