Ländlich-hauswirtſ Das freie Bildungsweſen findet auf landwirtſchaftlichem Gebiete eine ein-
gehende Berückſichtigung an anderer Stelle dieſes Handbuches. Es iſt anzunehmen,
daß ſich bei der kommenden Auflage auch das ländlich-hauswirtſchaftliche
freie Bildungsweſen ſo weit entwiekelt haben wird, daß es eine beſondere Berück-
ſichtigung verdient. Schon heute ſpielen im ländlich-hauswirtſchaftlichen Bildungs-
weſen die wiederholt in den vorſtehenden Ausführungen erwähnten landwirtſchaft-
lichen Hausfrauenvereine als freie Organiſationen zum Zwecke ländlich-hauswirt-
ſchaftlicher Weiterbildung eine erhebliche Nolle. Die Landfrauen ſchließen ſich in dieſen
landwirtſchaftlichen Hausfrauenvereinen freiwillig zu einem der Weiterbildung auf
wirtſchaftlichem Gebiete dienenden Vereinsweſen zuſammen und verſuchen, die vor-
ſtehenden Aufgaben durch Unternehmung von Vereinsveranſtaltungen verſchiedenſter
Art zu löſen. Vorträge, Lehrgänge, Beſichtigungen, inſonderheit auch Ausſtellungen
auf den verſchiedenſten Wirtſchaftsgebieten des ländlichen Haushaltes finden in
erheblichem Umfange ſtatt. Die Einführung von Beiſpielswirtſchaften iſt an ver-
ſchiedenen Stellen bereits praktiſch durchgeführt worden. Inſonderheit wird auch
danach geſtrebt, in der ländlichen Fachpreſſe immer ſtärker das ländlich-haus-
wirtſchaftliche Arbeitsgebiet zur Geltung zu bringen und auch durch Schaffung einer
beſonderen ländlich-hauswirtſchaftlichen Fachpreſſe das ländlich-hauswirtſchaftliche
Arbeitsgebiet zu fördern, Ländlich-hauswirtſchaftliche Verſuchs? und Forſchungs-
anſtalten bemühen ſich, die wiſſenſchaftlichen Grundlagen für das ländlich-hauswirt-
ſchaftliche Arbeitsgebiet zu ſchaffen.
Von beſonderer Bedeutung für die Förderung der ländlichen Hauswirtſchaft iſt
ſodann die Einführung beſonderer Frauenreſerate an nunmehr allen preußi-
ſchen Landwirtſchaftskammern, fernerhin im Freiſtaat Sachſen und in
Württemberg. * Durch die Einführung dieſer Frauenreferate haben die Landwirt-
ſchaftskammern als für die Landwirtſchaft maßgebliche öffentlich rechtliche Körper-
ſchaften mit der Hauptaufgabe, den Fortſchritt in der Landwirtſchaft zu fördern
und den landwirtſchaftlichen Berufsſtand zu organiſieren, auch das ländlich-haus-
wirtſchaftliche Arbeitsgebiet in weitem Ausmaß in ihr Arbeitsbereich aufgenommen.
Literatur
Immanuel Fri>, Hauswirtſchaftlihe Frauenberufe auf dem Lande in Preußen 1920,
Deutſc Erlaß des Miniſters für Landwirtſchaft, Domänen und Forſten, Berlin vom 19, 5, 1924 --
1 35 525 -- betr. Richtlinien für Einrichtung und Betrieb ſtaatl. unterſtüßter Mädchenklaſſen
an landwirtſchaftlihen Schulen.
Erlaß des Miniſters für Landwirtſchaft, Domänen und Forſten, Berlin, vom 22, 1, 1926, --
1 32 207 -- betr, Beſtimmungen über die Einrichtung von Maidenlehrgängen ſowie Beſtimmungen
über die Einrichtung eines praktiſchen Lehrlingsjahres an Wirtſchaftlichen Frauenſchulen auf dem
Lande,

1 Das Arbeitsgebiet der ſo geſchaffenen Frauenabteilungen liegt im weſentlichen in der Förderung
des ländlic und der landwirtſ

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