vi Vorrede,
lexikogrophiſhen Erfahrungen Übertragen. Leider erlebte die Arbeit in ihrem erſten
Stadium, als ſoeben von dem Unterzeichneten in vierzehnmonatigem, emſigem Bemühen
der geſamte Nomenklator mit allen Verweiſungen uſw. fertiggeſtellt und von fünf hervor»
ragenden Pädagogen übereinſtimmend gutgeheißen worden war, durch eine notwendig wer»
dende wiſſenſchaſtliche Unternehmung andrer Art eine faſt zweijährige Unterbrechung. Da
ein ſolc gewählie Stab von rund 200 arbeitsfreudigen Mitarbeitern aus allen Sculgattungen
und aus allen Teilen des deutſchen Sprachgebiel8, ja der ganzen Welt als ſicher exr-
ſcheinen, daß das geſamte Werk in kürzeſter Zeit vollendet ſein wird. Waren doch
bereits vor Fertigſtellung des erſten Bandes faſt ſämtliche Manuſkripte für den zweiten
und ſogar manche für die ſpätern Bände in den Händen des Heraus8gebers.
Das „Lexikon der Pädagogik" wird fünf Bände umfaſſen und will ſowohl den Volls8-
ſthulen und Fortbildungsſchulen wie ſämtlichen höhern Schulen dienen ; auch die wichtigſten
Fachſchulen zieht es in ſeinen Bereich. Dagegen wird das Hochſchulweſen bloß mit Rüdſicht
auf die Gebiete der genannten Lehranſtalten herangezogen und findet ſeine Erledigung in
Artikeln wie Alademie, Hochſchulen, Theologiſch-philoſophiſ ſitäten und andern. Theorie und Praxis der Pädagogik kommen in gleicher Weiſe zur Geltung.
Auch den ſchultechniſchen Artikeln iſt ein breiter Raum gewährt. Ebenſo werden neuere Be
ſtrebungen, wie die Experimentalpädagogik und pſychologie, die FüÜrſorgeerziehung, die Heil-
pädagogil, die Jugendwehren in ihren verſchiedenen Formen, die Kinderpſychologie, die
Kunſterziehung, die Sthulhygiene uſw., ſorgfältigſt berüſichtigt. Desgleichen iſt Sorge
getragen, daß das Schulweſen der einzelnen deutſchen Landesteile und der Hauptſtaaten der
ganzen Erde in kurz zuſammenfaſſenden, reichlich mit Statiſtik dur<ſezten Darſtellungen vor-
geführt wird. Die außerdeutſchen Länder werden durchweg von leitenden Schulmännern
oder von hohen Verwaltungsbeamten der betreſſenden Staaten ſelber bearbeitet, wie ein
Bli> in das Verzeichnis der Mitarbeiter dartun wird. Sogar die Artikel über Auſtralien,
China und Japan ſind in den genannten Ländern ſelbſt geſchrieben worden; die der letztern
beiden jreilich nicht von einheimiſchen, wohl aber von ſachkundigen, dort ſeit längerer
Zeit lebenden deutſchen Schulmännern. == Auch die hiſtoriſche und biographiſche Seite
der Pädagogik nimmt einen angemeſſenen Naum ein; ausgeſchloſſen bleiben nach reif-
licher Überlegung bloß die Biographien no< lebender Bädagogen. Bei den Hilf8-
wiſſenſchaften der Pädagogik iſi darauf geſehen worden, daß die Ausführungen der
einzelnen Artikel ſich möglichſt den beſondern Zwecken eines pädagogiſchen Lexikons
anpaſſen. Nicht ſelten wurde daher ein Stichwort mehrern Bearbeitern (Schularzt,
Philoſoph uſw. und Pädagog) zugeteilt. Das gleiche geſchah, ſooft die ſtet8 eingehende
Berükſichtigung der öſterreichiſchen Schulverhältniſſe ſowie die Verſchiedenheit der Ziele
und Wege der einzelnen Schulgattungen eine ſolche Zweiteilung der Arbeit im Intereſſe
der Gründlichkeit und Zuverläſſigkeit wünſchen8wert erſcheinen ließ, =- Von einer Jllu-
Atrierung des Werkes, der heute von manchen Pädagogen eine nicht ſelten übertriebene
Weriſchäßung gezollt wird, wurde in Übereinſtimmung mit allen größern Enzyklopädien

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