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lumbia Univerzsity); Chang Peng-chun, Education
for Modernization in Ch. (ebd. 1923); W. Tchishin
Tao and C.P. Chen, Education in Ch. (Shanghai
1925); The China Year Book, Tientsin Press (ent-
hält jedes Jahr ein Kapitel über chin. Erziehung,
hier kommen bes. in Frage: die ſhrg.e 1918, 1924,
1926 u. 1928); The China Mission Year Book 1924,
Shanghai Christian Literature Society 1924 (ent-
hält in Part VII Education and Students u.
Part VIII Medical Work eine Reihe Artikel ver-
Schied. Verfasser über die eimz. Zweige chin. Er-
ziehung, vor allem der protest. Schulen); Collec-
tanea Commiss. Synodalis, Gung-giau giliau-yü
dzung-gö (kath. Ztschr. für chin. Schulwesen, lat.-
engl.-franz., I. Heft, Peking, Mai 1928); außerdem
viele Publik. im chim. Sprache , z. B. die Ztschr.
« Glau-yü dza-dschi» (= The Chinese Educational
Review) u. 4a., Ss. die Kataloge vor allem der Com-
mercial Press u. der Chung-hua Press, Shanghai ;
Pen Chen Shü, Die chin. Erziehungslage im Hin-
blick auf die europ. Reformen (1928); «Die Uni-
versitätsideale der Kulturvölker» (1925), hrsg. von
R. Schairer u. C. Hoffmann jr., enthält 2 beachtens-
werteArtikel über Ch.; Wichner, Die Schule der Chi-
nesen, in: Päd. Warte, Jhrg. 33, H. 21,8. 1108-1111;
G. Nowottnick. Das Schulwesen im erwachenden
Ch., in: Preuß. Lehrerztg., Ihrg. 1927, 74; C. Bren-
ner, Erfahrungen aus chin. Schularbeit, in: Schwei-
zer. Päd. Ztschr., Jhrg. 37, H. 10, S. 294-301; W.
Oehlke, Ostasiat. Jugendbildung, in: Neue Jhrb. für
Wissenschaft u. Jugendbildung, Jhrg. 3, H. 1, S. 80
bis 85; L. v. Ungern-Sternberg, Der Geist der mo-
dernen chin. Jugend, in: Soziolog. Studien, A. Weber
gewidmet (1930). F. X. Biallas, Shanghai.
Christozentrische Bildung u. Erziehung.
[Chr. B. u. E. = Christozentrische Bildung u. Erziehung,
chr. = christozentrisch.]
1. Genetische Betrachtung: Das neu ge-
prägte Wort bezeichnet infolge Seiner Schär-
feren Prägung deutlicher als das Wort «christl.
Erziehung» das Ziel u. das innerste Wesen u. die
Form des christl. Erziehungs- u. Bildungsvor-
ganges. Der Ausdruck 1st wohl aus der hturg.Be-
wegung herübergenommen (Z. var Acken, Chr.
Kirchenkunst, 21923), die von einem chr. Kir-
chenbau redete. Christozentrik, diese auf allen
Gebieten Sich offenbarende Wesensbesinnung
u. Neuorientierung innerhalb der kath. KreisSe
Christozentrische Bildung u. Erziehung.

hatihren mächtigen Anstoß erhalten durch den :
Reiormpapst Pius X., der die Losung ausgab:
«Alles in Christo erneuern». Aber alle kath.
Retorm 1Sst, wie der Name Retorm Schon be-
Sagt, eine Rückbesinnung, Selbstbesinnung,
Wesensbesinnung, eine Prüfung der gegenwär-
vgen Haltung durch Rückkehr auf das Wesen
u. die Wesensentfaltung in der Geschichte. Und
' Losung in unserem Sinne ausgegeben.
da lehrt nun Schon der hi. Paulus, daß das.
Rotteis immer wieder betont: Christus iSt &7
ganze A. T. die Aufgabe habe, zu Christus hin-
zutühren (Gal 3, 24); es ist demnach die göttl.
Pädagogik, Offenbarung u. Heilsführung chr.
angerichtet. Ein grandioses Symbol dafür stellt
die Verklärung Christi auf Tabor dar. MMoses, :
der den Messias, auf den Sie hören Sollten, .
Seinen Landsleuten vorausgesagt hat, erscheint | wir die Wort- u. Begriffsgeschichte inhaltlich
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zusammen mit Elias, dem Vertreter der Pro-
pheten überhaupt, u. daneben befinden Sich die
3 bevorzugten Apostel als Vertreter des N.T.,
u. da nimmt nun die Stimme des Vaters das
Wort des Moses als in Christus erfüllt auf: «ihn
Sollt ihr hören»: er 1sSt euer Lehrer. Entschei-
dend mußte das Wort Christi Selber Sein : «Einer
iSt euer Lehrer, Christus» (Mt 23, 10). Daraus
ergibt Sich für die Menschen die Folgerung,
nicht eigentlich Lehrer Sein zu wollen, Sondern
Sich allgemein als Brüder (Mt 23, 8) u. Lehr-
linge Gottes (Jo 6,45; vgl. 1s 54, 13) zu wissen.
Das ist nun in der Tat ein Grundgedanke in
der Geschichte der christl.Erziehung geblieben.
Klemens von Alexandrien lehrt: «Der Logos iSt
der einzige Lehrer u. Erzieher; er war es Schon
im A. T.; er iSt eS erst recht im N. T. Er Selber
iSt Iehrerlos, weil es keinen Lehrer geben kann
für den einzigen Lehrer» (Paed. 1, 6). Der Lo-
gos ist wesentlich auch Heilerzieher (Arzt u.
Erzieher). Vor ihm Sind wir alle Kinder u.
Schüler (Paed. 1, 5). Zactarntzus SUcht auch
innerlich zu begründen, warum Christus allein
Erzieher Sein kann. Nach ihm kann das der
reine Gott nicht Sein, auch nicht der bloße
Mengch, letzterer nicht, weil er unvollkommen
iSt u. weil ihm die nötige Autorität mangelt,
ersterer nicht wegen Seiner Unanschaulichkeit
u. Majestät (Inst. div. 4, 23ff.). AuguStinus Ver-
langt aufs deutlichste die chr. Einrichtung des
Rel.-U. nach der objektiven Seite, SO daß also als
Mittelpunkt in der großen, von Gott geleiteten
Welt- u. Heilsgeschichte Christus hervortritt, u.
daß zugleich Subjektiv, d. h. im Katechumenen
bei diesem gewaltigen Anblick mit Glaube u.
Hoffnung zusammen die Liebe erwacht (De cat.
rud. c. 3). Das Wort vom «eznern Lehrer» iSt auch
Grundgedanke Seiner Schrift «De magistro».
Am Ende des Mittelalters u. am Eingang zur
Neuzeit hat Gerson die klass. Formel geprägt:
«Von der Führung der Kleinen zu Christus»
(De trahendis parvulis ad Christum). Und wenn
auch die Christozentnik in diesem Buch nur
als Stimmung über dem Ganzen liegt, S0 hat
der edle Kinderseelsorger in Seiner Anweisung
an den Magister Joh. Major auch die formale
Ein-
Schlägig Sind auch alle die in der christl. Er-
ziehungsgeschichte immer wiederkehrenden
Ausführungen von dem einen päd. Ideal, das
wiederum durch Christus dargestellt ist. Im
19. Jahrh. ist der Sinn, wie für die Mystik über-
haupt, 50 auch für die Mystik der Erziehung
erwacht. In warmer Weise hat vor allem 727.
Erzieher ; ihn zu!er die Pädagogen zu rechnen,
iSt ein Verbrechen. Bei G. 1/. Dzursch ist die
Pädagogik in demselben Maße chr. orientiert,
als Sie kath.-theol. eingerichtet erscheint.
11. Grundsätzliche Betrachtung: Wenn

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